Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikrosystemtechnik Netzwerk lädt ein zur Jahrestagung 2008

14.05.2008
Am Freitag, 6. Juni 2008, diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft auf der Jahrestagung des mst-Netzwerk Rhein-Main e.V. im Institut für Mikrotechnik Mainz über Entwicklung und Nutzen zum Thema „Mikrosysteme in Analytik und Diagnostik“ (11 Uhr bis ca. 16 Uhr).

Analytik und Diagnostik finden sich in zahlreichen Branchen, und ebenso zahlreich ist der Einsatz der Mikrosystemtechnik. Grund für das mst-Netzwerk Rhein-Main, in diesem Jahr dieses Thema aufzugreifen. Auf der Tagung diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft mit der Politik - insbesondere mit Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz - über Trends: Mikrofluidik sowie Technologien und Komponenten für das Chemielabor auf Mikrochip, Mikrosystemtechnik für Gasanalytik und diagnostische Geräte.

Mikrosysteme stark im Rhein-Main-Gebiet
Im Rhein-Main-Gebiet gibt es etwa 350 Firmen, mit denen das mst-Netzwerk die Zusammenarbeit intensivieren will. Da es sich bei der Mikrosystemtechnik um eine Querschnittstechnologie handelt, betrifft dies so gut wie alle Branchen. „Ziel des Netzwerks ist es, in der Rhein-Main-Region Entwicklungs-, Prozess- und Herstellketten für gebrauchsfähige neue Anwendungen zu schaffen, indem wir Synergie-Effekte unter den unterschiedlichen Firmen und Branchen herstellen und die Wege zwischen den Mitgliedern verkürzen. Auf diese Weise wird die Region in ihrer Wirtschafts- und Innovationskraft gestärkt“, so Prof. Dr. Helmut Schlaak, Vorstandsvorsitzender des mst-Netzwerk Rhein-Main e.V., das derzeit 35 Mitglieder zählt. Unterstützung findet das Netzwerk durch das TechnologieTransfernetzwerk Hessen (TTN-Hessen). Seit 2007 wird es im Rahmen der Innovationsförderung des Landes Hessen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Unternehmen und Forschungseinrichtungen bündeln in Arbeitskreisen Kompetenzen, forschen und entwickeln gemeinsam. Themenschwerpunkte sind Halbleitertechnik/Mess- und Sensortechnik/Mikrooptik/Mikrobearbeitung und Mikromontage/Bio-MEM (Fluidik) / Mikroantriebe.
Branchenübergreifender Einsatz
Überall wo Analyse und Diagnostik stattfindet, hat die Mikrosystemtechnik ihren festen Platz. Dabei geht es nicht nur um Medizin beziehungsweise Medizintechnik, worin die Mikrosystemtechnik längst Einzug gehalten hat. In Deutschland werden beispielsweise pro Jahr ca. 150.000 Biopsien (Probenentnahmen) durchgeführt. Dafür werden rund 15.000 Biopsiegeräte benötigt. „Nicht nur die medizinischen Analysenmethoden reichen mittlerweile in Mikro- und sogar Nanodimensionen. Sie benötigen entsprechend kleine Instrumente und Materialien“, so Dipl.-Ing. Frank Neumann, Abteilungsleiter Feinwerktechnik beim Institut für Mikrotechnik Mainz, als Mitinitiator und Mitbegründer des Netzwerks in 2004 seit Beginn im Vorstand dabei.

Mikrosystemtechnologie wird auch in Fabrikanlagen eingesetzt. Hier messen beispielsweise hochsensible Sensoren, ob aus Behältern Gas ausströmt, schlagen Alarm und geben direkt bekannt, um welches Gas es sich handelt. In Chemielabors lassen sich mit dieser Technologie völlig neue Prozeßfenster erschließen, Energien einsparen sowie Effizienz und Ausbeute steigern. Biochemische Analysen lassen sich unter Nutzung neuer Sensorkonzepte parallelisieren – „konventionell musste man die Analysen nacheinander durchführen. Das war zeit- und kostenaufwändig“, so Richard Jordan, Geschäftsführer des mst-Netzwerks. In der Materialüberwachung spielt die Mikrosystemtechnik ebenfalls eine wichtige Rolle, wie bei der Überwachung von Schäden an Brücken oder der automatischen Kontrolle des Drucks von Autoreifen. In der Umwelttechnik helfen Mikroteilchen, die Luftqualität zu messen, beispielsweise in Hinblick auf Feinstaub und Gase. Bei allen Einsätzen geht es um eines: Funktionalitäten zu bündeln und damit Zeit und Kosten zu sparen.

Ansprechpartner:
mst-Netzwerk Rhein-Main e.V.
Geschäftsführer Richard Jordan
TTN-Hessen und IHK-Arbeitsgemeinschaft Hessen
Rheinstraße 89
64295 Darmstadt
Tel. 06151 / 871-284
jordan@darmstadt.ihk.de
http://www.mst-netzwerk.de

Barbara Hoffmann | TTN Hessen
Weitere Informationen:
http://www.ttn-hessen.de
http://www.mst-netzwerk.de/html/default.asp?lfn=1219
http://www.mst-netzwerk.de/uploads/download/Jahrestagung_mst-Netzwerk_2008.pdf

Weitere Berichte zu: Chemielabor Mikrosystemtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics