Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konferenz "Challenges for Quality of Life in the Contemporary World"

21.07.2003


Fragen der Lebensqualität stehen im Mittelpunkt der Diskussionen dieser viertägigen Tagung.


Lebensqualität ist ein Begriff, der im 20. Jahrhundert an Bedeutung gewonnen hat - als Definition gesellschaft- licher Zielvorstellungen und Leitbegriff für individuelles Wohlbefinden. Der Terminus "quality of life" findet sich erstmals im Jahr 1920 in den "Economics of welfare" des Ökonomen Cecil Pigou. Der Begriff entwickelte sich vor allem in den Sozialwissenschaften zu einem Konzept, das in Kontrast zum (quantitativen) Wirtschaftswachstum gebraucht wurde.

Eine öffentliche Veranstaltung am Montag, den 21. Juli um 20 Uhr mit zwei Vorträgen, die sich mit individueller Lebenszufriedenheit und Lebensqualität beschäftigen, bilden einen ersten Höhepunkt. Richard Easterlin (Los Angeles/USA) resümiert langjährige Erfahrungen der Zufriedenheitsforschung unter der Frage ’Können wir Lebenszufriedenheit produzieren? Er spürt den Gestal- tungsmöglichkeiten und Grenzen von subjektivem Wohlbefinden nach. Maria Angeles Duràn (Madrid/ Spanien) befasst sich mit einer speziellen Lebensphase, die unvermeidlich zum Leben gehört: "Die Qualität des Sterbens als Komponente der Qualität des Lebens". Diese Problemstellung schließt an einen Zweig der medizinisch orientierten Lebensqualitätsforschung an, bei dem die Aufrechterhaltung einer gewissen Lebensqualität trotz Erkrankungen im Vordergrund steht.


In Kontrast zu derartigen individuellen Perspektiven stehen mehrere Veranstaltungen, die sich aus weltweiter Perspektive mit der Entwicklung der Lebensqualität befassen. Richard Estes (Philadelphia/USA) analysiert die "Soziale Entwicklung der Welt". Anhand von Zeitreihen objektiver Indikatoren stellt er Profile der Entwicklung von Nationen und Kontinenten vor. Die bedeutendste Sammlung von weltweiten Daten zum Glücksempfinden (World Database of Happiness) hat Ruut Veenhoven (Rotterdam/Niederlande) aufgebaut und sie für vielfältige international vergleichende Analysen genutzt. In diesen Zusammenhang gehören auch die Aktivitäten von Robert Cummins (Melbourne/Autralien), der als Erfinder und Vertreter des International Well-Being-Index dazu beiträgt, dass eine gewisse Vereinheitlichung bei den weltweiten Erhebungen zum Wohlbefinden erfolgt.

Grundsätzlichen Charakter haben die Beiträge zur Messung von Lebensqualität in der Eröffnungsveranstaltung am Sonntagabend: Valerie Møller (Grahamstown/ Südafrika) befasst sich mit Lebensqualität in Gesellschaften, die - wie ihr Heimatland Südafrika - interne Spaltungen aufweisen. Kenneth Land (Durham/USA) geht auf die Problematik der Indexkonstruktion ein - die Frage, wie man bei einer Vielzahl von Problemdimensionen der Lebensqualität auf vernünftige Weise eine einzelne zusammenfassende Kennziffer ableiten kann.

Der Beitrag vieler anderer Lebensbereiche zur Lebensqualität steht in weiteren Veranstaltungen zur Debatte: so insbesondere die Bedeutung von Familie und sozialen Netzwerken. Und auch der Stellenwert von Lebensereignissen für die wahrgenommene Lebensqualität wird thematisiert. Letztlich werden auch die Zukunftsperspektiven der Lebensqualitätsforschung im weltweiten Zusammenhang diskutiert.

Die Frankfurter Konferenz wird von der "International Society for Quality of Life Studies" veranstaltet; einer von drei Internationalen Vereinigungen zur Lebensqualitätsforschung.

Kontakt:

Prof. Wolfgang Glatzer
Tel.: 069 - 798-23584, Fax: - 798-28026
E-Mail: glatzer@soz.uni-frankfurt.de

Dr. Ralf Breyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.qualityoflife-2003.de
http://www.uni-frankfurt.de

Weitere Berichte zu: Lebensqualität Lebensqualitätsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019
21.03.2019 | Hochschule Magdeburg-Stendal

nachricht Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen
21.03.2019 | Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zähmung der Lichtschraube

22.03.2019 | Physik Astronomie

Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten

22.03.2019 | HANNOVER MESSE

Ketten aus Stickstoff direkt erzeugt

22.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics