Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Workshop und Symposium zu 30 Jahre Informatik

22.04.2002


Workshop "Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen" mit Einweihung des neuen hessischen Hochleistungsrechners am 30.4.2002 sowie Symposium "Softwaretechnik-Aus- und Weiterbildung"

 "Vor anderthalb Jahren kam der Gigahertz-PC, der eine Milliarde Rechenoperationen pro Sekunde bewältigt, für weniger als 2000 Dollar. Wahrscheinlich werden wir bis 2015 den bezahlbaren Tera-PC sehen und um 2030 den Peta-PC. Und was fangen wir dann damit an?" Diese Frage wird auf dem Festakt zur 30jährigen Einführung der Informatik-Studiengänge in Darmstadt am 29. April mindestens einer der vielen Redner, Prof. Dr. Raj Reddy von der Carnegie Mellon University, Pittsburgh, stellen.

Vor 30 Jahren wurden in Darmstadt und an anderen deutschen Universitäten die ersten eigenständigen Fachbereiche für Informatik in Deutschland eingerichtet. Die Technische Universität Darmstadt feiert dies mit einem Festkolloquium am 29. April 2002. Laufend aktualisierte Informationen finden sich unter www.30JahreInformatik.de.

Festredner Raj Reddy liefert einen Teil der Antworten auf seine Fragen gleich mit: Geschäftsleben, Arbeitswelt, Lernverhalten und Informationsaustausch in allen Bereichen werden in den nächsten Jahren von den technischen Veränderungen noch nachhaltiger beeinflusst werden als in den vergangenen 30 Jahren.

Zu deren Beginn wurde in Darmstadt noch mit Lochkarten gearbeitet, woran selbst in Ehren ergraute Professoren aus der Anfangszeit wie Robert Piloty oder Hartmut Wedekind nur mit Grausen zurückdenken. "Das Studium damals war eine Zumutung für unsere sechzig Studenten, die oft stundenlang darauf warten mussten, bis der Großrechner ein neues Programm getestet und ausgedruckt hatte - und dann oft genug mit einer Fehlermeldung wegen eines simplen Tippfehlers", erinnert sich Piloty.

Da freut sich der jetzige Dekan, Prof. Wolfgang Henhapl, natürlich über seinen heute durchgängig mit Funk-LAN versehenen Campus und über die mittlerweile pro Semester über 450 Studienanfänger, von denen bereits ein Drittel mit dem eigenen Laptop in Seminare und Praktika kommen. In 15 Jahren dann mit dem Tera-Notebook?

Der auf den Festakt folgende Workshop "Wissenschaftliches Hochleistungsrechnen in ’Computational Science and Engineering’" am 30. April zeigt, wozu das Tera-Notebook nützlich sein könnte. Die für 9 Uhr morgens angesetzte Einweihung des neuen hessischen Hochleistungsrechners provoziert die gedankliche Parallele zum Jahr 1972. Damals wurde der Fachbereichsrechner angeschafft und belegte in der Landgraf-Georg-Straße einen großen Saal: Ein Siemens 4004/46 bot allen Benutzern gemeinsam 256 Kilobyte Hauptspeicher und einige Megabyte Festplatte. Das kauft heute keiner mehr als PC.

Der Hochleistungsrechner heute benötigt keinen großen Saal mehr und dürfte wohl etwas bessere Leistungswerte aufweisen. Gebraucht wird er trotz Studenten-Notebooks für neue Erkenntnisse, so der Darmstädter Professor Oskar von Stryk: "Die computerbasierte Simulation bildet neben den beiden klassischen Wegen der wissenschaftlichen und industriellen Forschung - der Theorie und dem physikalisch-technischen Experiment - eine neue, dritte Säule des Erkenntnisfortschritts in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, die sich zu einem wesentlichen Faktor des Fortschritts entwickelt hat. Simulation ermöglicht die Untersuchung komplexer, technischer Systeme und naturwissenschaftlicher Phänomene, für die eine direkte, experimentelle Untersuchung zu teuer, zu gefährlich oder schlicht unmöglich ist." Voilà. Und in noch mal dreißig Jahren dann auf dem Peta-Notebook eines jeden Studenten. Der Hochleistungsrechner vom 30. April 2002 wird dann, wenn überhaupt noch irgendwo, im Museum stehen.

Aber es geht nicht allein um die Hardware. Sowohl auf dem Hochleistungsrechner als auch dem PC laufen hochkomplexe Programme ab, deren Leistung in den frühen Jahren der Informatik undenkbar erschien. Die Entwicklung solcher Programme erfordert sowohl einen exakten Konstruktionsprozess als auch Methoden und Werkzeuge, die diesen Prozess unterstützen. In einer weiteren Veranstaltung am 30.4. werden im Rahmen eines Symposiums die Zukunftsaspekte der Aus- und Weiterbildung in der Softwaretechnik behandelt, wobei die Fortbildung der berufstätigen Softwareentwickler im Mittelpunkt stehen wird. (Das Symposiumsprogramm steht unter "Links" auf www.30JahreInformatik.de, der Workshop zum Hochleistungsrechnen unter "Tagung".)

Pressekontakt:
Michael Kip
Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI)
Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt
Tel: 06151/869-60152, Fax: 869-968 
michael.kip@ipsi.fraunhofer.de

Kartenbestellungen für die Presse bitte mit dem folgenden Antwortcoupon
per E-Mail mailto:michael.kip@ipsi.fraunhofer.de
oder per Fax 069/17 23 72

( )Bitte senden Sie uns den Pressetext per e-Mail an:
( )Bitte senden Sie mir eine Einladung zu der Festveranstaltung am 29.4.2002 (nur möglich bei Angabe des Mediums und der Redaktion, für die Sie arbeiten)

Absender:

ipl.-Volkswirt Michael Kip | idw
Weitere Informationen:
http://www.30jahreinformatik.de/
http://www.pi.informatik.tu-darmstadt.de/veranstaltungen/Symposium_ST_Aus_und_Weiterbildung_2002.html

Weitere Berichte zu: Hochleistungsrechner

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm
18.09.2018 | Universität Ulm

nachricht Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung
18.09.2018 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Im Focus: Schaltung des Stromflusses auf atomarer Skala

Forscher aus Augsburg, Trondheim und Zürich weisen gleichrichtende Eigenschaften von Grenzflächenkontakten im ferroelektrischen Halbleiter nach.

Die Grenzflächen zwischen zwei elektrisch unterschiedlich polarisierten Bereichen im Festkörper werden als ferroelektrische Domänenwände bezeichnet. In der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

18.09.2018 | Veranstaltungen

Studierende organisieren internationalen Wettbewerb für zukünftige Flugzeuge

17.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Auf der InnoTrans 2018 mit innovativen Lösungen für den Güter- und Personenverkehr

18.09.2018 | Messenachrichten

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

18.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics