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Gemeinsam gegen HIV und AIDS: Kompetenznetz HIV/AIDS bei EU-Konferenz in Bremen

12.03.2007
Enge Netzwerke der Forschung unverzichtbar
Kompetenznetz HIV/AIDS bei EU-Konferenz in Bremen

"Verantwortung und Partnerschaft" - unter diesem Motto treffen sich am 12. und 13. März in Bremen (Congress Centrum Bremen) zahlreiche Regierungsvertreter, Hilfsorganisationen und Wissenschaftler aus dem Bereich HIV/AIDS bei einer internationalen Konferenz unter Leitung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

Im Mittelpunkt des Programms steht das Thema Kooperation: Die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen spielt eine zentrale Rolle in der gemeinsamen Bekämpfung von HIV/AIDS. Auch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kompetenznetz HIV/AIDS (Sprecher: Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Klinik für Dermatologie und Allergologie der RUB) wird seine Ergebnisse und Erfolge zur Zusammenarbeit vorstellen und bietet sich als kompetenter Partner für den internationalen Kampf gegen die Infektionskrankheit an.

Programm in Internet

Weitere Informationen zur Konferenz und das Programm erhalten Sie im Internet unter http://www.aidsconference.de

Erschreckende Fakten

Die Fakten sind so bekannt wie erschreckend: Etwa 40 Millionen Menschen weltweit leben mit einer HIV-Infektion. Schätzungsweise 4,3 Millionen von ihnen haben sich 2006 neu mit dem Virus angesteckt. Und die Zahl der Neuinfektionen steigt - auch in Europa. Dies besagt der Statusbericht der Weltgesundheitsorganisation WHO von 2006. Ein weiteres Problem ist das Risikoverhalten, wie das "Eurobarometer zur HIV/AIDS-Prävention" (Februar 2006) zeigt, für das rund 25.000 Personen in 25 EU-Mitgliedsstaaten befragt wurden: Mit mehr als 90 Prozent wissen zwar die meisten Europäer, wie die HIV-Infektion übertragen wird. Gleichzeitig geben jedoch 48 Prozent der Befragten zu, trotz Infektionsgefahr keine Vorsichtsmaßnahmen beim Sexualverkehr zu treffen.

AIDS ist 2007 zentrales Thema der EU

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, steht das Thema seit den späten 1980er-Jahren im Blickpunkt der EU. Die deutsche Bundesregierung hat HIV/AIDS als gesundheitspolitisches Hauptthema ihrer EU-Ratspräsidentschaft 2007 gewählt. Bei der nun stattfindenden AIDS-Konferenz diskutieren die Beteiligten darüber, wie man die internationale Vernetzung im Kampf gegen HIV/AIDS organisieren und verstärken kann. Einen Beitrag hierzu liefert beispielsweise der Workshop "Netzwerke und Vernetzung der HIV/AIDS-Forschung". Auch das deutsche Kompetenznetz HIV/AIDS wird bei dieser Konferenz vor Ort sein und über die eigenen Erfahrungen und Fortschritte sowie über zukünftige Pläne der vernetzten Forschung berichten. Wie gut diese funktioniert, hat der Forschungsverbund seit seinem Start im Jahr 2002 bereits unter Beweis gestellt: Hochrangige wissenschaftliche Fachzeitschriften und internationale Kongresse haben zahlreiche Projektergebnisse veröffentlicht und präsentiert, derzeit laufen 24 wissenschaftliche Schwerpunktprojekte. Das Kompetenznetz arbeitet dabei eng mit der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) e.V. zusammen.

Patientenregister ermöglicht Kohortenstudien

Das zentrale Projekt des Kompetenznetzes HIV/AIDS ist die so genannte "Patientenkohorte" (Patientenregister), eine bundesweite Datenbank HIV-infizierter Patienten. Mit inzwischen rund 14.000 Personen in 68 Kliniken und Praxen - das macht knapp ein Drittel aller HIV-Infizierten in Deutschland aus - ist sie eine der größten HIV-Kohorten der Welt. Ein wichtiger Nutzen liegt in ihrer Unterstützung der Forschung: Viele Studien zu HIV/AIDS erfordern große Fallzahlen, die mit Hilfe des Patientenregisters leichter zu erfassen sind. So gelingt es beispielsweise, sichere Forschungsergebnisse zu erzielen, wenn Minderheiten wie infizierte Kinder im Zentrum einer Untersuchung stehen oder es um den Nachweis von Therapieerfolgen geht. Zusätzlich dient das Register auch als Modellprojekt für Staaten und Regionen, in denen die Dokumentation der HIV-Infektion gerade erst beginnt, wie z. B. in Osteuropa. Mit der Unterstützung des Kompetenznetzes können diese Länder eigene Kohorten aufbauen.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Norbert H. Brockmeyer, Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS, Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum, Gudrunstr.56, 44791 Bochum, Tel.: 0234-509 3471 und -509 3474, Fax: 0234-509 3472 und -509 3475, E-Mail: n.brockmeyer@derma.de, Internet: http://www.kompetenznetz-hiv.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.aidsconference.de
http://www.kompetenznetz-hiv.de

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