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Flexible Arbeitsformen unter der Lupe der Arbeitsforschung

26.04.2007
Fachkonferenz am 27. und 28. April in der Uni Bremen

Im Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit scheint jedes Mittel recht. Flexible Arbeitsformen gelten vielfach als die geeignete Antwort. Die sozialen Bedingungen der Arbeit sind dabei allerdings völlig aus dem Blick geraten. Doch das politische Ziel Europas sind nicht nur "mehr", sondern auch "bessere Arbeitsplätze".

Dazu müssen die konkreten flexiblen Arbeitsverhältnisse und Arbeitssituationen angeschaut werden. Nur die Analyse der Binnenverhältnisse erlaubt es, die entscheidenden Fragen zu klären: Welche neuen Konflikte und Belastungen entstehen unter den neuen Rahmenbedingungen? Wie werden sie bewältigt?

Und welche Möglichkeiten und Anknüpfungspunkte gibt es, flexible Arbeitsstrukturen sozial nachhaltig zu gestalten? Eben dies steht auf dem Programm der interdisziplinären Fachkonferenz "Flexible Arbeitsformen unter der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit", zu der sich am 27. und 28. April 2007 mehr als 60 Arbeitsforscherinnen und -forscher verschiedener sozialwissenschaftlicher Disziplinen in der Universität Bremen treffen.

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»Arbeitsformen »Nachhaltigkeit

Die Konferenz wird vom Forschungszentrum Nachhaltigkeit (artec), dem Institut Arbeit und Wirtschaft (IAW) und dem Studiengang Arbeitswissenschaft des Fachbereichs Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen veranstaltet. Veranstaltungsort ist das Gebäude SFG, Raum 2040, in der Enrique-Schmidt-Straße 7.

Bei der Fachtagung werden die Gestaltungsperspektiven für soziale Nachhaltigkeit bei flexiblen Arbeitsformen für drei Problemkreise erörtert:

1. Wie kann die Sozialintegration (mit den Elementen Vertrauen, Reziprozität und Anerkennung) von Unternehmen angesichts unterschiedlicher Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sowie verschiedener Kooperationsformen gewahrt werden?

2. Welche Probleme zeichnen sich mit Blick auf gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung in flexiblen Arbeits- und Kooperationsstrukturen zwischen Unternehmen, Beschäftigten und Alleinselbständigen ab, und welche Anknüpfungspunkte gibt es für Gestaltung?

3. Wie können individuelle Bedürfnisse und organisatorische Anforderungen nach Arbeitsqualität zum Ansatzpunkt für eine sozial nachhaltige Gestaltung flexibler Arbeitsformen gemacht werden?

Zum Hintergrund: Arbeitsgesellschaft und Erwerbsarbeit befinden sich seit Mitte der 1970er Jahre in einem tiefgreifenden Umbruch. Ökonomische Globalisierung, politische Liberalisierung und neue Marktstrukturen sind dafür die treibenden Kräfte. Aber auch neue Ansprüche von Frauen und Männern an eine verbesserte Balance zwischen beruflichen und außerberuflichen Tätigkeiten spielen eine Rolle. In der Folge dieser Prozesse setzen Politik und Unternehmen zunehmend auf flexible Arbeitsformen. In vielen Unternehmen bilden sich neue Arbeits- und Kooperationsstrukturen sowie neue Formeln zum Verhältnis von Leistung und Entgelt heraus.

Achtung Redaktionen: Für Medienanfragen steht Dr. Guido Becke am 27. April zwischen 11:15 und 11:45 Uhr unter 0421 218-7808 zur Verfügung. Sie können auch gerne zum Veranstaltungsort kommen oder den Kontakt über die Pressestelle (Tel. 0421 218 2751) herstellen lassen.

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

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