Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

43-Millionen-Projekt für Bremer Meeresforscher

04.07.2001


FS "Meteor" im Einsatz vor der brasilianischen Küste


Im Geolabor der "Meteor" wird ein Sedimentkern beprobt


Die DFG hat ein Forschungszentrum Ozeanränder an die Universität Bremen vergeben. Dafür stehen in den kommenden vier Jahren 43 Millionen DM zur Verfügung. Im neuen, maximal 12 Jahre geförderten Forschungszentrum werden sich mehr als 100 Mitarbeiter mit geologischen, biologischen und chemischen Prozessen in küstennahen Flachmeeren befassen.

Die Universität Bremen kann einen Riesenerfolg verbuchen: Gestern entschied die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), ein neu zu schaffendes Meeresforschungszentrum nach Bremen zu vergeben. Dafür stehen in den kommenden vier Jahren mehr als 40 Millionen Mark aus UMTS-Mitteln zur Verfügung. Die damit verbundene Herausforderung: Ein exzellentes Forschungszentrum Ozeanränder zu etablieren, das weltweit konkurrenzfähig ist und eine führende Rolle im Rahmen der großen internationalen Meeresforschungsprogrammen übernimmt. Die maximale Förderungsdauer ist, erfolgreiche Zwischenbegutachtungen nach jeweils vier Jahren vorausgesetzt, auf zwölf Jahre angelegt.

Erst im Oktober 2000 hatte die DFG die Einrichtung neuer Forschungszentren beschlossen. Ende des Jahres lagen 80 Bewerbungen aus 56 Hochschulen vor. Nur sieben Universitäten wurden nach einer Vorauswahl zur Antragstellung aufgefordert. Gestern am frühen Nachmittag dann erhielt Prof. Gerold Wefer die mit großer Spannung erwartete Nachricht aus Berlin, wo derzeit die Jahresversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft stattfindet. "Im April haben wir das Großprojekt auf einer DFG-Sitzung in Bonn vorgestellt", sagt der Bremer Meeresgeologe und designierte Direktor der Zentrums, der gemeinsam mit dem Rektor der Universität, Prof. Jürgen Timm, Antragsteller war. "Die Forschungsgemeinschaft bescheinigt uns hervorragende wissenschaftliche Qualität, nicht nur in Bezug auf unsere bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten, sondern auch in Hinblick auf unseren Antrag. Dies ist sicherlich eine gute Basis, um das Zentrum erfolgreich aufzubauen."

Das neue Forschungszentrum, in dem mehr als 100 Personalstellen, darunter vier Juniorprofessuren, vorgesehen sind, ist auf die Überganszonen zwischen Ozeanen und Kontinenten ausgerichtet. Die flachen Küstenmeere sind dynamische Systeme, die in vielfältiger Weise die Umwelt- und Lebensbedingungen der Menschen beeinflussen. Hier leben in einem nur wenige Zehnerkilometer schmalen Streifen zwei Drittel der Weltbevölkerung; zudem finden in den küstennahen Meeren 90 Prozent des Weltfischfangs statt. Die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen den Ozeanen und dem Festland sind bisher indes nur unzureichend verstanden. Das Forschungszentrum Ozeanränder, in dem Fachbereiche der Universität, das MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung, Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie, das Zentrum für Marine Tropenökologie sowie das Forschungsinstitut Senckenberg Wilhelmshaven kooperieren, soll die bestehenden Forschungslücken füllen.

Zu den geplanten Forschungsschwerpunkten, u.a. wird das neue Forschungszentrum den Bau des geplanten Tiefwasserhafens "Jade Weser Port" bei Wilhelmshaven wissenschaftlich begleiten, findet eine Informationsveranstaltung statt:

Landespressekonferenz
Freitag, 6. Juli, 10.30 Uhr

... mehr zu:
»DFG »Meeresforscher

Rathaus Bremen


Weitere Informationen / Interviews / Bildmaterial:
MARUM Öffentlichkeitsarbeit


Albert Gerdes
Tel. 0421 - 218-77 61
mobil: 0171 - 649 82 26
E-Mail: agerdes@marum.de

Albert Gerdes | idw

Weitere Berichte zu: DFG Meeresforscher

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur
17.04.2019 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck
17.04.2019 | Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics