Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzentreffen der Europäischen Naturschutzbehörden in Wales

05.03.2008
Gestern Abend ging das Spitzentreffen der europäischen Natur-schutzagenturen und der Europäischen Kommission in Wales zu Ende. Bei diesem strategischen Meinungsaustausch des ENCA-Netzwerks (Network of Heads of European Nature Conservation Agencies) wurden neue Impulse für einen erfolgreichen europäischen Naturschutz gesetzt.

Naturschutzagenturen sind staatliche Einrichtungen die sich mit den zentralen Fragen des Schutzes von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen - mit anderen Worten der biologischen Vielfalt - und deren nachhaltiger Nutzung beschäftigen.

Damit schließen diese Agenturen eine Lücke, die durch Arbeiten der technisch und medial geprägten Umweltschutzbehörden vorhanden war. Vor dem Hintergrund des aktuellen Klimawandels und der damit verbundenen existenziellen und ökonomischen Gefährdungspotentiale für die Menschheit ist der Wert einer intakten Natur nicht hoch genug einzuschätzen. Dies ist sicherlich ein Grund, warum die meisten europäischen Staaten über eigene Naturschutzagenturen auf nationaler Ebene verfügen und der Trend zur Einrichtung von Naturschutzbehörden in weiteren Ländern wie Rumänien oder der Türkei eine Verstärkung erfährt.

Das Netzwerk wurde auf Initiative des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) gegründet und hat bereits im ersten halben Jahr seines Bestehens deutliche Zeichen gesetzt. Mit einem gemeinsa-men Statement zu den Vorschlägen der Europäischen Kommission zum Health-Check der Agrarpolitik, wurden wichtige Hinweise gegeben, wie zur Erreichung des so genannten "2010-Zieles" beigetragen werden kann. Das "2010-Ziel" ist der Beschluss der Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten von Göteborg in 2001, bis zum Jahre 2010 dem Rückgang der biologischen Vielfalt Einhalt zu gebieten. Aus Sicht der europäischen Naturschutzagenturen sind insbesondere ein Ausgleich für den Wegfall der obligatorischen Flächenstilllegung sowie eine ausreichende Finanzierung der 2. Säule unverzichtbare Kernelemente einer naturschutzgerechten europäischen Agrarpolitik.

"Häufig fehlt es an entscheidenden Stellen in Wirtschaft und Politik an Informationen, welche Auswirkungen bestimmte Entscheidungen und Maßnahmen auf unsere Natur haben können. Hier sehe ich auch im Sinne einer fundierten Politikberatung eine zentrale und grenzüberschreitende Aufgabe für die wissenschaftlich arbeitenden Naturschutzbehörden Europas" sagte die BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel. "Ich bin davon überzeugt, dass auch die gemeinsame Arbeit an weiteren wichtigen Zukunftsthemen des Naturschutzes im ENCA-Netzwerk, zum Beispiel der "Anpassung an den Klimawandel", "nachhaltiger Landnutzung" und "Biokraftstoffen" ebenfalls zu wertvollen Ergebnissen führen wird."

Hinweis:
Die Bundesregierung setzt sich besonders für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein. Im Vorfeld der UN-Naturschutzkonferenz führt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine Kampagne zur biologischen Vielfalt durch, um die Öffentlichkeit auf den Wert und den Nutzen der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen. Weitere Information unter www.naturallianz.de.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.naturallianz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht MS Wissenschaft startet Deutschlandtour mit Fraunhofer-KI an Bord
17.05.2019 | Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

nachricht Wie sicher ist autonomes Fahren?
16.05.2019 | Technische Universität Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quanten-Cloud-Computing mit Selbstcheck

Mit einem Quanten-Coprozessor in der Cloud stoßen Innsbrucker Physiker die Tür zur Simulation von bisher kaum lösbaren Fragestellungen in der Chemie, Materialforschung oder Hochenergiephysik weit auf. Die Forschungsgruppen um Rainer Blatt und Peter Zoller berichten in der Fachzeitschrift Nature, wie sie Phänomene der Teilchenphysik auf 20 Quantenbits simuliert haben und wie der Quantensimulator das Ergebnis erstmals selbständig überprüft hat.

Aktuell beschäftigen sich viele Wissenschaftler mit der Frage, wie die „Quantenüberlegenheit“ auf heute schon verfügbarer Hardware genutzt werden kann.

Im Focus: Self-repairing batteries

UTokyo engineers develop a way to create high-capacity long-life batteries

Engineers at the University of Tokyo continually pioneer new ways to improve battery technology. Professor Atsuo Yamada and his team recently developed a...

Im Focus: Quantum Cloud Computing with Self-Check

With a quantum coprocessor in the cloud, physicists from Innsbruck, Austria, open the door to the simulation of previously unsolvable problems in chemistry, materials research or high-energy physics. The research groups led by Rainer Blatt and Peter Zoller report in the journal Nature how they simulated particle physics phenomena on 20 quantum bits and how the quantum simulator self-verified the result for the first time.

Many scientists are currently working on investigating how quantum advantage can be exploited on hardware already available today. Three years ago, physicists...

Im Focus: Accelerating quantum technologies with materials processing at the atomic scale

'Quantum technologies' utilise the unique phenomena of quantum superposition and entanglement to encode and process information, with potentially profound benefits to a wide range of information technologies from communications to sensing and computing.

However a major challenge in developing these technologies is that the quantum phenomena are very fragile, and only a handful of physical systems have been...

Im Focus: A step towards probabilistic computing

Working group led by physicist Professor Ulrich Nowak at the University of Konstanz, in collaboration with a team of physicists from Johannes Gutenberg University Mainz, demonstrates how skyrmions can be used for the computer concepts of the future

When it comes to performing a calculation destined to arrive at an exact result, humans are hopelessly inferior to the computer. In other areas, humans are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

MS Wissenschaft startet Deutschlandtour mit Fraunhofer-KI an Bord

17.05.2019 | Veranstaltungen

Wie sicher ist autonomes Fahren?

16.05.2019 | Veranstaltungen

Chemie – das gemeinsame Element

16.05.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Integrierte Zuckermoleküle schonen Zellkulturen

17.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Erstmals Einsatz von gefäßschützendem Antikörper bei kardiogenem Schock

17.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Additive Maschinen lernen Superlegierungen kennen

17.05.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics