Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geschichte und Kultur Kleinasiens

27.02.2008
Seit vierzig Jahren untersucht die Forschungsstelle "Asia Minor" der Westfälischen Wilhelms-Universität die Geschichte und Kultur Kleinasiens. Zum Jubiläum steht vom 3. bis 5. März 2008 eine internationale Tagung in Münster auf dem Programm.

Seit vierzig Jahren untersucht die Forschungsstelle "Asia Minor" der Westfälischen Wilhelms-Universität die Geschichte und Kultur Kleinasiens. Zum Jubiläum steht vom 3. bis 5. März 2008 eine internationale Tagung auf dem Programm.

Als im Jahr 1968 Prof. Dr. Friedrich Karl Dörner die Forschungsstelle "Asis Minor" im Seminar für Alte Geschichte der WWU Münster gründete, wurde ein wissenschaftliches Institut geschaffen, dessen vornehmlichste Aufgabe darin bestand, die Geschichte des antiken Kleinasiens zu erforschen. Einen besonderen Schwerpunkt sollte hierbei die Religions- und Kulturgeschichte der Region bilden, wobei archäologische, epigraphische und numismatische Zeugnisse als Informationsquellen dienten.

So führte die seit 1988 von Prof. Dr. Elmar Schwertheim geleitete Forschungsstelle Asia Minor im Laufe der Jahre verschiedene Projekte durch, die von der Erforschung des Grabhügels des kommagenischen Königs Antiochos I. (69 - 36 v. Chr.) auf dem Nemrud Dag und Doliche in der Osttürkei bis zur Aufnahme und Deutung der Überreste der antiken Städte Neandria und Alexandria Troas in der Nordwesttürkei reichen. Die jährlich von der Forschungsstelle durchgeführten Kolloquien bieten internationalen Wissenschaftlern ein Forum, ihre aktuellen Forschungen zur Geschichte Kleinasiens vorzustellen und zu diskutieren. In den "Asia Minor Studien", der wissenschaftlichen Reihe der Forschungsstelle, finden die Ergebnisse der Kolloquien ebenso Platz, wie Einzelpublikationen zu Teilaspekten des antiken Kleinasiens. Ergänzt wird das Team der Forschungsstelle durch türkische Studenten und Wissenschaftler, die im Rahmen von Stipendien, Lehraufträgen und Forschungsaufenthalten die Möglichkeit haben, ihre Studien in Münster fortzuführen und ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache zu vertiefen.

... mehr zu:
»Kleinasien-Forschung

Die von der Gerda Henkel-Stiftung unterstützte Jubiläumstagung "Geschichte und Kultur Kleinasiens" vom 3. bis 5. März 2008 im münsterschen Luidgerhaus (Überwasserkirchplatz 3) soll der Bestandsaufnahme abgeschlossener und neuer "Leuchtturmprojekte" der kleinasiatischen Altertumswissenschaften dienen. Angesichts neuer Fragestellungen und entstehender Forschungsverbünde sollen darüber hinaus künftige Perspektiven und Möglichkeiten der Kleinasien-Forschung in den beteiligten Disziplinen, insbesondere der Klassischen Archäologie, der Alten Geschichte, Epigraphik und Numismatik, zur Diskussion gestellt werden.

Insgesamt 21 Wissenschaftler aus Deutschland, den europäischen Nachbarländern und der Türkei stellten in Münster aktuelle landeskundliche Forschungsprojekte sowie wichtige Neufunde vor. Die Leiter einiger der wichtigsten Grabungen in der Türkei, darunter Troia, Göbekli Tepe, Pergamon, Ephesos, Sagalassos, Priene, Perge und Zeugma, präsentieren den aktuellen Stand ihrer bisherigen Forschungen und zeigen längerfristige Perspektiven auf. Zu Wort kommen auch die Direktoren zentralen Institutionen der Kleinasien-Forschung, wie des Deutschen Archäologischen Instituts in Istanbul, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und des British Institute for Archaeology in Ankara.

Für die interessierte Öffentlichkeit frei und kostenlos zugänglich ist ein Abendvortrag von Prof. Dr. Marc Waelkens aus Leuven/Belgien, der am Dienstag, 4. März 2008, um 20 Uhr im Hörsaal F5 des Fürstenberghauses am münsterschen Domplatz 20-22 über "Die Ausgrabungen in Sagalassos" sprechen wird.

Norbert Frie | idw
Weitere Informationen:
http://www.asiaminor.de/

Weitere Berichte zu: Kleinasien-Forschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur
17.04.2019 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck
17.04.2019 | Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

Das menschliche Auge ist für Grün besonders empfindlich, für Blau und Rot hingegen weniger. Chemiker um Hubert Huppertz von der Universität Innsbruck haben nun einen neuen roten Leuchtstoff entwickelt, dessen Licht vom Auge gut wahrgenommen wird. Damit lässt sich die Lichtausbeute von weißen LEDs um rund ein Sechstel steigern, was die Energieeffizienz von Beleuchtungssystemen deutlich verbessern kann.

Leuchtdioden oder LEDs können nur Licht einer bestimmten Farbe erzeugen. Mit unterschiedlichen Verfahren zur Farbmischung lässt sich aber auch weißes Licht...

Im Focus: Münchner Lichtquanten-Destillerie

Garchinger Physiker entwickeln eine Technik, um reine einzelne Photonen zu extrahieren

Das Destillieren von Spirituosen steigert den Gehalt von Alkohol relativ zum Wasseranteil. Ähnlich wirkt eine Methode auf Lichtquanten, Photonen, die ein Team...

Im Focus: Energy-saving new LED phosphor

The human eye is particularly sensitive to green, but less sensitive to blue and red. Chemists led by Hubert Huppertz at the University of Innsbruck have now developed a new red phosphor whose light is well perceived by the eye. This increases the light yield of white LEDs by around one sixth, which can significantly improve the energy efficiency of lighting systems.

Light emitting diodes or LEDs are only able to produce light of a certain colour. However, white light can be created using different colour mixing processes.

Im Focus: Quantenmaterie fest und supraflüssig zugleich

Forscher um Francesca Ferlaino an der Universität Innsbruck und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben in dipolaren Quantengasen aus Erbium- und Dysprosiumatomen suprasolide Zustände beobachtet. Im Dysprosiumgas ist dieser exotische Materiezustand außerordentlich langlebig, was die Tür für eingehendere Untersuchungen weit aufstößt.

Suprasolidität ist ein paradoxer Zustand, in dem die Materie sowohl supraflüssige als auch kristalline Eigenschaften besitzt. Die Teilchen sind wie in einem...

Im Focus: Quantum gas turns supersolid

Researchers led by Francesca Ferlaino from the University of Innsbruck and the Austrian Academy of Sciences report in Physical Review X on the observation of supersolid behavior in dipolar quantum gases of erbium and dysprosium. In the dysprosium gas these properties are unprecedentedly long-lived. This sets the stage for future investigations into the nature of this exotic phase of matter.

Supersolidity is a paradoxical state where the matter is both crystallized and superfluid. Predicted 50 years ago, such a counter-intuitive phase, featuring...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

24.04.2019 | Energie und Elektrotechnik

Control 2019: Fraunhofer IPT stellt High-Speed-Mikroskop mit intuitiver Gestensteuerung vor

24.04.2019 | Messenachrichten

Warum der moderne Mensch aus Afrika kommt

24.04.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics