Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interkultureller Dialog mit Osteuropa: Entwicklung innovativer Sprachlehrwerke

14.02.2008
Wissenschaftler treffen sich zum Auftakt eines neuen EU-geförderten Projekts in Göttingen

Wissenschaftler aus Bulgarien, Polen und der Slowakei werden vom 18. bis 21. Februar 2008 zu Gast an der Georg-August-Universität sein. Sie treffen dort mit Göttinger Forschern zur Auftaktveranstaltung für das Projekt "Interkultureller Dialog und Regionalisierte Lehrwerke" (IDIAL) zusammen.

Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht die Entwicklung innovativer Lehrmaterialien, die Sprach- und Kulturkompetenzen für den Austausch zwischen Deutschland und Osteuropa vermitteln. Dabei geht es um Deutsch als Fremdsprache sowie ausgewählte slavische Sprachen, insbesondere Russisch. Die Europäische Union fördert das zweijährige Projekt mit insgesamt 660.000 Euro. Die Gesamtleitung hat Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne vom Seminar für Deutsche Philologie, die mit dem Slavisten Prof. Dr. Matthias Freise zusammenarbeitet.

Wie Prof. Casper-Hehne erläutert, konzentrieren sich Verlage bei der Entwicklung von Fremdsprachenlehrwerken aus wirtschaftlichen Gründen eher auf Angebote für einen globalen Markt, ohne die regionalen Lehr- und Lerntraditionen oder die kulturellen Ausgangssituationen zu berücksichtigen. "Damit lassen die meisten Materialien auch den systematischen Aufbau einer differenzierten und wissenschaftlich abgesicherten interkulturellen Kompetenz vermissen - ein Mangel, der mit diesem Projekt behoben werden soll", betont die Wissenschaftlerin, die die Abteilung Interkulturelle Germanistik leitet. Als Basis für die neuen regionalisierten Lehrwerke für Studierende sowie für Schüler dienen aktuelle literarische oder landeskundliche Texte, mit denen zentrale Themen wie Familie, Arbeit, Bildung, Identität, Mobilität, Wirtschaft oder Demokratie bearbeitet werden.

... mehr zu:
»Philologie

An allen Standorten der am Projekt IDIAL beteiligten Institutionen werden bilinguale Teams gebildet. So arbeiten in Krakau und Zielona Góra (Polen), Bratislava und Trnava (Slowakei), Veliko Tarnovo (Bulgarien) sowie in Göttingen jeweils ein Germanist und ein Slavist als wissenschaftliches Tandem an der Entwicklung der Lehrmaterialien. Sie werden von länderübergreifenden Arbeitsgruppen unterstützt. "Dabei wird in den neuen Lehrwerken gezielt der Vergleich zwischen Ausgangs- und Zielkultur auf allen sprachpragmatischen und kulturellen Ebenen reflektiert und zur Förderung von Toleranz und Kulturverständnis eingesetzt", betont Prof. Freise vom Göttinger Seminar für Slavische Philologie. Nach Angaben von Projektassistentin Annegret Middeke entsteht ergänzend dazu ein internetgestütztes Weiterbildungsangebot für Dozenten.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Georg-August-Universität Göttingen
Seminar für Deutsche Philologie, Abteilung Interkulturelle Germanistik
Käte-Hamburger-Weg 6, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-7157, Fax (0551) 39-2350

e-mail: h.casper-hehne@phil.uni-goettingen.de, Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/sh/17580.html

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-goettingen.de/de/sh/17580.html

Weitere Berichte zu: Philologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Natürlich intelligent
19.10.2018 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material
18.10.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics