Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Parallelkinematik-Tagung/Pressekonferenz

11.04.2002


Werkzeugmaschine mit Parallelkinematik, hier Mikromat 6X HEXA


Vom 23. bis zum 25. April 2002 findet das 3. Chemnitzer Parallelkinematik-Seminar zusammen mit der 2002 Parallel Kinematic Machines International Conference und der 2. PKM-Anwendertagung der NC-Gesellschaft in Chemnitz statt. Anlässliche dieser Tagung laden wir Sie herzlich zu einer Pressekonferenz am 23. April 2002, um 12.15 Uhr, in die Stadthalle Chemnitz ein.

Seit nahezu zehn Jahren steht das Thema "Parallelkinematik-Werkzeugmaschinen" immer wieder im Mittelpunkt des Interesses, sind Tagungen und Konferenzen zum Thema gut besucht. Seit zehn Jahren arbeiten weltweit Wissenschaftler und Ingenieure in Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen mehr oder weniger intensiv an Theorie und praktischer Umsetzung. Seit zehn Jahren gibt es auf jeder größeren Maschinenbau-Messe neue Prototypen und Modelle zu bestaunen. Trotzdem sind Parallelkinematiken von einem breiten Durchbruch in der industriellen Anwendung noch immer ein ganzes Stück entfernt. Doch woran liegt es, dass sie trotz ihrer offensichtlichen Vorteile vom Markt, also von den möglichen Anwendern, noch immer nicht voll akzeptiert werden?
Zehn Jahre Entwicklungszeit sind im Vergleich zu fast 200 Jahren bei konventionellen Werkzeugmaschinen ein äußerst kurzer Zeitraum. Das vorhandene Verbesserungspotenzial ist noch immer sehr groß. Eine Maschine zu entwickeln, zu konstruieren und als Prototyp zum "Laufen" zu bringen ist schon kompliziert. Viel schwieriger und langwieriger ist es jedoch, alle "Kinderkrankheiten" zu heilen, alle erst im praktischen Versuch auftretenden Fehler zu beseitigen und das reibungslose Funktionieren für den täglichen Einsatz unter Produktionsbedingungen zu sichern.
Moderne Fertigungseinrichtungen entwickeln sich immer mehr zu mechatronischen Systemen, das heißt zu Systemen, die mechanisch arbeiten und von informationsverarbeitenden Elementen unterstützt werden, denen also "Intelligenz" verliehen wird. Vor allem Parallelkinematiken bieten aufgrund ihres modularen Aufbaus mit einem hohen Anteil an Sensorik und Aktorik eine fast ideale Basis für mechatronische Produktionsanlagen. In dem Maße wie es gelingt, die bestehenden Defizite zu beseitigen besteht für PKM die Chance, sich als effektives, aus der Fertigungstechnik nicht mehr wegzudenkendes, Produktionsmittel zu etablieren.

Vom 23. bis zum 25. April 2002 findet das 3. Chemnitzer Parallelkinematik-Seminar zusammen mit der 2002 Parallel Kinematic Machines International Conference und der 2. PKM-Anwendertagung der NC-Gesellschaft in Chemnitz statt. Erwartet werden ca. 250 Teilnehmer aus 23 Ländern. Anlässliche dieser Tagung laden wir Sie herzlich zu einer Pressekonferenz am 23. April 2002, um 12.15 Uhr, in die Stadthalle Chemnitz ein. Zu allen Fragen rund um das Thema Entwicklung, Anwendung und Perspektiven von Parallelkinematiken werden Ihnen voraussichtlich folgende Gesprächspartner Rede und Antwort stehen:
Prof. Reimund Neugebauer, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und Gastgeber der Tagung,
Prof. Rafi Wertheim, Israel, Präsident der CIRP (Internationale Forschungsgemeinschaft für Mechanische Produktionstechnik),
Dr. Thomas Treib, AGIE Charmilles Group, Schweiz, und Vorstandsvorsitzender der NC-Gesellschaft,
Jean-Pierre Merlet, INRIA Sophia Antipolis, Frankreich und
Prof. Francesco Jovane, Institutsleiter des Istituto di Technologie Industriali e Automazione I.T.I.A., Italien.
Weitere Informationen zur Tagung finden Sie im Internet unter www.iwu.fraunhofer.de

Wohl jeder kann mit dem Begriff "parallel" etwas anfangen. Doch Parallelkinematiken haben eigentlich keine Baugruppen, die im geometrischen Sinne parallel zueinander sind. Um den Begriff trotzdem verstehen zu können, denken Sie zunächst einmal an konventionelle serielle Strukturen: Bei einem Industrieroboter zum Beispiel, wie er im Automobilbau tausendfach eingesetzt wird, sind alle Bewegungsachsen nacheinander angeordnet. Es handelt sich dabei um eine so genannte offene kinematische Kette. Im Gegensatz dazu wirken bei einer Parallelkinematik alle Bewegungsachsen direkt auf die zu bewegende Plattform, also das Element, das zum Beispiel ein Werkzeug aufnehmen kann. Um eine Bewegung auszuführen, müssen alle Antriebe gleichzeitig - das heißt parallel zueinander - bewegt werden. Man spricht dabei von geschlossenen kinematischen Ketten. Eine uns allen bekannte, aber nicht bewusste, Parallelkinematik, ist zum Beispiel die menschliche Schulter, die man sich als Kugelgelenk vorstellen kann. An diesem Gelenk, das den Freiheitsgrad drei hat, greifen sechs Muskelgruppen gleichzeitig an, um den Oberarm in die gewünschte Position zu drehen. Während die Natur somit schon seit mehreren Millionen Jahren die Vorteile der Parallelkinematiken zu schätzen weiß, sind ihre technische Realisierung und Nutzung noch verhältnismäßig jung. Erste Überlegungen dazu sind vom Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. In den Maschinenbau hielten die parallelen Kinematiken erst viel später Einzug und zunächst auch nur für Roboter und andere Handlingeinrichtungen. Mitte der neunziger Jahre stieg die Zahl der weltweit auf Messen vorgestellten Prototypen parallelkinematischer Werkzeugmaschinen sprunghaft an. Einer der entscheidenden Faktoren dafür dürfte gewesen sein, dass inzwischen die auf dem Markt verfügbaren Steuerungen den hohen Anforderungen dieser Maschinen genügten.

Daniela Lopez | idw
Weitere Informationen:
http://www.iwu.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: NC-Gesellschaft Parallelkinematik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung
26.03.2019 | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

nachricht 6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019
21.03.2019 | Hochschule Magdeburg-Stendal

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

Gen nach römischer Göttin Minerva benannt, da Immunzellen im Kopf der Fruchtfliege stecken bleiben

Weisen Tumore eine bestimmte Kombination von Zuckern – das sogenannte T-Antigen – auf, breiten sie sich mit größerer Wahrscheinlichkeit im Körper aus und töten...

Im Focus: New gene potentially involved in metastasis identified

Gene named after Roman goddess Minerva as immune cells get stuck in the fruit fly’s head

Cancers that display a specific combination of sugars, called T-antigen, are more likely to spread through the body and kill a patient. However, what regulates...

Im Focus: Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

Vom 1. bis 4. April 2019 ist die HTW Dresden mit der Industrie 4.0 Modellfabrik und dem Projekt Saxony5 auf der Hannover Messe vertreten. Am Gemeinschaftstand der sächsischen Hochschulen für angewandte Forschung (HAW) „Forschung für die Zukunft“ stellen die Dresdner Forscher aktuelle Projekte zum kollaborativen Arbeiten und deren Anwendungen in der Industrie vor.

Virtuell können die Besucher von Hannover aus auf dem Tablet ihre Züge gegen den kollaborativen Roboter YuMi, der in der Modellfabrik in Dresden steht, setzen....

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Künstliche Intelligenz forscht mit

26.03.2019 | Informationstechnologie

Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

26.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Im nicht mehr ewigen Eis – Rostocker Forscher untersuchen Leben in der Antarktis

26.03.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics