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Neue Lösungen für komplexe Klebeverbindungen

11.02.2003


Kleben im Fahrzeugbau und im Bauwesen sind zwei Schwerpunkte des Kolloquiums „Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik“, das zum dritten Mal am 18. und 19. Februar 2003 im Düsseldorfer Stahl-Zentrum stattfindet.



Wo gleichzeitig unterschiedliche Materialien verbunden, der Schall gedämmt und Gewicht gespart werden soll, ist das Kleben meist die Fügetechnik der Wahl. Beim Bau eines Autos werden heute bis zu 18 Kilogramm Kleber verarbeitet. Die vier Veranstalter, die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, die Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren, die Studiengesellschaft Stahlanwendung und die Forschungvereinigung Automobiltechnik, kooperieren unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF).



Rund 50 Unternehmen und ein Dutzend Forschungsinstitute engagieren sich auf dem Gebiet der Klebtechnik, vor allem in den Bereichen Chemieanlagen, Fahrzeugbau und Stahlbaukonstruktionen. Durch die Präsentation zahlreicher Forschungsergebnisse sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit erhalten, sich an laufenden Projekten zu beteiligen und geplante Vorhaben mitzugestalten.

Im vergangenen Jahr ging das erste gemeinsame Forschungprojekt der vier AiF-Forschungsvereinigungen zur Klebtechnik mit dem Thema „Methodenentwicklung zur Berechnung und Auslegung geklebter Stahlbauteile für den Fahrzeugbau“ an den Start. Gerade im Fahrzeugbau ist im Vergleich zu anderen Fügetechniken das Kleben wegen des hohen Automatisierungsgrades und wegen der speziellen Art der Abdichtung von Fügenähten als besonders wirtschaftliches Verfahren anerkannt. Klebungen erlauben im Fahrzeugbau bei unveränderter Karosseriesteifigkeit eine Verbesserung der Crashperformance bei gleichzeitiger Verminderung des Fahrzeuggewichts. Damit ebnet das Kleben im Fahrzeugbau den Weg zum verstärkten Einsatz von Leichtbauwerkstoffen wie hochfesten Stählen und zu Kombinationen mit Leichtmetallen und polymeren Werkstoffen.

Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen des AiF-Förderprogramms „Zukunftstechnologien für kleine und mittlere Unternehmen“ (ZUTECH) realisiert. Die AiF hat ZUTECH als Erweiterung der industriellen Gemeinschaftsforschung entwickelt, um die branchenübergreifende Zusammenarbeit zu Gunsten der mittelständischen Wirtschaft anzuregen. Bedingung für eine ZUTECH-Förderung ist die herausragende wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Forschungsvorhaben.

Die AiF als Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wirtschaft ist Träger der branchenweiten industriellen Gemeinschaftsforschung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gefördert wird. Außerdem fungiert sie als Projektträger des Bundes für mehrere firmenspezifische und Fachhochschul-orientierte Förderprogramme. Insgesamt vergibt die AiF knapp eine viertel Mrd. € öffentliche Mittel pro Jahr.


Ansprechpartner:

Dr. Klaus Middeldorf
Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren des DVS
Tel.: 0211 1591-179
E-Mail: klaus.middeldorf@dvs-hg.de

Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen
"Otto von Guericke" e.V. (AiF)
Hauptgeschäftsstelle
Bayenthalgürtel 23, 50968 Köln
Tel.: 0221 - 37680-55
Fax: 0221 - 37680-27
E-Mail: presse@aif.de

Silvia Behr | AiF
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

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