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Internationaler Kongress Urbio 2008 zu biologischer Vielfalt und nachhaltiger Stadtgestaltung

16.04.2008
Internationaler Kongress Urbio 2008 zu biologischer Vielfalt und nachhaltiger Stadtgestaltung
CBD-Exekutiv-Sekretär: "Der Kampf um das Leben auf der Erde wird sich in
Städten entscheiden"
Nach Ansicht von Dr. Ahmed Djoghlaf wird sich der "Kampf um das Leben auf der Erde in Städten entscheiden". Der Exekutiv-Sekretär der UN-Biodiversitätskonvention (CBD) ist Schirmherr des internationalen Kongresses "Biologische Vielfalt und nachhaltige Stadtgestaltung" (Urban Biodiversity and Design - Urbio2008), der vom 21. bis 24. Mai 2008 in Erfurt gemeinsam von der Fachhochschule Erfurt und Natural England im Auftrag des Kompetenznetzwerkes Stadtökologie (CONTUREC) veranstaltet wird.

Der Kongress wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Erwartet werden über 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die sich mit Fragen beschäftigen, wie dem Verlust der Biologischen Vielfalt in Städten begegnet werden kann.

Ziel des Kongresses Urbio 2008, der parallel zur 9. Vertragsstaatenkonferenz der CBD in Bonn (19.-30. Mai 2008) stattfindet, ist es, die Aufmerksamkeit der CBD-Vertragsstaaten auf das Thema "Biologische Vielfalt und Nachhaltige Stadtentwicklung" zu lenken und in Zukunft auf das Arbeitsprogramm der CBD zu setzen, gleichzeitig fließen die Ergebnisse in das Weltbürgermeisterforum (ICLEI) ein, das vom 26. bis 28.5. ebenfalls in Bonn tagt.

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»BfN »CBD »Klimawandel »Stadtgestaltung

Die globalen Herausforderungen - Klimawandel, Verlust biologischer Vielfalt und rapides Wachstum von Städten - sind eng miteinander verknüpft: Städte nehmen zwar nur 2 % der Erdoberfläche ein, nutzen aber über 75 % der globalen Ressourcen. Das unbegrenzte Wachstum der Städte ist damit ein Hauptverursacher für den Klimawandel und den Verlust biologischer Vielfalt weltweit, gleichzeitig bieten strukturreiche Städte aber auch vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und die Ausstattung mit Grünstrukturen ist ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Lebensqualität in Städten.

Im Jahre 2050 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben - in Europa sind es bereits heute 80 %. Bislang wurden die Risiken, die von Städten ausgehen, in der internationalen Umweltpolitik wie der UN-Klimakonvention und UN-Biodiversitätskonvention (CBD) zwar häufig diskutiert. Die Chancen und Herausforderungen, die sich daraus für eine nachhaltige Stadtgestaltung ergeben, wurden aber bislang kaum thematisiert.

"Die enorm hohe Nachfrage im Vorfeld des Kongresses macht deutlich, dass dieses Thema bereits lange in Wissenschaft und Politik überfällig war. Der Erfurter Kongress wird wesentliche Impulse für eine neue Ausrichtung bei der Grüngestaltung und Planung in Städten unter dem Vorzeichen der globalen Herausforderungen Klimawandel und Verlust der Biologischen Vielfalt geben" - so der Hauptorganisator des Kongresses, der Stadtökologe Prof. Dr. Norbert Müller von der Fachhochschule Erfurt.

Neben seinen Mitorganisatoren David Knight (Natural England) und Peter Werner (Institut Wohnen und Umwelt, Darmstadt) sind weitere 20 Wissenschaftler aus der ganzen Welt in die Vorbereitung des Kongresses involviert, der als 3. Tagung des Kompetenznetzwerkes Stadtökologie (www.conturec.de) ausgerichtet wird.

Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz sagte: "Wir werden die in Erfurt erzielten Ergebnisse unmittelbar in die Vertragstaatenkonferenz der CBD einspeisen.

Damit es aber gelingt Chancen und Risiken, die mit dem anhaltenden Wachstum der Städte weltweit verbunden sind, wieder auf die Agenda der CBD zu bringen, ist natürlich auch das Engagement auf lokaler Ebene, in den Städten selbst erforderlich." Dieses Engagement will das BfN im Mai in Bonn wecken und unterstützt neben dem wissenschaftlichen Kongress in Erfurt auch das schon genannte Weltbürgermeisterforum in Bonn .

Denn die Zeit drängt: Der rapide Verlust an biologischer Vielfalt soll bis zum Jahr 2010 wenigstens gebremst werden (2010-Ziel). Das haben die Staats- und Regierungschefs aus aller Welt beim Weltgipfel in Johannesburg beschlossen, in Bonn wird Zwischenbilanz gezogen und das weitere Handlungsprogramm festgelegt.

Weitere Informationen zum Erfurter Naturschutzkongress "Urban Biodiversity and Design - Implementing the Convention on Biological Diversity in towns and cities"; Erfurt, 21.-24. Mai 2008 und online Registrierung: www.urbio2008.com

Hinweis:
Das BfN führt im Rahmenprogramm der UN-Naturschutzkonferenz den "NATURATHLON 2008 - Der Lauf der Welt" durch. Hierfür können sich internationale Freizeitsportler unter www.NATURATHLON.de bewerben.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de
http://www.naturallianz.de

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