Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF-Preis für Medizintechnik verliehen

20.11.2002


Wettbewerbsbeiträge mit Schwerpunkt in Herz- und Intensivmedizin.



Beim diesjährigen Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) haben sich vor allem Beiträge zur Herz- und Intensivmedizin durchgesetzt. Unter den elf Preisträgern ist unter anderem ein Team Jenaer Wissenschaftler, die eine Herzklappenprothese entwickeln. Das BMBF fördert die am Mittwoch auf der Messe MEDICA 2002 in Düsseldorf ausgezeichneten Siegerinnen und Sieger mit insgesamt zwei Millionen Euro Preisgeld. Mit dem Geld sollen die Projekte marktreif gemacht werden und Deutschland seine weltweit bedeutende Stellung in der Medizintechnik ausbauen. An dem Wettbewerb beteiligten sich 145 Bewerberinnen und Bewerber, die von einer international besetzten Expertenjury bewertet wurden.



Neben den Jenaer Herzmedizinern wurden Aachener Forscher ausgezeichnet, die eine Methode entwickeln, mit der Operationen am schlagenden Herzen vereinfacht werden. Dabei steuert der Chirurg per Fußpedal den Herzschlag des Patienten und sorgt für kurzfristige Ruhe im Operationsfeld. Ein angeschlossenes Miniatur-Pumpsystem übernimmt während der Pausen den Bluttransport.

Gleich zwei ausgezeichnete Projekte - aus Düsseldorf und Aachen - beschäftigen sich mit der Beatmung von Intensivpatienten. Zielgruppe sind Patienten mit akutem Lungenversagen, bei denen die maschinelle Beatmung nicht mehr greift. In der Unfallmedizin setzte sich ein Projekt durch, mit dem Schleudertraumen besser als bisher zu diagnostizieren sind. Ein neues Verfahren für den schnellen Nachweis von Drogenmissbrauch speziell für die Notfall- und Arbeitsmedizin entwickelt das Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik gemeinsam mit zwei mittelständischen Unternehmen. Die Universitäten Kaiserslautern und Tübingen bilden ein Team, um Blutgruppen und weitere wichtige Eigenschaften des Blutes zukünftig schnell und vor Ort - beispielsweise schon im Krankenwagen oder beim Hausarzt - zuverlässig zu erkennen.

Dem Augenleiden der "aggressiven Makuladegeneration", das insbesondere bei älteren Menschen auftritt und zur Erblindung führt, haben Forscher aus Lübeck und Jena den Kampf angesagt. Eine Marburger Arbeitsgruppe will Epilepsieanfälle mit Hilfe eines implantierten Frühwarnsystems schneller erkennen und über einen Impuls sofort stoppen. Eine implantierbare Kunstharnblase für Patienten, die etwa durch Krebs ihre Blase verloren haben, entwickeln Wissenschaftler aus München und Lübeck. Diese soll in spätestens drei Jahren den Betroffenen zur Verfügung stehen.

Am Messestand des Ministeriums in Halle 3, F 73 finden die Besucher innovative Projektbeispiele aus der medizinischen Forschung. Darüber hinaus können sie dort Experten zum Patentrecht und zu Fördermöglichkeiten ansprechen.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/aktuelles/Innowett_Gewinner
http://www.bmbf.de/210_5105.html

Weitere Berichte zu: BMBF-Preis Intensivmedizin Medizintechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics