Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovativer Mittelstand verstärkt gefördert

21.05.2008
BMWi-Programme werden gebündelt
160 Aussteller auf Innovationstag Mittelstand in Berlin

Vom Dübel bis zum LCD-Flachbildschirm – Innovationen des deutschen Mittelstands haben Technikgeschichte geschrieben. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gehören bei der Innovationsbeteiligung zu den Besten in Europa. Der Wettbewerb wird aber schärfer. Die Bundesregierung setzt mit ihrer Technologiepolitik deshalb auf verstärkte Innovationsförderung.

Spitzenergebnisse sind am 25. Juni in Berlin auf einem „Innovationstag Mittelstand“ des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zu sehen. Vorgestellt wird zudem das neue Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand.

Eine Maschine für die halbautomatische Spargelernte, einen Motor mit Drehzylindern oder ein Handy, das seinen Besitzer erkennt – gibt es nicht? Gibt es doch. Der „Spargel-Panther“ von Mittelständler Christian Bornstein aus Niedersachsen und Erfinder Heinz Schmidt aus Hessen sticht pro Minute bis zu 18 Stangen. Ein neuer Motor aus Thüringen nach dem Drehzylinderprinzip ist sauberer, leistungsfähiger und billiger als seine herkömmlichen Brüder. Und ein in Bayern entwickelter Sensor zum Beispiel für Handys vermag Personen über den Hautkontakt zu identifizieren.

... mehr zu:
»KMU »Technologiepolitik

Das sind nur drei der neuen Erzeugnisse, Verfahren und Dienstleistungen, die von 160 Ausstellern aus ganz Deutschland präsentiert werden. Die Ergebnisse der Unternehmen und Einrichtungen belegen, dass zum Beispiel die Gelder für die Programme zur Förderung der Erhöhung der Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen (PRO INNO II) oder zur Unterstützung innovativer Wachstumsträger (INNO-WATT) gut angelegt sind. So weisen Untersuchungen nach, dass je PRO-INNO-Vorhaben im Schnitt mehr als drei neue Jobs entstanden sind. Mit einem Fördermitteleinsatz von nur 13.000 Euro je Arbeitsplatz – einem Bruchteil der Aufwendungen, die bei alternativer Beschäftigungs- und Arbeitsmarktförderung erforderlich wären. In den KMU hat sich außerdem jeder Fördereuro mit 6,7 Euro Umsatzsteigerung ausgezahlt.

Die Innovationsförderung des BMWi für den Mittelstand blickt auf drei Rekordjahre zurück und soll in diesem wie auch im nächsten Jahr noch einmal verstärkt werden. Bis 2009 steigert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Förderangebote für den innovativen Mittelstand von 460 Millionen Euro im Jahre 2005 auf 670 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurden in der Technologieförderung des Ministeriums rund 1.900 Vorhaben mit mehr als 190 Millionen Euro allein im Rahmen des PRO-INNO-Programms bewilligt.

Gerade bei Unternehmen im High-Tech-Bereich zeigt sich die Hebelwirkung entsprechender Fördermittel sehr deutlich. Mit jedem Fördereuro werden zugleich im Schnitt zwei Euro von Unternehmensseite für Forschung und Entwicklung ausgegeben.

„Mit einer besonders an den Bedürfnissen der kleinen und mittleren Unternehmen ausgerichteten Technologiepolitik unterstützt die Bundesregierung den Mittelstand dabei, seine Innovationskompetenz zu erhöhen. Wir wollen mit der Hightech-Strategie“, so Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, „innovationsfreundlichere Rahmenbedingungen schaffen und mehr Fördergelder bereitstellen.“ Zur Leistungsschau auf dem Gelände der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. in Berlin-Pankow sind Informationen zur BMWi-Technologieförderung aus erster Hand zu bekommen. Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, wird das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des Bundes vorstellen. Es bündelt die Programme für KMU, weitet die Förderung und macht sie transparenter – Bürokratieabbau inklusive.

Kontakt: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „O. v. Guericke“, Geschäftsstelle Berlin, Tschaikowskistraße 49, 13156 Berlin,
Herr Lothar Braun,
Telefon 030 48 163 458

Hans-Werner Oertel | InnoMedia
Weitere Informationen:
http://www.forschungskoop.de

Weitere Berichte zu: KMU Technologiepolitik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern
18.03.2019 | Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

nachricht Tuberkulose - eine der ältesten Krankheiten der Menschheit eliminieren!
15.03.2019 | Robert Koch-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Oszillation im Muskelgewebe

Wenn ein Muskel wächst oder eine Verletzung in ihm ausheilt, verwandelt sich ein Teil seiner Stammzellen in neue Muskelzellen. Wie dieser Prozess über zwei oszillierend hergestellte Proteine gesteuert wird, beschreibt nun das MDC-Team um Carmen Birchmeier im Fachjournal „Genes & Development“.

Die Stammzellen des Muskels müssen jederzeit auf dem Sprung sein: Wird der Muskel beispielsweise beim Sport verletzt, ist es ihre Aufgabe, sich so rasch wie...

Im Focus: Das Geheimnis des Vakuums erstmals nachweisen

Neue Forschungsgruppe an der Universität Jena vereint Theorie und Experiment, um erstmals bestimmte physikalische Prozesse im Quantenvakuum nachzuweisen

Für die meisten Menschen ist das Vakuum ein leerer Raum. Die Quantenphysik hingegen geht davon aus, dass selbst in diesem Zustand niedrigster Energie noch...

Im Focus: Revealing the secret of the vacuum for the first time

New research group at the University of Jena combines theory and experiment to demonstrate for the first time certain physical processes in a quantum vacuum

For most people, a vacuum is an empty space. Quantum physics, on the other hand, assumes that even in this lowest-energy state, particles and antiparticles...

Im Focus: Test der Symmetrie der Raumzeit mit Atomuhren

Der Vergleich zweier optischer Atomuhren bestätigt ihre hohe Genauigkeit und eine Grundannahme der Relativitätstheorie - Nature-Veröffentlichung

Einstein formulierte in seiner Speziellen Relativitätstheorie die These, die Lichtgeschwindigkeit sei immer und unter allen Bedingungen gleich. Doch diese...

Im Focus: Energieeffizientes Supraleiterkabel für Zukunftstechnologien

Ob für die Anbindung von Windparks, für die Gleichstromversorgung auf Schiffen oder sogar für leichte und kompakte Hochstromleitungen in künftigen vollelektrischen Flugzeugen: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein vielseitiges Supraleiterkabel entwickelt, das auf einfache Weise industriell gefertigt werden kann. Bei moderater Kühlung transportiert es elektrische Energie nahezu verlustfrei.

Supraleiter übertragen elektrischen Strom bei tiefen Temperaturen nahezu verlustfrei – das macht sie für eine ganze Reihe energiesparender Technologien...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern

18.03.2019 | Veranstaltungen

Tuberkulose - eine der ältesten Krankheiten der Menschheit eliminieren!

15.03.2019 | Veranstaltungen

18. Fachtagung zu Rapid Prototyping

13.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der virtuelle Graue Star

18.03.2019 | Informationstechnologie

Objekt­erkennung für innovative Logistiksysteme

18.03.2019 | Verkehr Logistik

Forscher entwickeln Roboterarme biegsam wie Elefantenrüssel: für große Greifer und kleine Endoskope

18.03.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics