Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Junge Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät stellen ihre Forschungsergebnisse vor

28.11.2002


Im Rahmen des "Dies academicus 2002" berichten 20 junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen über die Ergebnisse ihrer im Jahre 2002 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Freistaat Sachsen geförderten Forschungsarbeiten.



Zeit: 2. 12. 2002, Beginn: 9.00 Uhr Ort: Hörsaal Innere Medizin, Johannisallee 30



Im Ergebnis der Ausschreibung "Verbesserung der Leistungsfähigkeit der klinischen Forschung an den medizinischen Fakultäten der neuen Bundesländer einschließlich Berlin (Charité)" wurden 2002 15 ausgewählte Projekte des 1. Forschungsprogramms der Medizinischen Fakultät Leipzig (formel.1-Programm) in Schwerpunktgebieten der Zell- und Krebsforschung sowie der medizinischen Psychologie mit bis zu je 50.000 ? gefördert.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Sie tragen dazu bei, dass Wissen der Mediziner um Entstehung und Behandlung einiger Krankheiten zu bereichern. Einiges fließt unmittelbar in die Behandlung von Patienten bzw. in Betreuungskonzepte von Schwerkranken ein. So konnte Dr. Gabriele Wilz, Selbständige Abteilung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie in Zusammenarbeit mit Prof. Yves von Cramon, Direktor der Tagesklinik für kognitive Neurologie ein Beratungs- und Interventionskonzept für Ehepartner von Schlaganfallpatienten konzipieren, das gegenwärtig umgesetzt wird.

Dr. Wilz und Prof. Cramon befragten Schlaganfallpatienten und ihre Ehepartner nach Beeinträchtigungen des physischen und psychischen Befindens, der Lebensqualität sowie der Verarbeitung ihrer Krankheit. Die Mehrzahl der befragten Patienten berichtet über gravierende Beeinträchtigungen des emotionalen Befindens und der Lebensqualität bis hin zur Depression. Bei Ehepartnern von Schlaganfallpatienten mit mittleren bis schweren Beeinträchtigungen wurden gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität festgestellt. In dieser Gruppe lagen die Werte für die Belastungsmaße Ängstlichkeit, Depressivität und Körperbeschwerden verglichen mit der Allgemeinbevölkerung im klinisch auffälligen Bereich. Eine Beeinträchtigung in hohem Maßstab erwies sich auch in puncto Lebensqualität. Noch Jahre nach der stationären Rehabilitation sind diese Belastungen nachweisbar. Mit dem neuen Beratungs- und Interventionskonzept soll die notwendige professionelle Unterstützung für die Betroffenen gewährleistet werden.

Neben der finanziellen Förderung für Forschungsvorhaben erhielten im Rotationsstellenprogramm fünf Ärzte, die in Kliniken ihr Weiterbildungsprogramm absolvieren, die Möglichkeit, für ein Jahr im Rahmen eines konkreten Forschungsprojektes in einem theoretisch-klinischen oder theoretischen Institut zu arbeiten, dort moderne Forschungsmethoden zu erlernen, um diese künftig bei Forschungen in ihrer Klinik zu nutzen. Damit soll die Forschungszusammenarbeit zwischen den Instituten und Kliniken der Medizinischen Fakultät gestärkt werden.

Am 30. und 31. Januar 2003 werden in Berlin Vertreter aller medizinischen Fakultäten der neuen Bundesländer über Erfahrungen und Verbesserungsmöglichkeiten bei der Umsetzung dieses Förderprogrammes beraten. In den beiden nächsten Jahren stellt das BMBF an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig Fördermittel in gleicher Höhe zur Nachwuchsförderung bereit.
Auskünfte erteilt:
Dr. Detlef Müller
Telefon: 0341 97-15998
E-Mail: muedet@medizin.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/dez6/v_dies.html

Weitere Berichte zu: Lebensqualität Psychologie Schlaganfallpatient

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm
18.09.2018 | Universität Ulm

nachricht Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung
18.09.2018 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Im Focus: Schaltung des Stromflusses auf atomarer Skala

Forscher aus Augsburg, Trondheim und Zürich weisen gleichrichtende Eigenschaften von Grenzflächenkontakten im ferroelektrischen Halbleiter nach.

Die Grenzflächen zwischen zwei elektrisch unterschiedlich polarisierten Bereichen im Festkörper werden als ferroelektrische Domänenwände bezeichnet. In der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

18.09.2018 | Veranstaltungen

Studierende organisieren internationalen Wettbewerb für zukünftige Flugzeuge

17.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Auf der InnoTrans 2018 mit innovativen Lösungen für den Güter- und Personenverkehr

18.09.2018 | Messenachrichten

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

18.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics