Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hypertonie 2006: Telemonitoring senkt nachweislich den Blutdruck

16.11.2006
Hypertonie 2006
30. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga
gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie
und der Schweizer Gesellschaft für Hypertonie
22.-24. November 2006, Dorint Sofitel Bayerpost München

Zu hoher Blutdruck kann sich schon allein dadurch senken, dass Patienten am so genannten Telemonitoring teilnehmen. Werden Blutdruckwerte mittels elektronischer Datenverarbeitung regelmäßig an den Hausarzt oder ein Behandlungszentrum weitergeleitet, nehmen die Patienten kontinuierlicher ihre verordneten Medikamente ein als andere und haben deshalb bessere Werte. Das erklärte Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Mengden von der Universitäts-Poliklinik Bonn im Vorfeld des 30. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga Hypertonie 2006 in München.

Schon vor zehn Jahren hat eine erste Studie bei Hochdruckpatienten, die ihre Blutdruckwerte wöchentlich per Telefon an einen Sprachcomputer übermittelten, eine statistisch bedeutsame Reduktion des unteren Blutdruckwertes, des so genannten diastolischen Blutdrucks, nachgewiesen. "Diese Reduktion war besonders ausgeprägt bei den Patienten, die zuvor als wenig behandlungstreu eingestuft waren", erläuterte PD Dr. med. Mengden. Heute gibt es modernere Möglichkeiten, mit denen Ärzte die Blutdruckselbstmessung ihrer Patienten überprüfen können. Einige Geräte haben ein integriertes Modem, das die gespeicherten Daten aufzeichnet und über eine normale Telefonleitung an ein medizinisches Kompetenzzentrum weiterleitet. Bei anderen werden die Werte über ein Mobiltelefon auf eine Online-Datenbank übertragen. Einzelne Systeme speichern auch die Ergebnisse elektronischer Waagen oder neueste EKG-Daten.

"Aktuelle Studien haben auch die Effektivität dieser Systeme unter Beweis gestellt", so Mengden. Bei den Patienten ist es zu einem signifikanten Rückgang aller Blutdruckwerte gekommen. Patienten nehmen ihre Medikamente gewissenhafter ein, so der Rückschluss der Experten, wenn ihre Werte regelmäßig von Ärzten überprüft werden. Welche Patienten jedoch besonders vom Telemonitoring profitieren und ob es dadurch zu einer Senkung von Krankenhausaufenthalten, Sterblichkeit und Kosten kommt, müssen nun weitere Versorgungs-Studien mit großen Patientenzahlen zeigen. "Aufgrund der vielversprechenden Pilotstudien auch unter Praxisbedingungen sollten insbesondere Krankenkassen beispielsweise im Rahmen der integrierten Versorgung an der Unterstützung solcher Projekte interessiert sein", so Mengden.

... mehr zu:
»TeleMonitoring

TERMINHINWEISE:

Vorab-Pressekonferenz
anlässlich des 30. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga
16. November 2006, 11.00 bis 12.00 Uhr, Haus der Kunst, Goldene Bar, München
Kongress-Pressekonferenz
anlässlich des 30. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga
22. November 2006, 13.00 bis 14.00 Uhr, Raum Haidhausen, Dorint Sofitel Bayerpost München
Pressestelle
Hypertonie 2006
Silke Jakobi
Postfach 30 11 20
D-70451 Stuttgart
Telefon: 0711 89 31-163
Fax: 0711 89 31-566
E-Mail: jakobi@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://awmf.org

Weitere Berichte zu: TeleMonitoring

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle
21.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten
17.08.2018 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zukünftige Informationstechnologien: Wärmetransport auf der Nanoskala unter die Lupe genommen

21.08.2018 | Physik Astronomie

Bedeutung des „Ozeanwetters“ für Ökosysteme

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

21.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics