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Bewegung ist Leben, ihre Erforschung unsere Aufgabe

01.06.2005


Ob krabbelndes Baby, trabendes Pferd oder Marathonläufer im Endspurt: Bewegung ist ein äußerst komplexer Vorgang, der nur durch das perfekte Zusammenspiel verschiedener Organsysteme möglich wird. Die Bewegungsanalyse – sprich Movement Science - ist eine junge und extrem spannende Wissenschaftsdisziplin, die sich Mensch/Tier- und fächerübergreifend der Erforschung von Bewegungen, deren Abläufen und Steuerungsmechanismen verschrieben hat. Vertreter dieser Disziplin treffen sich vom 2.-4. Juni an der Veterinärmedizinischen Universität Wien.


Für drei Tage wird Wien zum Zentrum der Bewegungsforscher: Orthopäden, Chirurgen, Neurologen, Psychologen und Techniker werden ihre Forschungsarbeiten zum Thema Bewegungsanalyse vorstellen und diskutieren. Die Arbeitsgruppe "Movement Science Vienna" der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist Gastgeber für 150 Wissenschaftler aus dem Bereich der Bewegungsanalyse, die sich vom 2.- 4. Juni zum Gedankenaustausch in Wien treffen.

Ziele der Konferenz


Die Konferenz soll Forschern, vor allem aus Europa, die Möglichkeit bieten, ihre neuesten Ergebnisse und Erkenntnisse einem internationalen, interdisziplinären Publikum zu präsentieren. Ziel dieser fächerübergreifenden Diskussionen soll einerseits die Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit, andererseits die Entwicklung besser aufeinander abgestimmte Verfahren und Modelle der Bewegungsfor­schung sein. Der Schwerpunkt soll hier auf der menschlichen Bewegung liegen, aber auch Beiträge aus anderen Gebieten wie zum Beispiel Bewegungsforschung von Tieren oder Robotern sind geplant.

Praktische Erwartungen und Ausblicke

Bewegung ist komplex und in ihrer Perfektion derzeit auch für die Wissenschaft nicht lückenlos nachvollziehbar. Die Erwartungen an die "Movement Scientists" sind hoch. Psychologen fragen sich nach dem Erlernen von Bewegungen (sequentielles Lernen), wichtig in der Individualentwicklung aber auch in der erfolgreichen Rehabilitation z.B. von Unfallopfern, Schlaganfallpatienten.

Sportmediziner versuchen optimale Trainingsmethoden für Bewegungsabläufe zu entwickeln, um die Technik von Athleten zu perfektionieren. Ingenieure widmen sich der Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse, die beispielsweise in der Entwicklung von intelligenten Prothesen liegen kann. Ein weiteres Feld: Robotik. Die Bewegungen von Robotern sind zwar jenen von lebenden Organismen nachempfunden, doch fehlt es an Bewegungsperfektion: Schwebephasen werden vermieden, Beuger und Strecker gleichzeitig aktiviert, das Wissen über die Bewegungssteuerung fehlt.

Forscher der "Movement Science Vienna" der Veterinärmedizinischen Universität Wien analysieren Bewegungsmuster bei Pferden und Hunden und setzen auf die Entwicklung einer Früherkennungsmethode zur Erkennung von Scrapie beim Schaf (BSE-ähnliche Erkrankung bei Schafen).

Dr. Christian Peham | Veterinärmedizinischen Universit
Weitere Informationen:
http://www.vu-wien.ac.at

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