Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neueste Forschungsergebnisse zu Flüssigkristallen

19.03.2007
Rund 120 Wissenschaftler und Studenten aus Deutschland, acht anderen EU-Ländern sowie aus Japan und den USA treffen sich vom 21.-23. März an der Universität Bayreuth (Hörsaal H 18, Gebäude NW II), um ihre neuesten Forschungsergebnisse bei der 35. Arbeitstagung Flüssigkristalle der Deutschen Flüssigkristallgesellschaft (DFKG) auszutauschen.

Bayreuth (UBT). Flüssigkristall-Anzeigen gehören zu unserem Alltag, gleich ob in Uhren-Displays, als Fernsehbildschirm (liquid crystal display, kurz LCD) oder bei anderen Anwendungen. Doch nach wie vor herrscht Forschungsbedarf. Rund 120 Wissenschaftler aus Deutschland, acht anderen EU-Ländern sowie aus Japan und den USA treffen sich vom 21.-23. März an der Universität Bayreuth (Hörsaal H 18, Gebäude NW II), um ihre neuesten Forschungsergebnisse bei der 35. Arbeitstagung Flüssigkristalle der Deutschen Flüssigkristallgesellschaft (DFKG) auszutauschen.

Flüssigkristalle sind seit fast 120 Jahren bekannt. 80 Jahre lang waren sie nichts anderes als eine wissenschaftliche Kuriosität. 1967 wurde in England die erste bei Raumtemperatur flüssigkristalline Verbindung aufgefunden. Im Dezember 1970 gelang dann der Durchbruch, der letztendlich zu den heutigen, überall vorhandenen Displays und Flüssigkristall-Flachbildschirmen führte. Martin Schadt und Wolfgang Helfrich, damals im Central Research Laboratory der Firma Hoffmann-La Roche tätig, meldeten das erste Patent über die "nematische Drehzelle" (TN-Zelle, Schadt-Helfrich Zelle) in der Schweiz an In Deutschland lehnte das Patentamt allerdings die Patenterteilung ab.

Die Display-Technologie hat heute ihren Schwerpunkt in Asien und USA. Ganz von Anfang an dabei war jedoch auch die Firma Merck in Darmstadt, die nach der stürmischen Entwicklung der TV-Flachbildschirme heute weltweit Marktführer in der Produktion von Flüssigkristallen ist.

Die jährlich in Deutschland stattfindende Flüssigkristall-Konferenz hat ihrerseits eine lange Tradition. Sie ist die älteste Konferenz dieser Art in der Welt. 1973 - also kurz nach der Entwicklung des "Ur"-Displays - wurde die erste Arbeitstagung in Freiburg im Breisgau, Sitz von vielen wichtigen Forschungsgruppen auf diesem Gebiet, abgehalten. Mittlerweile wechselt der Tagungsort in Deutschland von Jahr zu Jahr.

2007 freuen sich diejenigen Bayreuther Forschungsgruppen, die sich mit Flüssigkristallen beschäftigen, die Tagung auszurichten. Die lokale Organisation liegt in den Händen von Mitgliedern der DFG Forschergruppe 608 (Nichtlineare Dynamik komplexer Kontinua) und des Sonderforschungsbereichs 481 (Komplexe Makromolekül- und Hybridsysteme in inneren und äußeren Feldern): Dr. Dr,, h.c. Günter Lattermann (Makromolekulare Chemie I); Prof. Dr. Ingo Rehberg (Experimentalphysik V), Prof. Dr. Helmut Brand (Theoretische Physik III), Prof. Hans-Werner Schmidt (Makromolekulare Chemie I) und Prof. Peter Strohriegl, Makromolekulare Chemie I).

Am Mittwoch 21. März findet aus Anlass der Tagung um 20:00 Uhr ein Konzert ("Von Klassik bis Chanson") in der Spitalkirche statt, zu dem auch weitere Gäste herzlich eingeladen sind. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Tagung unter
http://www.lc-tagung.uni-bayreuth.de
Ansprechpartner:
Akademischer Direktor Dr. Dr. h.c. Günter Lattermann
Tel. 0921/55-3290
e-mail: guenter.lattermann@uni-bayreuth.de

Jürgen Abel | idw
Weitere Informationen:
http://www.lc-tagung.uni-bayreuth.de

Weitere Berichte zu: Arbeitstagung DFKG Flüssigkristall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle
21.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten
17.08.2018 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zukünftige Informationstechnologien: Wärmetransport auf der Nanoskala unter die Lupe genommen

21.08.2018 | Physik Astronomie

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics