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Laufmaschinen

25.06.2003


Deutschland ist, zusammen mit den USA und Japan, führend im Bereich der Entwicklung biologienaher laufender Roboter. Dies geht auf eine intensive Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft zurück. Die neuesten Ergebnisse einer sechsjährigen Förderperiode werden jetzt auf der Tagung "Laufmaschinen" im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld vom 3. bis 5. Juli unter der Leitung von Holk Cruse (Bielefeld) und Friedrich Pfeiffer (München) vorgestellt.



Die Entwicklung von Robotern, die sich auf Beinen fortbewegen, steckt, anders als wir es in Science Fiction-Filmen sehen, noch ganz in den Anfängen. Der Unterschied zu Tieren, "biologischen Laufmaschinen", ist noch gewaltig. Die Kooperation zwischen Biologen und Ingenieuren ist ein zentrales Merkmal dieser Forschung, in der Kenntnisse aus der Biologie auf die Technik übertragen werden, bei der aber auch Biologen von den Ingenieuren lernen. Zur Zeit werden Fragen folgender Art bearbeitet: wie werden die Beine sinnvoll auch dann koordiniert, wenn unerwartete Hindernisse oder Löcher im Boden auftauchen? Wie wird durch geeignete Beinkonstruktion und intelligente Kontrolle die Energie optimiert?

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Auf der ZiF-Tagung "Walking Machines, Biological and Artificial Systems" wird mit international führenden Wissenschaftlern auch diskutiert, welche Probleme in nächster Zukunft anstehen: Hierbei wird daran gedacht, den derzeit nur reflexartig kontrollierten Robotern auch Planungsfähigkeit beizubringen, so dass sie sich auch in komplizierter Umgebung zurechtfinden können.

Im Anschluss an die ZiF-Laufmaschinen-Tagung findet am 5. Juli zwischen 9.30 und 13.00 Uhr im ZiF ein "Tag der offenen Tür" statt. An diesem Tag wird der aktuelle Entwicklungsstand im Bereich laufender Roboter dargestellt. Mehrere Roboter werden live auftreten: der zweibeinige Roboter Johnnie, der vierbeinige Bisam, die sechsbeinigen Lauron, AirBug und Tarry sowie der achtbeinige Scorpion. Je weniger Beine desto größer ist das Problem, das Gleichgewicht zu halten. (Laufen ist kontrolliertes Fallen.?) Johnnie hat das Problem so gut gelöst, dass er der derzeit schnellste gehende Roboter der Welt ist.

Weitere Informationen: www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/ 2003/07-03-Cruse.html. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung: Prof. Dr. Holk Cruse, Telefon 0521/106 5533; Holk.Cruse@uni-bielefeld.de, ZiF-Tagungsbüro Telefon 0521/106 2768.

Pressemitteilung Nr. 106/2003
Universität Bielefeld
Informations- und Pressestelle
Dr. Gerhard Trott
Telefon: 0521/106-4145/4146
Fax: 0521/106-2964
E-Mail: gerhard.trott@uni-bielefeld.de

Dr. Gerhard Trott | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2003/07-03-Cruse.html
http://www.uni-bielefeld.de

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