Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bayreuther Konferenz behandelt den anderen Blick auf Kindheit und Jugend im frankophonen Afrika und in Lateinamerika

26.02.2008
Der spezifische und auch fachübergreifende wie vergleichende Blick auf Kindheit in Afrika und Lateinamerika steht im Mittelpunkt einer viertägigen Konferenz an der Universität Bayreuth (27.2. - 1.3.2008). Organisiert hat ihn die Bayreuther Afro-Romanistin und Komparatistin Professorin Dr. Ute Fendler.

Kindheit und Jugend haben erst in den letzten fünfzehn Jahren zunehmend wissenschaftliches Interesse geweckt. Hierbei haben vor allem Arbeiten zur Situation der Kinder in Krisenregionen oder gesellschaftlich brisante Themen wie Kinderhandel, Prostitution und Kindersoldaten auch eine breitere Öffentlichkeit aufmerken lassen.

Eine Konferenz zur Kindheit in Afrika und Lateinamerika, die vom 27. Februar bis zum 1. März in Bayreuth abgehalten wird, soll fachübergreifend Aspekte von Diskussionen um Recht und Stellung der Kinder aufgreifen, die in einem in Europa geführten Diskurs über Afrika oder Lateinamerika nicht immer auf den Zusammenhang und die Kultur eingehen können.

Schwerpunktmäßig soll sich das von der Bayreuther Afro-Romanistin und Komparatistin Professor Dr. Ute Fendler organisierte Kolloquium mit Reflexionen beschäftigen, die kritisch Begrifflichkeiten und Konzepte ebenso wie Traditionen hinterfragen, dabei Missstände aufzeigen, aber auch eine Vielfalt an Aspekten beleuchten, was Kindheit unter den jeweils gegebenen Umständen bedeutet oder bedeuten sollte.

Literatur ebenso wie Filme, Comics oder Kinderliteratur sind dabei wichtige Medien, die solche Reflexionen artikulieren und damit auch Gegenstand des Kolloquiums sind. Die literatur- und medienwissenschaftlichen Ansätze werden durch Beiträge aus der Linguistik, den Medienwissenschaften, der Anthropologie und Jura ergänzt, womit eine fachübergreifende und vergleichende Betrachtung gewährleistet ist.

Die Teilnehmer an der Konferenz mit dem Titel "Kindheit? Von Nostalgie, Verlust und Instrumentalisierung - Mediale Zeugnisse zu Kindheit und Jugend im frankophonen Afrika und in Lateinamerika" kommen zu gleichen Teilen aus Übersee und Osteuropa, sechs davon aus Lateinamerika und neun aus Afrika. Außerdem sind Wissenschaftler aus Frankreich und Spanien beteiligt, sowie fünf deutsche Fachleute.

Die örtliche Vertreterin des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, Christa Müller-Feuerstein wird die Konferenz eröffnen. Die ivorische Schriftstellerin Véronique Tadjo wird einen Workshop zur Kinderliteratur anbieten und ihre Werke im Bereich der Kinderliteratur in einer Ausstellung "Afrika in der Kinder- und Jugendliteratur", zeigen, die von den Bayreuther Romanisten Dr. Joachim Schultz konzipiert, organisiert und auch wissenschaftlich begleitet wird.

Um das Kolloquium mit dieser gesellschaftlich brisanten Fragestellung nicht auf den universitären Austausch zu beschränken, wird es mit dem argentinischen Film "Kamtchatka" im Bayreuther Cineplex eröffnet. Im Afrikazentrum der Universität, dem IWALEWA-Haus, wird im Verlaufe der Konferenz ein Film aus Burkina Faso "Yaaba" gezeigt, in dessen Zusammenhang die Möglichkeit zur Diskussion mit Spezialisten besteht.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Ute Fendler
Tel. (0921) 55 - 3567
ute.fendler@uni-bayreuth.de

Jürgen Abel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur
17.04.2019 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck
17.04.2019 | Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

Das menschliche Auge ist für Grün besonders empfindlich, für Blau und Rot hingegen weniger. Chemiker um Hubert Huppertz von der Universität Innsbruck haben nun einen neuen roten Leuchtstoff entwickelt, dessen Licht vom Auge gut wahrgenommen wird. Damit lässt sich die Lichtausbeute von weißen LEDs um rund ein Sechstel steigern, was die Energieeffizienz von Beleuchtungssystemen deutlich verbessern kann.

Leuchtdioden oder LEDs können nur Licht einer bestimmten Farbe erzeugen. Mit unterschiedlichen Verfahren zur Farbmischung lässt sich aber auch weißes Licht...

Im Focus: Münchner Lichtquanten-Destillerie

Garchinger Physiker entwickeln eine Technik, um reine einzelne Photonen zu extrahieren

Das Destillieren von Spirituosen steigert den Gehalt von Alkohol relativ zum Wasseranteil. Ähnlich wirkt eine Methode auf Lichtquanten, Photonen, die ein Team...

Im Focus: Energy-saving new LED phosphor

The human eye is particularly sensitive to green, but less sensitive to blue and red. Chemists led by Hubert Huppertz at the University of Innsbruck have now developed a new red phosphor whose light is well perceived by the eye. This increases the light yield of white LEDs by around one sixth, which can significantly improve the energy efficiency of lighting systems.

Light emitting diodes or LEDs are only able to produce light of a certain colour. However, white light can be created using different colour mixing processes.

Im Focus: Quantenmaterie fest und supraflüssig zugleich

Forscher um Francesca Ferlaino an der Universität Innsbruck und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften haben in dipolaren Quantengasen aus Erbium- und Dysprosiumatomen suprasolide Zustände beobachtet. Im Dysprosiumgas ist dieser exotische Materiezustand außerordentlich langlebig, was die Tür für eingehendere Untersuchungen weit aufstößt.

Suprasolidität ist ein paradoxer Zustand, in dem die Materie sowohl supraflüssige als auch kristalline Eigenschaften besitzt. Die Teilchen sind wie in einem...

Im Focus: Quantum gas turns supersolid

Researchers led by Francesca Ferlaino from the University of Innsbruck and the Austrian Academy of Sciences report in Physical Review X on the observation of supersolid behavior in dipolar quantum gases of erbium and dysprosium. In the dysprosium gas these properties are unprecedentedly long-lived. This sets the stage for future investigations into the nature of this exotic phase of matter.

Supersolidity is a paradoxical state where the matter is both crystallized and superfluid. Predicted 50 years ago, such a counter-intuitive phase, featuring...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer LED-Leuchtstoff spart Energie

24.04.2019 | Energie und Elektrotechnik

Control 2019: Fraunhofer IPT stellt High-Speed-Mikroskop mit intuitiver Gestensteuerung vor

24.04.2019 | Messenachrichten

Warum der moderne Mensch aus Afrika kommt

24.04.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics