Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jahrestagung der Helmholtz-Gemeinschaft: erster Evaluierungszyklus in entscheidender Phase

10.10.2002


Die Strukturreform der größten deutschen Wissenschaftsorganisation hat das Ziel, Spitzenleistungen von hoher gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Bedeutung besonders zu fördern


Das Herzstück der Reform, die programmorientierte Förderung, wird im Dezember 2002 zu ersten konkreten Finanzierungsempfehlungen führen.

In diesem Jahr wurden in der Helmholtz-Gemeinschaft die insgesamt 10 Programme in den Forschungsbereichen Gesundheit sowie Verkehr und Weltraum von mehr als 100 Gutachtern - davon mehr als 50 Prozent aus dem Ausland - evaluiert. Diese strategische Evaluierung ist beispiellos und richtet sich nach den Prinzipien Wissenschaftliche Qualität, Strategische Bedeutung und Personal- und Mitteleinsatz aus. Auch die Vernetzung mit externen Partnern, vor allem aus den Hochschulen wird dabei gewürdigt.


Die von den Experten erstellten Gutachten werden nach Beratung durch den Senat am 11. Dezember in konkrete Finanzierungsempfehlungen münden. Insgesamt geht es in den beiden Forschungsbereichen um einen jährlichen Mittelansatz von mehr als 500 Millionen Euro. An die Stelle der Förderung von Institutionen tritt damit die schrittweise Förderung von wissenschaftlichen Programmen auf der Grundlage einer internationalen Evaluation. Im Jahr 2003 folgen die nächsten Evaluierungen der Bereiche Energie sowie Erde und Umwelt.

Die Fokussierung auf Programme hat die Kooperation unter den Helmholtz-Forschern intensiviert und eine zunehmende Themenidentität erzeugt, die über die Grenzen der einzelnen Zentren hinausgeht. Wesentlich ist, dass die Umsetzung der programmorientierten Förderung mittelfristig zu einer Konzentration auf Gebiete wissenschaftlicher Exzellenz und besonderer strategischer Relevanz führen wird.

Der neu geschaffene Impuls- und Vernetzungsfonds zielt darauf ab, die Umsetzung der Reform zu beschleunigen. Aus diesem Fonds wird die Schaffung von Schülerlaboren an den Helmholtz-Zentren gefördert mit dem Ziel, Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern und die Qualität der naturwissenschaftlichen Ausbildung zu verbessern. Auch die Beteiligung der Helmholtz-Gemeinschaft an Forschungsvorhaben der Europäischen Union, insbesondere integrierten Projekten und Exzellenznetzwerken wird aus dem Fonds unterstützt. Geplant ist ferner ein weiterer Ausbau der bereits engen Beziehungen zu den Hochschulen. Schon heute werden die meisten führenden Wissenschaftler der Zentren gemeinsam mit Universitäten berufen und Helmholtz-Forscher beteiligen sich an der universitären Lehre. Die Helmholtz-Gemeinschaft möchte auch die Einrichtung neuer Sonderforschungsbereiche und gemeinsamer Forschungszentren, darunter auch virtueller Institute, und weiterer Helmholtz-Hochschulgruppen fördern. Die Vernetzung von Helmholtz-Programmen mit Hochschulen soll gleichgerichtete Forschungsvorhaben mit dem Ziel bündeln, eine neue Qualität in der Zusammenarbeit auf internationalem Niveau zu erzielen und die Hochschulen als Kernelemente des Wissenschaftssystems zu stärken.

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat durch die Eröffnung neuer Büros in Berlin und Brüssel den Kontakt zur Politik auf Bundes- und Europaebene ausgebaut.

Der erste Festakt nach einem Jahr der neuen Helmholtz-Gemeinschaft steht unter dem Motto "Komplexe Systeme verstehen - Erde und Umwelt erforschen". Dabei erläutern Helmholtz-Forscher mit Blick auf das Elbehochwasser im Sommer, wie die Wissenschaft dazu beitragen kann, das komplexe System Erde und Umwelt besser zu verstehen und auf wissensbasierter Grundlage die Folgen von Naturkatastrophen zu verringern. Das Spektrum der Beiträge reicht von der wissenschaftlichen Untersuchung starker Niederschläge über die Simulation von Hochwasserkatastrophen und die Berechnung von Schadstoffverteilungen bis hin zu globalen Klimafragen.

Im Rahmen des Festaktes der Helmholtz-Gemeinschaft wird der vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft ausgeschriebene Erwin Schrödinger-Preis für interdisziplinäre Forschung an fünf Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich und der Universität Köln verliehen für ihre Arbeiten zur Effizienzsteigerung von Tensiden.

Im Zusammenhang mit der Jahrestagung zeigt die Helmholtz-Gemeinschaft auf dem Bonner Münsterplatz die Ausstellung "Kunstwerk Erde", die bereits mit großem Erfolg beim Wissenschaftssommer in Bremen als Beitrag zum Jahr der Geowissenschaften präsentiert wurde

Dr. Hinrich Thölken
Leiter Kommunikation und Medien
Helmholtz-Gemeinschaft
Telefon: 0228 30818-21/22
Telefax: 0228 30818-40
E-Mail: hinrich.thoelken@helmholtz.de

Dr. Hinrich Thölken | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de
http://kunstwerkerde.helmholtz.de

Weitere Berichte zu: Finanzierungsempfehlung Helmholtz-Forscher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern
18.03.2019 | Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

nachricht Tuberkulose - eine der ältesten Krankheiten der Menschheit eliminieren!
15.03.2019 | Robert Koch-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Oszillation im Muskelgewebe

Wenn ein Muskel wächst oder eine Verletzung in ihm ausheilt, verwandelt sich ein Teil seiner Stammzellen in neue Muskelzellen. Wie dieser Prozess über zwei oszillierend hergestellte Proteine gesteuert wird, beschreibt nun das MDC-Team um Carmen Birchmeier im Fachjournal „Genes & Development“.

Die Stammzellen des Muskels müssen jederzeit auf dem Sprung sein: Wird der Muskel beispielsweise beim Sport verletzt, ist es ihre Aufgabe, sich so rasch wie...

Im Focus: Das Geheimnis des Vakuums erstmals nachweisen

Neue Forschungsgruppe an der Universität Jena vereint Theorie und Experiment, um erstmals bestimmte physikalische Prozesse im Quantenvakuum nachzuweisen

Für die meisten Menschen ist das Vakuum ein leerer Raum. Die Quantenphysik hingegen geht davon aus, dass selbst in diesem Zustand niedrigster Energie noch...

Im Focus: Revealing the secret of the vacuum for the first time

New research group at the University of Jena combines theory and experiment to demonstrate for the first time certain physical processes in a quantum vacuum

For most people, a vacuum is an empty space. Quantum physics, on the other hand, assumes that even in this lowest-energy state, particles and antiparticles...

Im Focus: Test der Symmetrie der Raumzeit mit Atomuhren

Der Vergleich zweier optischer Atomuhren bestätigt ihre hohe Genauigkeit und eine Grundannahme der Relativitätstheorie - Nature-Veröffentlichung

Einstein formulierte in seiner Speziellen Relativitätstheorie die These, die Lichtgeschwindigkeit sei immer und unter allen Bedingungen gleich. Doch diese...

Im Focus: Energieeffizientes Supraleiterkabel für Zukunftstechnologien

Ob für die Anbindung von Windparks, für die Gleichstromversorgung auf Schiffen oder sogar für leichte und kompakte Hochstromleitungen in künftigen vollelektrischen Flugzeugen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein vielseitiges Supraleiterkabel entwickelt, das auf einfache Weise industriell gefertigt werden kann. Bei moderater Kühlung transportiert es elektrische Energie nahezu verlustfrei.

Supraleiter übertragen elektrischen Strom bei tiefen Temperaturen nahezu verlustfrei – das macht sie für eine ganze Reihe energiesparender Technologien...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern

18.03.2019 | Veranstaltungen

Tuberkulose - eine der ältesten Krankheiten der Menschheit eliminieren!

15.03.2019 | Veranstaltungen

18. Fachtagung zu Rapid Prototyping

13.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der virtuelle Graue Star

18.03.2019 | Informationstechnologie

Objekt­erkennung für innovative Logistiksysteme

18.03.2019 | Verkehr Logistik

Forscher entwickeln Roboterarme biegsam wie Elefantenrüssel: für große Greifer und kleine Endoskope

18.03.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics