Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Präzision auf dem Vormarsch

05.02.2008
Finale eines großen Projektes: Vom 20.-22. Februar 2008 diskutiert der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Forschungsverbund "pre agro"auf seiner Abschlusskonferenz über den konkreten Nutzen von Precision-Farming-Technologien in der Praxis.
Wie kann die zunehmende Einführung dieser Technologie möglichst reibungslos und wirksam erfolgen? Die Konferenz findet in der Berliner Kalkscheune statt.

Nach Angaben des Forschungsprojektes pre agro nutzen bisher acht Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland Precision Farming-Technologien.

"Akzeptanz und Nachfrage dieser innovativen Technologie sind in den vergangenen Jahren signifikant gestiegen", freut sich Dr. Armin Werner, Leiter des Forschungsverbundes. Im Rahmen von pre agro haben Experten aus Wissenschaft, Industrie, Praxis und Beratung seit 1999 umfassend an der Entwicklung und Verbreitung von Hochtechnologien in der Landwirtschaft gearbeitet.

... mehr zu:
»Forschungsverbund

In offenen Foren und Workshops stellen die Projektpartner auf der Abschlusstagung ihre Forschungsergebnisse vor und diskutieren die Anforderungen des Wissenstransfers in die Praxis. Zudem wird dargelegt, wie sich diese Technologie in Europa und weltweit entwickelt. Die Konferenz richtet sich an Landwirte, Multiplikatoren wie Berufs- und Hochschullehrer sowie Vertreter aus Beratung, der landwirtschaftsnahen Verwaltung und Verbänden.

Um die Praxiseinführung einer informationsgeleiteten Pflanzenproduktion auch nach Projektende zu unterstützen und weiterhin zu forcieren, sollen zusammen mit allen Beteiligten konkrete Handlungspläne entworfen werden. "Unsere Veranstaltung markiert zwar den Abschluss des Forschungsprojektes. Sie soll aber auch der Beginn für weitere Maßnahmen sein", skizziert Dr. Werner den besonderen Charakter der Konferenz.

Zu den Referenten zählen neben den zahlreichen Projektpartnern u.a. Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Johannes Scharl vom Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), Professor Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Karlsruhe), Eduard Bruckner vom Nestec-Konzern (Schweiz) sowie Marc Vanacht, AG Business Consultant aus den USA.

Anmeldungen sind bis zum 15. Februar 2008 möglich. Veranstaltungsort ist die Berliner Kalkscheune, Johannisstraße 2, 10117 Berlin (http://www.kalkscheune.de). Die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro, ermäßigt 100 Euro, und beinhaltet Tagungsmaterialien, Verpflegung und die Teilnahme am Abendprogramm. Das Veranstaltungsprogramm sowie das Anmeldeformular sind im Internet unter http://www.preagro.de abrufbar.

Was ist Precision Farming?

"Mit Precision Farming haben moderne Informationstechnologien im landwirtschaftlichen Betrieb Einzug gehalten. Diese unterstützen die Landwirte mittels neuer Sensoren, Bordcomputer, Satellitenortung und elektronisch steuerbaren Anbaugeräten", so Dr. Werner.

Warum Precision Farming?

Die Landwirtschaft in Mitteleuropa stellt sich aktuell besonderen Herausforderungen. Neue Märkte, neue Produktionsverfahren und -technologien bieten interessante unternehmerische Chancen. Steigende Betriebsmittelkosten erhöhen die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen, oft genaueren und damit auch ressourceneffizienten Betriebsführung. "Auch die Anforderungen der Gesellschaft an eine nachhaltige, transparente und rückverfolgbare Produktion von Lebensmitteln wächst kontinuierlich", beschreibt Dr. Armin Werner die veränderten Rahmenbedingungen. Mit den Techniken des Precision Farming sei es möglich geworden, den Pflanzenbau mit umfassenden Informationen standortangepasst, aber auch teilflächenspezifisch durchzuführen. Der effizientere Ressourceneinsatz könne ökonomische Betriebsergebnisse verbessern und ökologische Belange berücksichtigen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet: http://www.preagro.de/

Kontakt

Kirstin Wulf
preagro-Pressestelle
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH
Potsdamer Straße 105
10785 Berlin
030-884 594-16
0176-26365512
kommunikation@ioew.de
Dr. Frank Dreger & Dr. Jürgen Schwarz
preagro-Projektkoordination
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg
Tel: 033432-82257, -423
dreger@zalf.de,
jschwarz@zalf.de

Kirstin Wulf | idw
Weitere Informationen:
http://www.preagro.de/
http://www.kalkscheune.de

Weitere Berichte zu: Forschungsverbund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Analyse internationaler Finanzmärkte
10.12.2019 | Universität Heidelberg

nachricht QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien
04.12.2019 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochgeladenes Ion bahnt den Weg zu neuer Physik

In einer experimentell-theoretischen Gemeinschaftsarbeit hat am Heidelberger MPI für Kernphysik ein internationales Physiker-Team erstmals eine Orbitalkreuzung im hochgeladenen Ion Pr9+ nachgewiesen. Mittels einer Elektronenstrahl-Ionenfalle haben sie optische Spektren aufgenommen und anhand von Atomstrukturrechnungen analysiert. Ein hierfür erwarteter Übergang von nHz-Breite wurde identifiziert und seine Energie mit hoher Präzision bestimmt. Die Theorie sagt für diese „Uhrenlinie“ eine sehr große Empfindlichkeit auf neue Physik und zugleich eine extrem geringe Anfälligkeit gegenüber externen Störungen voraus, was sie zu einem einzigartigen Kandidaten zukünftiger Präzisionsstudien macht.

Laserspektroskopie neutraler Atome und einfach geladener Ionen hat während der vergangenen Jahrzehnte Dank einer Serie technologischer Fortschritte eine...

Im Focus: Highly charged ion paves the way towards new physics

In a joint experimental and theoretical work performed at the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear Physics, an international team of physicists detected for the first time an orbital crossing in the highly charged ion Pr⁹⁺. Optical spectra were recorded employing an electron beam ion trap and analysed with the aid of atomic structure calculations. A proposed nHz-wide transition has been identified and its energy was determined with high precision. Theory predicts a very high sensitivity to new physics and extremely low susceptibility to external perturbations for this “clock line” making it a unique candidate for proposed precision studies.

Laser spectroscopy of neutral atoms and singly charged ions has reached astonishing precision by merit of a chain of technological advances during the past...

Im Focus: Ultrafast stimulated emission microscopy of single nanocrystals in Science

The ability to investigate the dynamics of single particle at the nano-scale and femtosecond level remained an unfathomed dream for years. It was not until the dawn of the 21st century that nanotechnology and femtoscience gradually merged together and the first ultrafast microscopy of individual quantum dots (QDs) and molecules was accomplished.

Ultrafast microscopy studies entirely rely on detecting nanoparticles or single molecules with luminescence techniques, which require efficient emitters to...

Im Focus: Wie Graphen-Nanostrukturen magnetisch werden

Graphen, eine zweidimensionale Struktur aus Kohlenstoff, ist ein Material mit hervorragenden mechanischen, elektronischen und optischen Eigenschaften. Doch für magnetische Anwendungen schien es bislang nicht nutzbar. Forschern der Empa ist es gemeinsam mit internationalen Partnern nun gelungen, ein in den 1970er Jahren vorhergesagtes Molekül zu synthetisieren, welches beweist, dass Graphen-Nanostrukturen in ganz bestimmten Formen magnetische Eigenschaften aufweisen, die künftige spintronische Anwendungen erlauben könnten. Die Ergebnisse sind eben im renommierten Fachmagazin Nature Nanotechnology erschienen.

Graphen-Nanostrukturen (auch Nanographene genannt) können, je nach Form und Ausrichtung der Ränder, ganz unterschiedliche Eigenschaften besitzen - zum Beispiel...

Im Focus: How to induce magnetism in graphene

Graphene, a two-dimensional structure made of carbon, is a material with excellent mechanical, electronic and optical properties. However, it did not seem suitable for magnetic applications. Together with international partners, Empa researchers have now succeeded in synthesizing a unique nanographene predicted in the 1970s, which conclusively demonstrates that carbon in very specific forms has magnetic properties that could permit future spintronic applications. The results have just been published in the renowned journal Nature Nanotechnology.

Depending on the shape and orientation of their edges, graphene nanostructures (also known as nanographenes) can have very different properties – for example,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Analyse internationaler Finanzmärkte

10.12.2019 | Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kein Seemannsgarn: Hochseeschifffahrt soll schadstoffärmer werden

11.12.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Vernetzte Produktion in Echtzeit: Deutsch-schwedisches Testbed geht in die zweite Phase

11.12.2019 | Informationstechnologie

Verbesserte Architekturgläser durch Plasmabehandlung – Reinigung, Vorbehandlung & Haftungssteigerung

11.12.2019 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics