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Klima schützen - und dabei Geld sparen

05.06.2001

5. Juni 2001 - Tag der Umwelt: BUND, Karstadt Warenhaus AG und Umweltbundesamt starten Klimaschutz-Aktion

Strom sparen, weniger Geld ausgeben und obendrein das Klima schützen: Wie das geht, zeigen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Karstadt Warenhaus AG und das Umweltbundesamt in einer gemeinsamen Aktion. Bundesumweltminister Jürgen Trittin startete die Aktion am heutigen "Tag der Umwelt" im Karstadt-Haus am Berliner Hermannplatz. Keiner muss auf Liebgewonnenes verzichten, das Sparen ist einfacher, als viele denken. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge, nahm die hohen Leerlaufverluste vieler Elektrogeräte aufs Korn: "In einem gut ausgestatteten Haushalt geht mindestens ein Zehntel des Stromverbrauchs durch Leerlauf bei Elektrogeräten, zum Beispiel für unnötige Stand-by-Schaltungen, drauf. Das Geld lässt sich sicherlich sinnvoller anlegen."

Neue, sparsame Geräte und ein cleverer Umgang mit den vorhandenen - so lautet die Empfehlung, um Konto und Klima wirksam zu entlasten. Dr. Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des BUND: "Jeder Einzelne kann jeden Tag zum Tag der Umwelt machen, wenn er oder sie die vielen Möglichkeiten zum Energiesparen nutzt. Im Haushalt, im Büro, in der Freizeit - überall schlummern Reserven für den Klimaschutz, die wir mit unserer gemeinsamen Stromsparaktion erschließen wollen". Klaus Wilmsen, Umweltschutzbeauftragter der Karstadt Warenhaus AG, betont: "Klima schützen, Energie sparen, Geld sparen hat nichts mit Kürzertreten zu tun, sondern mit Weiterdenken."

Der "Tag der Umwelt" wurde bewusst als Starttermin für die Aktion gewählt, denn das diesjährige Motto lautet: "Klimaschutz jetzt - Technologien für die Zukunft". Dazu Dr. Gerhard Timm: "Die Bundesregierung hat das Ziel, den Kohlendioxidausstoß bis 2005 um 25 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Sie wird ihre Anstrengungen zur Erreichung dieses Ziels nur verstärken, wenn aus der Bevölkerung klare Signale für mehr Umweltschutz kommen. Energie einzusparen, ist auch im Interesse nachfolgender Generationen. Deshalb starten wir diese Klimaaktion und rufen dazu auf, auch im Haushalt das Sparen von Strom an die oberste Stelle zu setzen."

Die drei Partner wollen die Bürgerinnen und Bürger für einen cleveren Umgang mit Strom und Wärme sensibilisieren und Tipps für den Kauf moderner, sparsamer Geräte geben. Hierauf zu achten, lohnt sich auch finanziell, denn: In den eigenen vier Wänden gehen viele ausgesprochen großzügig mit Strom und Wärme um. Licht, Warmwasser, Heizung, Waschmaschine, Geschirrspüler, Stereoanlage, Computer - alles ist jederzeit auf Knopfdruck oder Ventildrehung verfügbar.

"Wer will schon im Treibhaus wohnen" ist der Titel einer kostenlosen Informationsbroschüre von BUND, Karstadt und Umweltbundesamt. Der Energiehunger vieler Haushaltsgeräte frisst die knapper werdenden Rohstoffe Gas, Öl und Kohle auf und schädigt das Klima. Nicht nur das. Er zieht den Verbraucherinnen und Verbrauchern bares Geld aus der Tasche - mehrere Hundert Mark pro Jahr, von denen man 200 Mark und mehr sparen könnte. Auf 24 Seiten zeigen praktische Beispiele, wie einfach man Strom und Wärme besser ausnutzen kann. Da ist viel drin: Durch den bewussten Umgang können schnell bis zu 30 % Energieeinsparung erreicht werden. Allein, um die Stromvergeudung durch Leerlaufverluste aller Haushalte zu decken, müssen in Deutschland zwei 1000 Megawatt-Kraftwerke Strom produzieren.

Die Karstadt Warenhaus AG richtet für diese Aktion in den kommenden Wochen in vielen ihrer bundesweit 183 Karstadt-, Hertie- und Wertheim-Filialen Sonderverkaufsflächen ein. Es gibt fachkundige Energieberatung vor Ort.

Die kostenlose Broschüre und weiteres Informationsmaterial zur Aktion sowie zum Thema "Energiesparen im Haushalt" gibt es bei:

  • der Karstadt Warenhaus AG, Bernd Schott, Abt. Umweltschutz, Theodor-Althoff-Straße 2, 45133 Essen, Tel.: 0201/727-5251, Fax: 0201/727-4790, E-Mail:qs-umwelt@karstadt.de,
  • dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Jozo Juric, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin, Fax. 030/275-86440, E-Mail: jozo.juric@bund.net und
  • dem Umweltbundesamt, Zentraler Antwortdienst, Postfach 33 00 22, 14193 Berlin, Fax: 030/8903-2912, E-Mail: renate.hardt@uba.de.

Karsten Klenner | idw
Weitere Informationen:
http://www.bund.net/
http://www.umweltbundesamt.de/

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