Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Institut Arbeit und Technik auf der Euregia in Leipzig präsentiert neue Konzepte der Wirtschaftsförderung

30.10.2002


Institut Arbeit und Technik präsentiert "Wirtschaftsförderung als wissensbasierte Dienstleistung" auf der Euregia - Regionalentwicklung in Europa - vom 30. Oktober bis 2. November in Leipzig



In Zeiten leerer Kassen wird für die Kommunen auch die Wirtschaftsförderung immer schwieriger. Statt auf Subventionen zur Ankurbelung der Wirtschaft setzen die Wirtschaftsförderer deshalb zunehmend auf Wissen und Erfahrung, um ihren Standort gezielt zu entwickeln. Ziel ist, sich mit einem eigenständigen Profil von anderen Regionen abzugrenzen und vorhandene Stärken zu nutzen. Wirtschaftsförderung wird so zur "wissensbasierten Dienstleistung" und die Ressourcen der Wirtschaftsförderung werden dabei optimal. Das ist auch Titel eines vom Bundesbildungsministerium (bmb+f) geförderten Forschungsprojektes, für das das Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) Konzepte und erste Ansatzpunkte für die Praxis entwickelt.



Will die Wirtschaftsförderung "Wissen als Standortfaktor" nutzen, reicht es nicht aus, Informationen über Grundstücke, Infrastrukturen und Bildungseinrichtungen in Datenbanken zu sammeln. Vielmehr geht es darum, profundes Wissen über regionale Märkte und Zulieferungsstrukturen, Forschungskooperationen, unternehmensbezogene Dienstleistungen, lokale und regionale Innovationspotenziale auf den Kunden zugeschnitten anwenden zu können. Es geht um die Fähigkeit, das enorme vorhandene Wissen sinnvoll zu nutzen und in Interaktion untereinander weiter zu entwickeln - also zu lernen.

Wie kann "Wirtschaftsförderung als wissensbasierte Dienstleistung" strategisch ausgerichtet werden? Die Wirtschaftsförderer müssen überlegen, welche Innovationsschwerpunkte in ihrer Stadt, in ihrer Region eine Leitbildfunktion übernehmen können. Was sind die besonderen Kompetenzen eines Standortes? Das kann modernste High-Technology in den neuen Zukunftsbranchen sein, aber auch ein gut ausgebildetes Arbeitskräftepotenzial z.B. in Elektronikberufen oder Metallbearbeitung kann dazu zählen. Weiter stellt sich die Frage nach generellen Trends, von denen der Standort profitieren kann. Die Wirtschaftsförderung ist strategisch danach auszurichten, und die Potenziale sind dementsprechend weiterzuentwickeln, wobei die Ressourcen Wissen und Kommunikation eine wesentliche Rolle spielen. Wichtig sind und bleiben generelle Standortvoraussetzungen - die Lebensqualität einer Stadt oder Region.

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Wirtschaftsförderung als wissensbasierte Dienstleistung" wird ein strategisches Konzept von Wirtschaftsförderung mit dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien verknüpft werden. In Zusammenarbeit mit der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen wird das Konzept in der Praxis erprobt.

Die Abteilung Industrieentwicklung des IAT hat bereits in mehreren Projekten den Clusteransatz als strategisches Konzept zur Neuorientierung einer umfassenden Wirtschaftsförderung eingesetzt. Seit 1996 wurden für die Wirtschaftsförderungen der Städte Köln, Dortmund, Gelsenkirchen, Herten sowie für die Regionen Regio Rheinland und Ostwestfalen Lippe Clusterprojekte bearbeitet. Sie alle hatten zum Ziel, Potenziale am Standort herauszuarbeiten, die als Basis für die Entwicklung von Produktions-Clustern wirken können und erste Impulse geben.

Die Abteilung Industrieentwicklung und Teile der Abteilung Produktionssysteme am IAT werden demnächst zu dem Forschungsschwerpunkt Innovative Räume verschmelzen. Es geht bei dem neuen Forschungsschwerpunkt darum, Räume als Orte zu verstehen, in denen soziale und ökonomische Transaktionen in verdichteter Form stattfinden. Dabei bezieht sich der Raumbegriff sowohl auf Räume mit realen Standorten, z.B. Städte und Regionen, als auch auf nicht verortbare Räume wie Netzwerke oder Communities im World-Wide-Web. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Fragestellung, welche Räume unter welchen Voraussetzungen Innovationen hervorbringen, wobei der Innovationsbegriff sehr breit verstanden wird und sich nicht auf das Hervorbringen technischer Innovationen beschränkt. Gerne stellen wir unsere Ideen dazu auf der Messe vor und diskutieren sie mit interessierten Messebesucherinnen und -besuchern.

Für weitere Fragen steht
Ihnen zur Verfügung:

Stefan Gärtner
Telefon: 0209-1707-164

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.wibad.de
http://iat-info.iatge.de

Weitere Berichte zu: Euregia Wirtschaftsförderung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte
10.12.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Fachforum über intelligente Datenanalyse
10.12.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode verpasst Mikroskop einen Auflösungsschub

Verspiegelte Objektträger ermöglichen jetzt deutlich schärfere Bilder / 20fach bessere Auflösung als ein gewöhnliches Lichtmikroskop - Zwei Forschungsteams der Universität Würzburg haben dem Hochleistungs-Lichtmikroskop einen Auflösungsschub verpasst. Dazu bedampften sie den Glasträger, auf dem das beobachtete Objekt liegt, mit maßgeschneiderten biokompatiblen Nanoschichten, die einen „Spiegeleffekt“ bewirken. Mit dieser einfachen Methode konnten sie die Bildauflösung signifikant erhöhen und einzelne Molekülkomplexe auflösen, die sich mit einem normalen Lichtmikroskop nicht abbilden lassen. Die Studie wurde in der NATURE Zeitschrift „Light: Science and Applications“ veröffentlicht.

Die Schärfe von Lichtmikroskopen ist aus physikalischen Gründen begrenzt: Strukturen, die näher beieinander liegen als 0,2 tausendstel Millimeter, verschwimmen...

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Im Focus: Drei Komponenten auf einem Chip

Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT gelingt wichtige Weiterentwicklung auf dem Weg zum Quantencomputer

Quantencomputer sollen bestimmte Rechenprobleme einmal sehr viel schneller lösen können als ein klassischer Computer. Einer der vielversprechendsten Ansätze...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungen

Fachforum über intelligente Datenanalyse

10.12.2018 | Veranstaltungen

Plastics Economy Investor Forum: Treffpunkt für Innovationen

10.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Klein und vielseitig: Schlüsselorganismen im marinen Stickstoffkreislauf nutzen Cyanat und Harnstoff

10.12.2018 | Studien Analysen

Ungesundes Sitzen vermeiden: Stuhl erkennt Sitzposition und motiviert zur Änderung der Körperhaltung

10.12.2018 | Energie und Elektrotechnik

Eine Norm für die Reinheitsbestimmung aller Medizinprodukte

10.12.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics