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Prostatitis und männliche Infertilität

03.09.2002


Internationales Experten-Meeting am 13. und 14. September auf Schloss Rauischholzhausen, der Tagungsstätte der Justus-Liebig-Universität Gießen. Pressekonferenz am 12. September 2002 um 13 Uhr im Sitzungsraum 1 des Klinikums der Universität Gießen (Rudolf-Buchheim-Straße 8, 35392 Gießen).

Infektionskrankheiten der männlichen akzessorischen Geschlechtsdrüsen stellen eine zunehmende Herausforderung für behandelnde Ärzte, Wissenschaftler, Patienten und nicht zuletzt Gesundheitssysteme global dar. Insbesondere hat die Inzidenz der chronischen Prostatitis, heute auch nach neuer Klassifikation als Chronisches Beckenschmerzsyndrom (englisch gekürzt CPPS) bezeichnet, weltweit zugenommen, so dass sich hieraus medizinische wie wirtschaftliche Implikationen ergeben. Neue diagnostische Strategien, die bislang weiterhin ungeklärte Beeinflussung der männlichen Fertilität sowie die komplexen molekularen Prozesse und Interaktionen, welche der Erkrankung potentiell zugrunde liegen, stellen die gegenwärtigen Schwerpunkte der Forschung auf diesem Gebiet dar und lassen auf neue therapeutische Strategien hoffen. In gleicher Weise umfasst die Gruppe der an diesem Krankheitskomplex interessierten Wissenschaftler Urologen, Andrologen, Infektiologen und biomedizinische Grundlagenforscher aus allen Teilen der Welt. Aus diesem Grunde sind Expertengespräche zum Austausch aktueller Informationen und neuer Entwicklungen für den Fortschritt auf diesem Gebiet von besonderer Bedeutung.

Ein solches Experten-Meeting wird nun am 13. und 14. September 2002 unter dem Titel "Prostatitis: Disorders in Semen and Male Infertility" ("Prostatitis: Auswirkung auf das Ejakulat und die männliche Fertilität") auf Schloss Rauischholzhausen, der Tagungsstätte der Universität Gießen (bei Marburg), organisiert von der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Gießen (Direktor: Prof. Dr. med. Wolfgang Weidner) stattfinden. Es soll dem Austausch des aktuellen Kenntnisstandes und der Darstellung neuer Aspekte in der Prostatitis-Forschung dienen. Als Referenten und Diskussionpartner konnten renommierte Wissenschaftler aus elf Ländern für diese Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU) steht und in englischer Sprache abgehalten wird, gewonnen werden.

Etliche Referenten bringen oft jahrzehntelange Erfahrungen ihrer Arbeit mit der Chronischen Prostatitis/dem Chronischem Beckenschmerzsyndrom mit. So konnte auch die Unterstützung der amerikanischen NIDDK (Bethesda, MR, USA) sowie der Prostatitis Foundation der USA für diese Veranstaltung gewonnen werden. Die Hauptveranstaltung wird um Satellitensymposien der Industrie und Arbeitsgruppentreffen/Vorstandstreffen einzelner Fachgesellschaften am Rande ergänzt. Bewusst wurde dieses Meeting in einem kleinen Rahmen gehalten: Rund 100 bis 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden insgesamt zu diesem Symposium erwartet.

Inhaltlich sind die Vorträge in vier Hauptthemengruppen gegliedert: Am ersten Tag der Konferenz geht es um grundsätzlich epidemiologische Daten zum Prostatitissyndrom sowie um definierte Infektionen des männlichen Urogenitaltraktes und deren Auswirkung auf die männliche Fertilität. Am zweiten Tag stehen spezifische Veränderungen des Ejakulates im Rahmen der Chronischen Prostatitis sowie therapeutische Aspekte auf dem wissenschaftlichen Programm. Die Übersichtsreferate einiger Experten werden hierbei um freie Originalvorträge anderer Autoren ergänzt.

Am Donnerstag, den 12. September 2002, findet um 13 Uhr im Sitzungsraum 1 des Klinikums der Justus-Liebig-Universität Gießen (Rudolf-Buchheim-Straße 8, 35392 Gießen, Eingang "Cafeteria") vorab eine Pressekonferenz zu diesem Symposium (in deutscher Sprache) statt.

Kontaktadresse:

Prof. Dr. Wolfgang Weidner
Leiter der Urologischen Universitätsklinik
Rudolf-Buchheim-Str. 7
35392 Gießen
Tel.: 0641/99-44500 und 99-44501 (Sekretariat)
Fax: 0641/99-44509
E-Mail: Wolfgang.Weidner@chiru.med.uni-giessen.de

Christel Lauterbach | idw

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