Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

REACH ist da – GHS kommt !!

21.01.2008
Experten diskutieren im HDT neue EU-Chemikalienregelung

Tagtäglich werden tausende von Chemikalien verwendet, über die es oft nur unzureichende Informationen gibt. Das soll sich ändern: Die EU-Mitgliedsländer haben sich auf eine verbindliche Regelung für Chemikalien geeinigt: die so genannte REACH-Verordnung sorgt für eine bessere Informationsgrundlage und nimmt dabei die Industrie in die Pflicht. Das Essener Haus der Technik (HDT) wendet sich im Rahmen einer Vortragsveranstaltung mit namhaften Experten an die Betroffenen und versucht, zentrale Fragen zu klären.


Die Zielrichtung der REACH-Verordnung steht fest: Der Handel mit chemischen Substanzen soll sicherer gestaltet werden - und das EU-weit. REACH steht für Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien. Es dürfen nur noch Stoffe in den Verkehr gebracht werden, zu denen ein ausreichender Datensatz vorliegt. Gefordert werden dabei Daten für alle Stoffe, die in einer Menge von mehr als einer Tonne pro Jahr hergestellt oder in die EU importiert werden. Hier stehen die Unternehmen in der Pflicht, diese Stoffe in einer zentralen Datenbank registrieren zu lassen. Zudem sollen auch mehr als 30.000 Chemikalien auf den Prüfstand gestellt werden, die vor 1981 auf den Markt gekommen sind. Bislang mussten nämlich lediglich die so genannten Neustoffe, die erstmals nach 1981 vermarktet wurden, auf ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit untersucht werden.

Die Resonanz auf die Verordnung ist höchst unterschiedlich. Industrie, Politik, Umweltverbände und Wissenschaftler diskutieren seit langem lebhaft die möglichen Konsequenzen der Verordnung. Die Verunsicherung ist gerade auf Seiten der chemischen Industrie groß, sieht sie sich doch nach Expertenschätzungen durch REACH mit Kosten von rund acht Milliarden Euro konfrontiert.

... mehr zu:
»GHS »HDT »REACH

„Da stellen sich natürlich eine Reihe von Fragen“, sagt Dr. Reinhold Rühl von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. Das Essener Haus der Technik hat daher eine Vortragsveranstaltung ins Leben gerufen, die der Fachmann leitet. Am 12. März 2008 treffen sich namhafte Experten in Essen, um den Teilnehmern einen Einblick in den aktuellen Stand der Diskussion zu vermitteln und bestehende Fragen zu klären. „Die REACH-Verordnung ist da!“, so Dr. Rühl. „Nun geht es für alle Betroffenen darum, sich darauf einzustellen und vor allem sachlich die Änderungen abzuwägen.“

Was ändert sich durch REACH? Wie können mögliche Nachteile ausgeglichen oder vermieden werden? Welche Konsequenzen hat die Verordnung für die Hersteller, die Käufer und Verwender von Chemikalien? Die Bandbreite der Fragen bezüglich der geplanten EU-Verordnung ist groß. Das Essener Haus der Technik (HDT) greift diese Fragen im Rahmen einer Vortragsveranstaltung unter der Leitung von Dr. Reinhold Rühl auf.

Einen Tag später, am 13. März 2008, steht das „Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS)“ im Mittelpunkt.

Zu den Kernelementen von GHS gehören neue Symbole, Signalwörter, die Einführung von Gefahrenhinweisen (hazard statements) und Sicherheitshinweisen (precautionary statements) sowie Gefahrenklassen (hazard classes), welche die Natur der Gefahr beschreiben und in Gefahrenkategorien (hazard categories) unterteilt werden. Ziel ist es, die GHS-Verordnung bis Ende 2008 zu verabschieden. Die Veranstaltung wird von Herrn Dr. Volker J. Soballa von der Evonik Degussa GmbH in Essen geleitet.

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm erhalten Interessierte auf Anfrage beim Haus der Technik, Tel. 0201/1803-344 (Frau Ramzi), Fax 0201/1803-346, eMail: information@hdt-essen.de bzw. im Internet unter www.hdt-essen.de Suchstichwort „REACH“ bzw. „GHS“.

Pressekontakt
Haus der Technik e.V.
Dipl.-Ing. Kai Brommann
Hollestraße 1, 45127 Essen
Tel. 0201 – 18 03 251, Fax. 0201 – 18 03 269
E.Mail: k.brommann@hdt-essen.de

Kai Brommann | Haus der Technik e.V.
Weitere Informationen:
http://www.hdt-essen.de
http://www.hdt-essen.de/htd/veranstaltungen/W-H050-03-319-8.html
http://www.hdt-essen.de/htd/veranstaltungen/W-H050-03-320-8.html

Weitere Berichte zu: GHS HDT REACH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen
10.10.2019 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“
10.10.2019 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

Aktuelle Trends an den Finanzmärkten im Schnelldurchlauf

09.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IZM setzt das E-Auto auf die Überholspur

11.10.2019 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt auf der COMPAMED 2019: Keine Digitalisierung in der Medizintechnik ohne Mikrotechnologien

11.10.2019 | Messenachrichten

Kryptografie für das Auto der Zukunft

11.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics