Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gebäude als Klimaschützer: Tagung zu energieeffizientem und solarem Bauen zeigt riesiges Einsparpotenzial im Gebäudebereich

03.09.2008
Der ForschungsVerbund Sonnenenergie zeigt auf seiner Jahrestagung am 29. bis 30. September in Berlin, dass bei Gebäuden die Steigerung der Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien Hand in Hand gehen müssen.

Knapp 40 % des gesamten Endenergieverbrauchs werden in Deutschland für die Konditionierung von Gebäuden verbraucht. Dabei entfällt mehr als ein Drittel des Endenergieverbrauchs auf Raumwärme und Warmwasserbereitung, der Rest auf Kühlung, Lüftung und Kunstlicht.

Es ist gesellschaftlicher Konsens, dass der fossile Primärenergieverbrauch gemindert und langfristig ganz ersetzt werden muss. Dabei ist Effizienzsteigerung die Grundlage jeglicher sinnvollen Maßnahme, auf die dann mit dem Einsatz erneuerbaren Energien aufgesetzt werden muss.

Der wissenschaftliche Tagungsleiter Professor Gerd Hauser vom Fraunhofer-Instituts für Bauphysik betont: "Wir müssen Energieeffizienz zu unserer Maxime erheben. Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung haben eine hohe praktische Bedeutung für den Klimaschutz. Sie wird in der öffentlichen Debatte noch nicht ausreichend berücksichtigt. Allein durch Komponenten zur passiven Solarenergienutzung in unseren Wohngebäuden werden jährlich circa 83 TWh geerntet. Zum Vergleich: In Deutschland lieferten 2006 die erneuerbare Energien insgesamt zur Stromerzeugung 70 TWh und zur Wärmeerzeugung 90 TWh."

Die Potenziale der Effizienzsteigerung sind noch lange nicht ausgeschöpft. Durch bloße Anwendung üblicher, bewährter Techniken sind Heizenergie-Verbrauchsminderungen von 50 bis 85 % realisierbar. Würde allein der Wohngebäudebestand energetisch so saniert, dass eine durchschnittliche Verbrauchsminderung um 65 % einträte, ergäbe sich eine Einsparung von 640 TWh. Die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich ist zur Erreichung der CO2-Einsparziele bis 2020 eine der Hauptmaßnahmen zur Lösung unserer Energieprobleme.

In Kombination mit erneuerbaren Energien können dann so genannte Plus-Energiehäuser entstehen, die im Jahr mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Vermutlich werden wohl alle Neubauten ab 2020 dieses Kriterium erfüllen und zusätzlich sogar noch den Strombedarf für den dann strombetriebenen Individualverkehr im innerstädtischen Bereich abdecken - Gebäude werden zu Mini-Kraftwerken.

HINTERGRUND
Der ForschungsVerbund Sonnenenergie ist eine Kooperation außeruniversitärer Forschungsinstitute für erneuerbare Energien. Das Themenspektrum reicht von Photovoltaik über Wasserstofftechnologien und Geothermie bis hin zur Windenergie. Mit etwa 1600 Mitarbeitenden repräsentiert der FVS ungefähr 80% der Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland.
FVS-MITGLIEDSINSTITUTE
o DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
o FZ Jülich Forschungszentrum Jülich GmbH
o Fraunhofer IBP Fraunhofer-Institut für Bauphysik
o Fraunhofer ISE Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme
o GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum
o HZB Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (vormals HMI)
o ISFH Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal GmbH
o ISET Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V.
o ZAE Bayern Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V.
o ZSW Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
PRESSEKONTAKT
Petra Szczepanski
Öffentlichkeitsarbeit ForschungsVerbund Sonnenenergie
Kekuléstraße 5, 12489 Berlin
Tel. 030/ 8062-1337
Fax 030/ 8062-1333
E-mail: fvs@helmholtz-berlin.de

Petra Szczepanski | idw
Weitere Informationen:
http://www.FV-Sonnenenergie.de
http://www.fv-sonnenenergie.de/termine/termindetails/article/25/fvs-jahresta/?tx_ttnews[tab_uid]=&cHash=8ada105f71

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics