Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel

26.08.2002


Wie kommt die Zahnpasta ins Supermarktregal? Wenn der Absatzkanal von der Fertigung über die Verpackung, die Palettierung und den Transport bis hin zur Registrierkasse optimal gestaltet werden soll, genügt es nicht, neueste Informations- und Kommunikationstechnologien einzusetzen und die Arbeitsorganisation anzupassen. Von erheblicher Bedeutung für das Funktionieren von Wertschöpfungsketten ist die gezielte Qualifizierung der beteiligten Mitarbeiter und der behutsame Aufbau von gegenseitigem Vertrauen. Dies ist eines der Ergebnisse des Forschungsverbunds "Vertiko - Vertikale Kooperation zwischen Industrie und Handel". Im Rahmen des 3. ECR-Tages "Menschen. Unternehmen. Netzwerke." am 11. und 12. September in Stuttgart wird das Konsortium seine Erkenntnisse präsentieren.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Efficient Consumer Response (ECR) - Konzept, ein Bündel von Unternehmensstrategien zur Vernetzung von Industrie- und Handelsunternehmen, das in den USA bereits seit Jahren erfolgreich in zahlreichen Absatzkanälen angewendet wird. Über neueste Informations- und Kommunikationstechnologien sowie neue Arbeits- und Kooperationsmodelle vernetzen sich die an der Absatzkette beteiligten Unternehmen miteinander und stimmen ihre Organisationsabläufe aufeinander ab. Analog zum Warenstrom in Richtung Verbraucher wird ein Informations- und Datentransfer in die umgekehrte Richtung aufgebaut. Sobald also die Zahnpasta von der Scannerkasse registriert wird, geht eine entsprechende Information an den Hersteller, der auf diese Weise Produktion und logistische Leistungen zielgenau steuern kann. Damit lassen sich unter anderem Lagerkosten senken.

In der Bundesrepublik wird das ECR-Konzept bislang wenig umgesetzt. Eine Ausnahme sind die dm drogerie markt GmbH & Co. KG und die Henkel Wasch- und Reinigungsmittel GmbH, die bereits seit Jahren auf ECR-Basis miteinander kooperieren. Das Vertiko-Verbundprojekt - bestehend aus diesen beiden Unternehmen, der VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH (VDI/VDE-IT) als Koordinator, der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (GMU) sowie der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs)- hat die Kooperationsbeziehungen von Henkel und dm untersucht und daraus auf andere Wertschöpfungspartnerschaften übertragbare Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Umsetzung des ECR-Konzeptes abgeleitet.

Vertiko wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderkonzeptes "Innovative Arbeitsgestaltung - Zukunft der Arbeit" gefördert und vom deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Projektträger DLR, Arbeitsgestaltung und Dienstleistung, betreut. Das vor zwei Jahren gestartete Projekt wird im März kommenden Jahres abgeschlossen sein. Am Mittwoch, 11. September, stellen Dr. Daniel Bieber (VDI/VDE-IT), Christian Schick (dm) und Franz Speer (Henkel) auf dem 3. ECR-Tag in der Liederhalle Stuttgart bisherige Projektergebnisse vor.

Weitere Informationen zu Vertiko gibt es im Internet oder bei

VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Dr. Regina Buhr


Rheinstraße 10 B,
14513 Teltow

Telefon: 03328/435-109,
Fax: 03328/435-216,
E-Mail: buhr@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.vdivde-it.de/vertiko

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien
04.12.2019 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Die Zukunft der Arbeit
03.12.2019 | Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vulkan „F“ ist der Ursprung der schwimmenden Steine

09.12.2019 | Geowissenschaften

Magnetschwebetrennung in der Drogenfahndung - Analyse illegaler Substanzen in Pulver durch magnetische Levitation

09.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Luftverschmutzung: IASS legt erstes Emissionsinventar für Nepal vor

09.12.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics