Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationales Forschungssymposium über neue Ergebnisse aus der Röntgenastronomie

18.02.2004


Vom 23. bis 25. Februar veranstaltet das Institut für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen unter der Leitung von Prof. Klaus Werner und Dr. Eckhard Kendziorra ein internationales Forschungssymposium zu "Themen aus der Röntgenastronomie" anlässlich des 65. Geburtstags von Prof. Rüdiger Staubert. An der Konferenz werden 75 Wissenschaftler aus 12 Ländern teilnehmen. Die Vortragsthemen umfassen neueste Erkenntnisse der Röntgenastronomie und behandeln zukünftige Weltraumprojekte. Die Tagung wird eingeleitet mit einem Vortrag des ehemaligen Direktors des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik (Garching), Prof. Dr. Joachim Trümper, der in den Jahren 1971-1975 Direktor des Tübinger Astronomischen Instituts war. Er wird über die Anfänge der Röntgenastronomie in Deutschland sprechen.



Die Röntgenastronomie ist ein sich stürmisch entwickelnder Zweig in der ohnehin sich sehr dynamisch entwickelnden astrophysikalischen Forschung. Dafür ist der erfolgreiche Bau neuer großer Teleskope und hochempfindlicher Detektoren verantwortlich. Neue geplante Projekte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der ESA und der NASA lassen erkennen, dass die "goldene Zeit" der Röntgenastronomie noch viele Jahre fortdauern wird.



Rüdiger Staubert ist seit 1976 Leiter der Arbeitsgruppe für Röntgenastronomie des Instituts für Astronomie und Astrophysik und derzeit Institutsdirektor. Unter seiner Führung war die Arbeitsgruppe erfolgreich am Bau von Elektronik-Komponenten für zahlreichen internationale Weltraumteleskope, die den Himmel im Röntgen- und Gamma-Licht beobachteten (EXOSAT, MIR-Hexe, ROSAT), beteiligt. Auch die derzeit erfolgreich arbeitenden Teleskope der europäischen Raumfahrtbehörde (ESA), XMM-Newton und INTEGRAL, fliegen mit digitaler Elektronik, die auch im Tübinger Institut entwickelt und gebaut wurde. Bei den kosmischen Röntgenquellen handelt es sich um Objekte, bei denen physikalische Prozesse bei höchsten Energien stattfinden. Oft handelt es sich um Materie, die auf Neutronensterne oder schwarze Löcher in Doppelsternsystemen stürzt oder gar auf extrem massereiche schwarze Löcher in den Zentren aktiver Galaxien. Die Arbeitsgruppe von Prof. Staubert ist sehr erfolgreich an der Auswertung der Beobachtungsdaten von solchen Objekten beteiligt.


Kontakt:

Prof. Dr. Klaus Werner: (07071) 2978601, werner@astro.uni-tuebingen.de
Dr. Eckhard Kendziorra: (07071) 2976127, kendziorra@astro.uni-tuebingen.de

Institut für Astronomie und Astrophysik, Abteilung Astronomie
Sand 1, 72076 Tübingen

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://astro.uni-tuebingen.de/staubert65

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte
13.07.2018 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics