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Roboter laufen und klettern in Karlsruhe

20.07.2001


4. Internationale Konferenz CLAWAR 2001, organisiert vom Forschungszentrum Informatik (FZI) - 24. bis 26. September 2001

Roboter laufen und klettern in Karlsruhe

Die 4. Internationale Konferenz zu Kletter- und Laufrobotern CLAWAR 2001 beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Entwicklung von autonomen Robotern. Neue Ansätzen der Forschung sind zum Beispiel die Übertragung des natürlichen Verhaltens von Tieren auf Roboter oder die Entwicklung künstlicher Muskeln. In der konferenzbegleitenden Ausstellung werden Laufmaschinen vorgeführt.

Roboter, die laufen und klettern können, werden den Menschen in Zukunft immer mehr unangenehme und gefährliche Arbeiten abnehmen. Sie sollen Landminen räumen, einsturzgefährdete Tunnel vermessen, unter Ölplattformen tauchen, Reparaturen im Hochsicherheitsbereich von Kernkraftwerken ausführen und bei Katastrophen Rettungseinsätze in gefährlichem Gelände übernehmen. Nicht weniger nützlich sind mobile Dienstleistungs-Roboter, die Brücken und Dämme inspizieren und Wartungsdiagnosen stellen können oder in industriellen Lackierräumen den Produktionsablauf überwachen.

"In den letzten Jahren hat es in der Forschung in diesem Fachbereich einen enormen Schub gegeben. Doch obwohl der Markt für Lauf- und Kletterroboter potentiell sehr groß ist, gibt es bislang erst wenige industrielle Anwendungen", berichtet Dr. Karsten Berns, Abteilungsleiter am FZI Forschungszentrum Informatik an der Universität Karlsruhe (TH). Die Erklärung läge in ungelösten Forschungsfragen. "Die Technologie ist noch nicht zuverlässig genug und auch bislang zu teuer für den Masseneinsatz", so Berns.

Auf Einladung des FZI trifft sich vom 24. bis 26. September 2001 die internationale Wissenschaft, die sich der Erforschung und Entwicklung autonomer humanoider Roboter verschrieben hat, an der Uni Karlsruhe zur "4.th International Conference on Climbing and Walking Robots And the Support Technologies for Mobile Machines", kurz CLAWAR 2001. Der wissenschaftliche Informationsaustausch wird von der Europäischen Union im Rahmen des EC BRITE-EURAM-Programms gefördert. Seit drei Jahren sind über dieses Programm Mittel zum Aufbau eines "thematischen Netzwerkes CLAWAR" bereitgestellt. Es soll wissenschaftliche und industrielle Forschung in der Robotik verbinden. Das FZI ist mit seinem Forschungsschwerpunkt "Serviceroboteranwendungen" Mitglied in diesem Netzwerk.

Auf der Konferenz, deren Untertitel "Von der Biologie zu industrieller Anwendung" die Hauptrichtung der aktuellen Forschung zeigt, werden sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch mit wirtschaftlichen Fragen wie der Produktion preisgünstiger und schneller Roboter beschäftigen. Vorrangig sind jedoch wissenschaftliche Themen wie etwa die effiziente Übertragung von Bewegungsabläufen aus der Natur auf die Mechanik der Roboter oder die Abbildung von Regeln aus natürlichen Verhaltensmustern von Tieren (z.B. der Stabheuschrecke) in den Steuerungen. Im Detail geht es um Fragen der Entwicklung künstlicher Muskeln und Ganglienknoten, um neue Sensoren und komplexe Sensorsysteme sowie um neue Bewegungsalgorithmen, fortgeschrittene Design-Methoden, adaptive Kontrollkonzepte, und Systemarchitekturen.

In einer konferenzbegleitenden Ausstellung werden Laufmaschinen vorgeführt, die den neuesten Stand der Entwicklung zeigen. Die Veranstalter erwarten zur CLAWAR 2001 rund 200 Fachteilnehmer.

FZI Forschungszentrum Informatik
Dr. Karsten Berns

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»FZI

Haid-und-Neu-Straße 10-14
D-76131 Karlsruhe
Tel. 0721-9654-202

Fax 0721-9654-209 
berns@fzi.de


Das FZI Forschungszentrum Informatik ist eine Stiftung des öffentlichen Rechtes und ein An-Institut an der Universität Karlsruhe (TH). Es wurde vor 16 Jahren gegründet, um Unternehmen zu innovativen Lösungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie zu begleiten. Die Struktur des FZI ist geprägt durch industrienahe Auftragsforschung und Projektabwicklung. Unter dem Dach des Forschungszentrums arbeiten 12 fachlich unabhängige Forschungsbereiche. Komplexe Aufgabenstellungen werden durch bereichsübergreifende Teams bearbeitet. So können Systemlösungen aus einer Hand angeboten werden.

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzi.de/clawar2001/
http://www.fzi.de
http://www.uwe.ac.uk/clawar

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