Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einladung Wiss. Symposium Autoantibodies Directed Against G-Protein Coupled Receptors - From Target

19.12.2002


Wissenschaftliches Symposium "Autoantibodies Directed Against G-Protein Coupled Receptors - From Target to Therapy" Max Delbrück Communications Center, Freitag, 31. Januar 2002, 10.00 - 18.45 Uhr

... mehr zu:
»Autoantikörper

Eine der wichtigsten Kontrollstellen für die Weiterleitung von Signalen in das Zellinnere sind so genannte G-Proteine. Diese Eiweißmoleküle sind molekulare Schalter, die unmittelbar unter der Zellmembran liegen. Sie entscheiden, ob ein Signal, zum Beispiel ein Hormon, stimulierend oder hemmend auf die Zelle wirkt. Bevor das Hormon jedoch in das Zellinnere gelangt, muss es an der Außenseite der Zellmembran an einen Eiweißkörper, einen Rezeptor, binden. Rezeptoren, die mit G-Proteinen verbunden sind, werden als G-Protein gekoppelte Rezeptoren bezeichnet. Die Wissenschaft kennt heute hunderte solcher Rezeptoren. Viele davon spielen im Herz-Kreislauf-System eine Rolle, darunter zum Beispiel auch die Rezeptoren für das Stresshormon Adrenalin.

Nicht nur Hormone können G-Protein gekoppelte Rezeptoren aktivieren, sondern auch Autoantikörper (griech. Autos: eigen), das sind Eiweißmoleküle des Immunsystems, die sich gegen den eigenen Organismus richten. 1987 entdeckte Dr. Gerd Wallukat, Forschungsgruppenleiter am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, die krankmachende Rolle solcher Autoantikörper im Herz-Kreislauf-System. Seit 15 Jahren erforschen Wissenschaftler im In- und Ausland die Rolle von Autoantikörpern etwa bei der Abstoßung von Nierentransplantaten, verschiedenen schweren Formen des Bluthochdrucks oder der Herzmuskelentzündung. FürPatienten mit einer schweren Form der chronischen Herzmuskelschwäche (Dilatative Kardiomyopathie) konnte Dr. Wallukat zusammen mit Dr. Johannes Müller (Deutsches Herzzentrum Berlin) und Medizintechnikern der Berliner Affina Immuntechnik GmbH bereits eine Blutwäsche entwickeln, die schädigende Autoantikörper aus dem Blut filtert.


Autoantikörper, die G-Protein gekoppelte Rezeptoren aktivieren und Krankheiten auslösen können, stehen im Mittelpunkte eines internationalen wissenschaftlichen Symposiums zum 60. Geburtstag von Dr. Wallukat, auf dem auch die neuesten Entwicklungen von Therapien diskutiert werden.

Sprecher werden unter anderem sein: Prof. Johan Hoebeke von der Universität Straßburg/Frankreich, Prof. Friedrich Luft (Franz-Volhard-Klinik für Herz-Kreislauf-Krankheiten der Charité/Helios Klinikum Berlin), Prof. Ernst-Georg Krause (MDC) sowie Prof. Roland Hetzer vom Deutschen Herzzentrum Berlin.

Das Symposium in Berlin-Buch wird von der Charité, dem Helios Klinikum Berlin, dem MDC und der Affina Immuntechnik GmbH unterstützt.

Barbara Bachtler | idw
Weitere Informationen:
http://www.affina.de/05aktuell/flyer.pdf
http://www.mdc-berlin.de/ueber_das_mdc/adresse/index.htm

Weitere Berichte zu: Autoantikörper

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte
13.07.2018 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics