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Wissenschafts-Pressekonferenz Berlin

31.10.2002


Kunststück Innovation – Wie wird Deutschland wieder wettbewerbsfähig?



Prof. Hans-Jörg Bullinger, neuer Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, kommt am 5. November zur Wissenschafts-Pressekonferenz nach Berlin, um über die Bedeutung von Innovationen für den Standort Deutschland zu sprechen. Anhaltende Wirtschaftskrise und beschleunigter Strukturwandel machen uns täglich schmerzlich bewußt: noch nie waren Innovationen so wertvoll wie heute.



Doch warum tun wir uns so schwer mit der Erneuerung: Sind wir zu satt, zu träge, zu unbeweglich geworden? Sind wir in eine Institutionenmatrix verstrickt, die jeden kleinen Aufbruch blockiert? Brauchen wir ein schockartiges Erlebnis, um aufzuwachen? Reicht das katastrophale Abschneiden in fast allen internationalen Vergleichen nicht aus?

Ein starkes und vitales Innovationssystem ist der Schlüssel für den Erfolg in globalen Märkten. Eine Exportnation wie Deutschland kann nur Beschäftigung und Wohlstand sichern, wenn ihre Produkte auf den Weltmärkten konkurrenzfähig sind. Der Preiswettbewerb mit Ländern wie Singapur, Korea, Taiwan oder Ungarn ist nicht zu gewinnen. Da bleibt nur eine Alternative: Ständig neue, bessere Produkte in den Markt einzuführen. »Vorsprung durch Technik« erreicht man nicht durch ein bloßes Hinterherrennen, sondern durch Überholen auf neuen Wegen.

Doch Innovationsprozesse sind zäh, langwierig und riskant. Einfallsreichtum genügt nicht, entscheidender ist das rasche und konsequente Umsetzen in marktfähige Produkte. Wenn eine Innovation glückt, erscheint das häufig als »Kunststück«. »Es ist aber eine Kunst, die man erlernen kann«, gibt der Technologiemanager Bullinger zu bedenken. Wenn sich Phantasie mit Mut und Können verbindet, gelingt es, Neues in die Welt zu bringen.

Prof. Hans-Jörg Bullinger hat gemeinsam mit Prof. Hans-Jürgen Warnecke das Buch »Kunststück Innovation – Praxisbeispiele aus der Fraunhofer-Gesellschaft« herausgegeben. In dieser Neuerscheinung geben international anerkannte Experten der Fraunhofer-Gesellschaft einen Einblick in ein breites Spektrum unterschiedlicher Innovationsprozesse. Sie zeigen, wie vielfältig und intensiv angewandte Forschung als Motor für Innovationen und Technologietransfer zur Stärkung des Standorts wirkt. Alle Teilnehmer der Pressekonferenz erhalten ein Exemplar des aktuellen Buches.

Der Innovationsdruck wird immer höher, die Fragen werden immer drängender: Sind wir nicht mehr kreativ genug? Oder fehlt der Mut Neues zu wagen? Warum verschwinden so viele Erfindungen in den Archiven der Patentämter? Was zeichnet erfolgreiche Innovatoren aus? Kann man Innovationen systematisch entwickeln? Wie erzeugt man eine Innovationskultur? Prof. Bullinger wird versuchen, Wege aus der Innovationskrise aufzuzeigen.

Dienstag, 5. November 2002, 13.30 – 14.30 Uhr, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22 / 23, 10117 Berlin, Konferenzraum 1, 1. Stock

Bitte melden Sie sich per Fax oder E-mail an, damit wir besser planen können. Wenn Sie Material- oder Interviewwünsche haben, rufen Sie uns einfach an: Telefon: 089-1205-533, Fax: -713, E-mail: presse@zv.fraunhofer.de

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Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

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Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

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