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Biotopverbund für gefährdete Reptilienarten

28.11.2001


Dieses Faltblatt dient zu Information und Anmeldung und kann unter der obigen Adresse angefordert werden


Bundesweites Fachsymposium im Rahmen des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens "Reptilienlebensraum Lechtal"

10. bis 11. Dezember 2001
Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (LfU), Augsburg

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. als Projektträger, das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LfU) und die Universität Bayreuth laden zu einem Fach-Symposium am 10. und 11. Dezember 2001 ins LfU nach Augsburg ein.

Auf dem 2-tägigen Symposium werden die Ergebnisse der Voruntersuchung des Erprobungs- und Entwicklungs- (E+E) Vorhabens "Reptilienlebensraum Lechtal" vorgestellt. Ziel des E+E-Projektes ist die Vernetzung der mittlerweile stark isolierten Populationen der Reptilien über einen Biotopverbund.

Weitere Beiträge und Erfahrungen aus anderen Reptilienprojekten - auch aus der Schweiz und den Niederlanden - ergänzen die bisherigen Grundlagendaten aus dem Lechtal. Beteiligt sind an diesem Workshop auch die Nutzer vor Ort. Wasser-, Forst- und Landwirtschaft wie auch die Staustufenbetreiber werden ihre Sichtweisen zu einem verbesserten Reptilienschutz einbringen. Das Symposium bietet somit Gelegenheit, gemeinsam über realisierbare Schutzkonzeptionen für diese gefährdete Tiergruppe zu diskutieren und diese auszutauschen in Hinblick auf ein weiter greifendes Maßnahmenkonzept, nicht nur mit Blick auf das Lechtal.

Das Programm kann angefordert werden bei:


Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V.
Eyberstraße 2
91522 Ansbach

Telefon: 0981/9504-247
Fax: 0981/9504-246
E-Mail: info@lpv.de

Darum geht es:
Reptilien stellen mit 79% gefährdeten Arten die insgesamt am stärksten bedrohte Wirbeltiergruppe in Deutschland dar. Um das Überleben der Reptilien langfristig zu sichern, sind Schutzkonzeptionen notwendig, die zum einen die bevorzugten Lebensräume dieser Tiere durch gezielte Maßnahmen erhalten, aufwerten oder neu gestalten, und zum anderen gleichzeitig darauf abzielen, die Akzeptanz in der Bevölkerung für den Reptilienschutz zu steigern.
Im Lechtal zwischen Schongau und Donauwörth kommen fünf ursprünglich bundesweit verbreitete Reptilienarten vor, von denen vier Arten - Schlingnatter, Kreuzotter, Zauneidechse und Ringelnatter - in Deutschland gefährdet sind. Ziel des Erprobungs- und Entwicklungs-(E+E) Vorhabens "Reptilienlebensraum Lechtal" ist es, in diesem Gebiet modellhaft ein Biotopverbundkonzept zu entwickeln und praktisch zu erproben, durch das die mittlerweile stark isolierten Reptilienpopulationen wieder miteinander vernetzt werden. Im Rahmen einer vor zwei Jahren begonnenen Voruntersuchung wurden dazu die Reptilienvorkommen erfasst und die Nahrungsgrundlagen, Lebensräume und Kleinstrukturen analysiert.
Auf dem zweitägigen Symposium stellen der Deutsche Verband für Landschaftspflege und die Universität Bayreuth diese Ergebnisse und die daraus entwickelte Schutzkonzeption zur Diskussion. Weitere Beiträge und Erfahrungen aus anderen Reptilienprojekten - auch aus der Schweiz und den Niederlanden - ergänzen die bisherigen Grundlagendaten aus dem Lechtal. Beteiligt sind an diesem Symposium auch die Nutzer vor Ort. Wasser-, Forst- und Landwirtschaft wie auch die Staustufenbetreiber werden ihre Sichtweisen zu einem verbesserten Reptilienschutz einbringen.
Der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. als Projektträger, das Bayerische Landesamt für Umweltschutz und die Universität Bayreuth wollen mit diesem bundesweiten Fach-Symposium in Augsburg die Gelegenheit geben, gemeinsam realisierbare Schutzkonzeptionen im Hinblick auf ein übertragbares und weiter greifendes Maßnahmenkonzept - nicht nur für das Lechtal - zu diskutieren und weiter zu konkretisieren.

Zielgruppe
Personen aus Wissenschaft und Praxis, die sich fachlich mit Reptilien und deren Erhalt in unseren Landschaften und dem Biotopverbund beschäftigen (Universitäten, Behörden, Naturschutz- und Landschaftspflegeverbände, Planungsbüros) sowie interessierte Privatpersonen.
Moderation
Dipl.-Ing. Wolfram Güthler, Geschäftsführer
Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL)
Dipl.-Biol. Renate Market, Projektleitung
Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL)

Jürgen Abel M. A. | idw

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