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Aufbruchstimmung in der Organischen Chemie - Motor für die Lebens- und Materialwissenschaften

07.08.2006
Vom 7. bis 9. September 2006 findet in Bad Nauheim die 15. ORCHEM-Tagung statt, die von der Liebig-Vereinigung für Organische Chemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ausgerichtet wird. Wissenschaftlicher Leiter ist Professor Dr. Hans-Günther Schmalz, Universität Köln.

Thematisch wird das Spektrum der Organischen Chemie in der vollen Breite abgedeckt, mit den Schwerpunkten Biologische und Medizinische Chemie, Synthese von Naturstoffen und bioaktiven Analoga, molekulare Erkennung und supramolekulare Chemie, organische Materialien sowie Organo- und Übergangsmetallkatalyse. Es wird mit 400 bis 500 Teilnehmern gerechnet.

Als es Friedrich Wöhler 1828 gelang, eine "organische" Verbindung (Harnstoff) aus "anorganischen" Komponenten zu synthetisieren, kam dies einer wissenschaftlichen Revolution gleich. Waren doch selbst Chemiker bis dahin davon ausgegangen, dass nur die lebende Zelle in der Lage sei, organische Verbindungen zu synthetisieren. Seitdem hat sich die Organische Chemie, die sich mit Naturstoffen und anderen Kohlenstoffverbindungen befasst, rasant entwickelt. Heute begleiten uns synthetisch hergestellte organische Verbindungen auf Schritt und Tritt im Alltag, sei es als Farbstoffe, Geruchstoffe, Arzneimittel oder Kunststoffmaterialien. Die Organische Chemie ist aber nicht nur Grundlage einer bedeutenden Industrie, sie spielt darüber hinaus auch eine Schlüsselrolle im Gebäude der modernen Lebens- und Material-

wissenschaften - von der molekularen Medizin bis hin zu High-Tech-Funktionsmaterialien in LCD-Farbbildschirmen.

Seit Wöhlers Tagen genießt die Organische Chemie in Deutschland ein hohes Ansehen, und die vielfältigen Forschungsaktivitäten in Universitäten, Max Plank-Instituten und Industrielaboratorien bilden in der Summe ein riesiges Potential für wissenschaftlichen Fortschritt und technologische Innovation. Eine wichtige Vorrausetzung für eine florierende Forschungskultur ist die Diskussion und Interaktion zwischen Wissenschaftlern. Der Besuch wissenschaftlicher Tagungen ist daher gerade auch für jüngere Forscher von großer Bedeutung.

Bei der ORCHEM handelt es sich nicht um eine Spezialtagung, sondern um das "Gemeindetreffen" der Organischen Chemiker in Deutschland, an dem auch viele Diplomanden und Doktoranden teilnehmen. Das wissenschaftliche Programm umfasst u.a. fünfzehn Plenarvorträge bedeutender Wissenschafter aus dem In- und Ausland, Vorträge der beiden diesjährigen ORCHEM-Preisträger (frisch habilitierte Nachwuchswissenschaftler) sowie eine Posterausstellung mit ca. 200 ausgewählten Beiträgen.

Die Tagung wird zeigen, wie die Ergebnisse exzellenter Grundlagenforschung zu wichtigen Innovationen führen, wie beispielsweise aus der Untersuchung biologisch-chemischer Systeme Ansätze für die Entwicklung neuer Medikamente hervorgehen, oder wie aus dem Studium der Selbstorganisation von Molekülen Inspirationen zur Herstellung neuer Materialien mit faszinierenden Eigenschaften erwachsen. Wichtige Zukunftsbeiträge resultieren auch aus Forschungsarbeiten, die auf die Entwicklung hocheffizienter ("grüner") Verfahren für eine nachhaltige Bereitstellung organischer Industrieprodukte zielen. Hier wurden in den letzten Jahren großartige Fortschritte erzielt, gerade im Bereich der Katalyseforschung.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 27.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 25 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Liebig-Vereinigung für Organische Chemie mit knapp 1500 Mitgliedern. Hauptanliegen der Liebig-Vereinigung für Organische Chemie sind u.a., Forschungsrichtungen und Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Organischen Chemie anzuregen, über wesentliche Aktivitäten auf diesem Gebiet zu informieren und durch intensive Öffentlichkeitsarbeit wichtige und aktuelle Aspekte der Organischen Chemie bekannt zu machen.

Dr. Renate Hoer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

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