Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CRIS-Konferenz in Kassel: Rapide Entwicklung bei Forschungsinformations-Systemen

17.05.2002


Alle reden (auch) in Deutschland vom schnelleren Transfer von Forschungsergebnissen z.B. in die industrielle Praxis. Informationen zu Forschungsaktivitäten gibt es im Internet-Zeitalter massenweise. Aber wie können diese Informationen schneller, leichter und gezielter erschlossen, verbreitet und für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt werden? Ziel der Internationalen Konferenzen über "Current Research Information Systems (CRIS)" ist es, den Informationsaustausch und die Diskussion zwischen Entwicklern, Produzenten und Nutzern von Forschungsinformationssystemen zu fördern. Die letzten
Konferenzorte waren Mailand, Luxemburg und Helsinki. Seit dem 1. Mai läuft der Aufruf zur Beteiligung an der CRIS 2002, die vom 29. bis 31. August 2002 in der Universität Kassel stattfindet.



Waren die ersten CRIS-Konferenzen noch stark geprägt durch Probleme, die methodisch eng an die Erschließung bibliografischer Daten angelehnt waren, so hat mit der Entwicklung der Informationstechnik und vor allem des Internets eine Verselbstständigung der Diskussion und die Erschließung unterschiedlicher Methoden für den Aufbau und die Nutzung von Forschungsinformationssystemen stattgefunden. Dazu gehört die Entwicklung von intelligenten Datenbankarchitekturen, die Anwendung von geeigneten Austauschformaten - gegenwärtig auf europäischer Ebene bearbeitet im Projekt "Common European Research Information Format (CERIF)" und die Nutzung von Suchmaschinen zum Aufbau von Metadatenbanken.

Das Heterogenitätsproblem, d.h. die Erarbeitung von intelligenten Suchmechanismen in syntaktisch und semantisch heterogenen Datenbeständen, ist vor allem wegen der veränderten Kommunikationsformen im Internet ein wichtiger Schwerpunkt der Forschung geworden. Das meint vor allem, ob ein identischer Suchbegriff in unterschiedlichen Zusammenhängen auch die gleiche inhaltliche Bedeutung hat. Fragestellungen ergeben sich auch daraus, dass im Internet Informationen über Forschungsaktivitäten nicht mehr (nur) über abgeschlossene Projekte vorliegen, deren Ergebnisse womöglich schon publiziert sind, sondern schon am Beginn von Aktivitäten ins Internet eingegeben werden. Bloße Ideen, Forschungsaktivitäten und Ergebnisse stehen deshalb oft gleichrangig nebeneinander und müssen in ihrem Aussagewert abgeschätzt und eingeordnet werden können. Die Verknüpfung von Projektinformation mit Finanzierungs- oder Förderungsdaten, z.B. bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit ihrem System GEPRIS, ist dabei ein möglicher Schritt, der allerdings datenschutztechnisch zu lösende Probleme impliziert.

Die Politik, die Forschungsförderung und die Scientific Community selbst wollen aber von Forschungs-Informationssystemen nicht nur wissen, was wissenschaftlich gearbeitet wird, sondern auch wo in welchem Kontext und mit welchem Aufwand Forschung betrieben wird. Gerade die Bemühungen um einen Europäischen Forschungsraum setzen voraus, das vorhandene Aktivitäten auf nationaler Ebene sicher identifiziert und mit Aktivitäten im europäischen Rahmen (und darüber hinaus) verglichen werden können. Klassische bibliometrische Verfahren wie z.B. der Science Citation Index reichen für solche Aufgaben nicht mehr aus, da sie einen nicht ungewichtigen Zeitnachteil gegenüber Verfahren haben, die Forschungsinformationssysteme als Quelle von Metaanalysen bieten können.

Vorträge und Workshops mit Referentinnen und Referenten aus Europa, Australien, Brasilien und den USA werden auf der Kasseler CRIS-Konferenz diese Fragestellungen aufgreifen, um einen Beitrag dazu zu leisten, dass Forschungsinformationen nicht in Datenbänken verstauben, sondern sinnvoll genutzt werden können. Das aktuelle Programm und ein Anmeldeformular sind zu finden unter
http://www.uni-kassel.de/CRIS2002/

Die Konferenzgebühr beträgt bis Ende Juni 250 Euro (danach 300 Euro). Sie enthält neben dem "Conference Dinner" im Kloster Haydau z.B. auch eine geführte Tour durch die Documenta 11 und die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Kassel.


Kontakt und weitere Informationen:
Dr. Wolfgang Adamczak
Universität Kassel
Mönchebergstraße 19
34109 Kassel
Tel.: 0561 804-2224
E-Mail: cris2002@uni-kassel.de

Ingrid Hildebrand | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de/CRIS2002/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht LastMileLogistics Conference in Frankfurt befasst sich mit Lieferkonzepten für Ballungsräume
19.02.2019 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht Bildung digital und multikulturell: Große Fachtagung GEBF findet an der Uni Köln statt
18.02.2019 | Universität zu Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

Bislang wurden OLEDS ausschließlich als neue Beleuchtungstechnologie für den Einsatz in Leuchten und Lampen verwendet. Dabei bietet die organische Technologie viel mehr: Als Lichtoberfläche, die sich mit den unterschiedlichsten Materialien kombinieren lässt, kann sie Funktionalität und Design unzähliger Produkte verändern und revolutionieren. Beispielhaft für die vielen Anwendungsmöglichkeiten präsentiert das Fraunhofer FEP gemeinsam mit der EMDE development of light GmbH im Rahmen des EU-Projektes PI-SCALE auf der Münchner LOPEC (19. bis 21. März 2019), erstmals in Textildesign integrierte hybride OLEDs.

Als Anbieter von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf dem Gebiet der organischen Elektronik setzt sich das Fraunhofer FEP schon lange mit der...

Im Focus: Light from a roll – hybrid OLED creates innovative and functional luminous surfaces

Up to now, OLEDs have been used exclusively as a novel lighting technology for use in luminaires and lamps. However, flexible organic technology can offer much more: as an active lighting surface, it can be combined with a wide variety of materials, not just to modify but to revolutionize the functionality and design of countless existing products. To exemplify this, the Fraunhofer FEP together with the company EMDE development of light GmbH will be presenting hybrid flexible OLEDs integrated into textile designs within the EU-funded project PI-SCALE for the first time at LOPEC (March 19-21, 2019 in Munich, Germany) as examples of some of the many possible applications.

The Fraunhofer FEP, a provider of research and development services in the field of organic electronics, has long been involved in the development of...

Im Focus: Laserverfahren für funktionsintegrierte Composites

Composites vereinen gewinnbringend die Vorteile artungleicher Materialien – und schöpfen damit zum Beispiel Potentiale im Leichtbau aus. Auf der JEC World 2019 im März in Paris präsentieren die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein breites Spektrum an laserbasierten Technologien für die effiziente Herstellung und Bearbeitung von Verbundmaterialien. Einblicke zu Füge- und Trennverfahren sowie zur Oberflächenstrukturierung erhalten Besucher auf dem Gemeinschaftsstand des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau AZL, Halle 5A/D17.

Experten des Fraunhofer ILT erforschen und entwickeln Laserprozesse für das wirtschaftliche Fügen, Schneiden, Abtragen oder Bohren von Verbundmaterialien –...

Im Focus: Grüne Spintronik: Mit Spannung Superferromagnetismus erzeugen

Ein HZB-Team hat zusammen mit internationalen Partnern an der Lichtquelle BESSY II ein neues Phänomen in Eisen-Nanokörnern auf einem ferroelektrischen Substrat beobachtet: Die magnetischen Momente der Eisenkörner richten sich superferromagnetisch aus, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Der Effekt funktioniert bei Raumtemperatur und könnte zu neuen Materialien für IT-Bauelemente und Datenspeicher führen, die weniger Energie verbrauchen.

In heutigen Datenspeichern müssen magnetische Domänen mit Hilfe eines externen Magnetfeld umgeschaltet werden, welches durch elektrischen Strom erzeugt wird....

Im Focus: Regensburger Physiker beobachten, wie es sich Elektronen gemütlich machen

Und können dadurch mit ihrer neu entwickelten Mikroskopiemethode Orbitale einzelner Moleküle in verschiedenen Ladungszuständen abbilden. Die internationale Forschergruppe der Universität Regensburg berichtet über ihre Ergebnisse unter dem Titel “Mapping orbital changes upon electron transfer with tunnelling microscopy on insulators” in der weltweit angesehenen Fachzeitschrift ,,Nature‘‘.

Sie sind die Grundbausteine der uns umgebenden Materie - Atome und Moleküle. Die Eigenschaften der Materie sind oftmals jedoch nicht durch diese Bausteine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LastMileLogistics Conference in Frankfurt befasst sich mit Lieferkonzepten für Ballungsräume

19.02.2019 | Veranstaltungen

Bildung digital und multikulturell: Große Fachtagung GEBF findet an der Uni Köln statt

18.02.2019 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Thema Desinformation in Online-Medien

15.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

19.02.2019 | Messenachrichten

Künstliche Intelligenz im E-Learning, Corporate Learning und Kundendialog

19.02.2019 | Seminare Workshops

Infrarotstrahlung und Luftmanagement intelligent kombiniert reduziert den Energieaufwand

19.02.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics