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Biologische Anstalt Helgoland lädt zum Klimatag ein

11.06.2008
Der Klimawandel und seine Folgen für die Nordsee

Am 20. Juni veranstaltet die Biologische Anstalt Helgoland (BAH), seit 1998 Außenstelle des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft, von 17:00 Uhr bis 19:30 Uhr einen Klimatag, um der interessierten Öffentlichkeit die Brisanz des Klimawandels und die daraus resultierenden Folgen näher zu bringen. Im Mittelpunkt steht dabei die Nordsee, denn auch direkt vor unserer Haustür macht sich die Veränderung des Ökosystems bereits bemerkbar.

"Alle reden vom Klimawandel, aber die tatsächlichen Hintergründe und die direkten Auswirkungen auf die Lebewesen der Nordsee und uns Küstenbewohner bleiben meist unklar", so die Direktorin der BAH und Initiatorin des Klimatags auf Helgoland, Prof. Dr. Karen Wiltshire. "Mit dieser Veranstaltung wollen wir unseren Beitrag zur Aufklärung leisten." Forscher der BAH sowie der Vogelwarte Helgoland analysieren seit mehr als 130 Jahren regelmäßig die Veränderungen der Flora und Fauna auf der Nordseeinsel. So entstand dort eine der weltweit umfassendsten ökologischen Messreihen. Mit Blick auf den Klimawandel erhalten diese Daten einen ganz neuen Stellenwert.

Drei Vorträge renommierter Klimaforscher sollen am 20. Juni 2008 offene Fragen zum Klimawandel beantworten. Im Anschluss an die Vorträge ist eine Diskussion mit dem Publikum geplant. Zum Auftakt der Vortragsreihe spricht Prof. Dr. Peter Lemke, Klimaforscher am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven und als koordinierender Leitautor beteiligt an dem mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten IPCC-Bericht, zum Thema "Eiszeit oder Treibhausklima - Was kommt auf uns zu?" Er wird das Klimaproblem hierbei zunächst global betrachten und am Ende des Vortrags auf die Konsequenzen für Norddeutschland und die Nordsee eingehen.

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Danach referiert der Ornithologe Dr. Ommo Hüppop, Leiter der Inselstation des Instituts für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland" über den "Vogelzug im Klimawandel."

Es folgt der Vortrag "Klimawandel und die Folgen für das Ökosystem der Deutschen Bucht" des Ökologen Prof. Dr. Heinz-Dieter Franke, leitender Wissenschaftler an der BAH.

Zum Abschluss der Veranstaltung übergibt Jürgen Geuther, Vorsitzender des Fördervereins Museum Helgoland, der Biologischen Anstalt in feierlichem Rahmen historische Fotos des Institutsaquariums des Naturfotografen Franz Schensky (* 1871; ? 1957), die dem Institut als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt werden.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Margarete Pauls | idw
Weitere Informationen:
http://www.awi.de

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