Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Medienwissenschaftliche Tagung: Mediensprache - Mediendiskurse: sprach- und diskursbezogene Produktforschung

12.02.2008
Auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) 2007 in Bamberg wurde auf Antrag aus der Trierer Medienwissenschaft die Einrichtung einer neuen Fachgruppe "Mediensprache und Mediendiskurse" beschlossen.

Die Tagung "Theorien und Methoden der sprach- und diskursbezogenen Produktforschung" ist die erste und damit konstituierende Tagung dieser Fachgruppe und wird in Kooperation mit der Sektion "Medienkommunikation" der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL) veranstaltet.

Die Tagung findet statt vom 6. bis 7. März 2008. Sie dient dem Zweck, das theoretisch-methodische Fundament dieser jungen Fachgruppe zu klären und richtet sich an alle Mitglieder der DGPuK und der GAL, die an Medienanalyse und Produktforschung interessiert sind.

Theorien und Methoden der sprach- und diskursbezogenen Produktforschung tragen dazu bei, Sprach- und Symbolgebrauch als wesentliche Ebene medienvermittelter Kommunikation zu beschreiben und zu verstehen. Mediale Zeichen entstehen in Produktionsprozessen, lösen Reproduktionsprozesse und Aneignungsprozesse aus und repräsentieren soziokulturelle Zusammenhänge.

Dieses Wechselspiel von Zeichen, kommunikativen Praktiken, Rezeptionsprozessen und soziokulturellen Hintergründen untersucht die Tagung aus theoretischem und methodologischem Blickwinkel. Ansätze, die sich mit Mediensprache und Mediendiskursen befassen, verbinden interdisziplinär linguistische, kommunikations- und medienwissenschaftliche Wissensbestände.

Ziel der Tagung ist es, Theorien und Methoden dieser unterschiedlichen Forschungsparadigmen zu systematisieren und ihren Ertrag für die medien- und kommunikationswissenschaftliche Forschung zu evaluieren. Für dieses Ziel setzt die Tagung drei thematische Schwerpunkte:

1. Theorien der Mediensprache und -diskurse

Mit Mediensprache befasst haben sich bereits Ansätze aus sehr unterschiedlichen Theorietraditionen. Ein erster Themenschwerpunkt der Tagung soll der Systematisierung dieser Ansätze dienen und die Verträglichkeiten und Unverträglichkeiten der unterschiedlichen Traditionen und Ansätze überprüfen. Darüber soll in diesem Schwerpunkt die Anschlussfähigkeit von sprach- und diskursanalytischer Ansätzen an die kommunikations- und medienwissenschaftlichen Theorien überprüft werden.

2. Methoden der sprach- und diskursbezogener Produktforschung

In der Kommunikationswissenschaft gilt die Inhaltsanalyse in der Regel als wichtigste Methode der Produktforschung. Die Reflexion über die medialen Zeichen und ihre Gebrauchsweisen bleiben dabei eher im Hintergrund. Die sprach- und die diskursorientierten Ansätze dagegen haben genau diese Bezüge ins Zentrum gestellt. Solche Methoden wie sie zum Beispiel von der Dialoganalyse, der Konversationsanalyse, der (Kritischen) Diskursanalyse sowie im Rahmen verschiedener Mehrmethodenansätze der Produktions- und Rezeptionsforschung entwickelt wurden, sollen im zweiten Themenschwerpunkt vorgestellt, theoretisch hinterfragt und gegebenenfalls mit Fallbeispielen konkretisiert werden.

3. Integration von Mikro- und Makroperspektiven auf Medienkommunikation.

Die Stärke sprachwissenschaftlicher Ansätze hat sich oft darin gezeigt, mikrostrukturelle Phänomene zu beschreiben. Mit der stärker diskursorientierten Betrachtungsweise geraten zunehmend auch makrostrukturelle Zusammenhänge ins Blickfeld medienlinguistischer Analyse, wie das Verhältnis von Sprache und Macht, die Relevanz der Mediensprache für Globalisierungs- und Lokalisierungsprozesse oder das Zusammenspiel von Sprache, Medienmarketing und Politik. Die theoretische Reflexion, wie solche makrostrukturellen Fragestellungen mit Theorien und Methoden der Produktforschung zu bearbeiten sind, bildet den dritten Themenschwerpunkt der Tagung.

Das vollständige Programm finden Sie auf der Homepage des Faches Medienwissenschaft: http://medien.uni-trier.de/

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Bucher, bucher@uni-trier.de
Universität Trier, Medienwissenschaft
Prof. Dr. Daniel Perrin, daniel.perrin@zhwin.ch
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Institut für Angewandte Medienwissenschaft IAM

Einladung an die Presse

zur Tagung "Mediensprache - Mediendiskurse: "Theorien und Methoden der sprach- und diskursbezogenen Produktforschung"
Medienwissenschaft Universität Trier
vom 6. bis 7. März 2008
Gemeinsame Tagung zu "Theorien und Methoden der sprach- und disksursbezogenen Produktforschung" an der Universität Trier der Fachgruppe "Mediensprache und Mediendiskurse" der Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und der Sektion Medienkommunikation der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL) an der Universität Trier, vom 6. bis 7. März 2008.
Tagungsort: Wissenschaftspark Petrisberg, Konferenzraum in Gebäude 013,
Max-Planck-Straße 6, 54296 Trier
Bitte melden Sie uns Ihre Teilnahme per Rückfax an:
Universität Trier, Pressestelle: 0651 201-4247
Telefon: 0651/201-4239
Ich nehme an der Medienwissenschaftlichen Tagung zu
Medienanalyse und Produktforschung teil O
Ich wünsche einen Interviewpartner O
Adresse/Medium:
Datum/Unterschrift

Heidi Neyses | idw
Weitere Informationen:
http://medien.uni-trier.de/

Weitere Berichte zu: Mediensprache Medienwissenschaft Produktforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

nachricht Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht
17.07.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics