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Fachtagung Hessen-Umwelttech zeigt Vorteile des Produktionsintegrierten Umweltschutzes

27.02.2008
Veranstaltung in der Aula der Universität

In vielen Unternehmen gilt Umweltschutz immer noch als kostentreibender Faktor. Doch Ökonomie und Ökologie sind keine Gegensätze. Ganz im Gegenteil: Werden die jeweiligen Ressourcen effizient genutzt, können die Kosten für Materialien, Abfall, Abwasser und Energie erheblich reduziert werden.

Wie das funktioniert, was Unternehmen tun können und wann sich Investitionen im Umweltschutz lohnen, zeigt am 12. März 2008 ab 13 Uhr in Gießen die Fachtagung Hessen-Umwelttech des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel betonte im Vorfeld: "Bei steigenden Energie- und Rohstoffpreisen kommt dem optimalen Umgang mit diesen Ressourcen eine Schlüsselrolle zu. Doch nicht nur für das einzelne Unternehmen, auch für die Volkswirtschaft führt ressourceneffizientes Wirtschaften zu einer Win-Win-Situation."

Die Tagung der Aktionslinie Hessen-Umwelttech wird in Kooperation mit dem hessischen Umwelttechnologiebeauftragten Prof. Dr. Stefan Gäth, Professur für Abfall- und Ressourcenmanagement am Interdisziplinären Forschungszentrum (IFZ) der Universität Gießen, der HA Hessen Agentur GmbH, dem Industrie- und Handelskammer (IHK) Verbund Mittelhessen, der Innovationsberatung der hessischen IHKs und der RKW Hessen GmbH durchgeführt.

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Die Fachtagung, die sich an alle Unternehmen mit Interesse am Thema Umweltschutz wendet, findet zum fünften Mal in Gießen, aber zum ersten Mal in der neu renovierten Aula der Justus-Liebig-Universität statt. Titel der Nachmittagsveranstaltung ist: "Produktionsintegrierter Umweltschutz - Investitionen, die sich rechnen".

Die möglichen Einsparpotenziale lassen sich erahnen, wenn man weiß, dass allein die Material- und Energiekosten durchschnittlich 51 Prozent der Produktionskosten ausmachen. Im Vergleich dazu betragen die Personalkosten nur 23 Prozent. Namhafte Unternehmen wie Fraport und Viessmann berichten bei der Veranstaltung über ihr Umweltengagement. Dass sich produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) lohnt, zeigt ein Modellprojekt des Landes Hessen. Dr. André Michels, Geschäftsführer bei Ecowin, der betreuenden Beraterfirma, wird das Projekt präsentieren. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse von KMU untersucht das Modellprojekt die möglichen Umweltschutzmaßnahmen in den Bereichen Energie, Wasser, Immissionsschutz, Materialeinsatz und Entsorgung. Von den teilnehmenden Unternehmen wird die Süss-Oberfächen GmbH berichten. Dr.-Ing. Peter Jahns von der Effizienz-Agentur stellt die umfangreichen Erfahrungen mit PIUS-Projekten in Nordrhein-Westfalen vor.

"Auf der Fachtagung Hessen-Umwelttech wird aus der Praxis für die Praxis berichtet, deshalb lade ich die hessischen Unternehmen herzlich ein, an diesem Erfahrungsaustausch teilzunehmen und die Ergebnisse im eigenen Unternehmen zu nutzen", so der Hessische Wirtschaftsminister.

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Gäth, Professur für Abfall- und Ressourcenmanagement
Heirich-Buff-Ring 26-32, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-37383, Fax: 0641 99-37389
E-Mail: stefan.a.gaeth@umwelt.uni-giessen.de

Lisa Arns | idw
Weitere Informationen:
http://www.hessen-umwelttech.de

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