Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Demenzerkrankungen im Lichte der Molekularbiologie

11.01.2008
Hochkarätig und international besetztes Symposium des Zentrums für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH) in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg vom 13. bis 15. Januar 2008 - Thema: "Axonaler Transport und neurodegenerative Erkrankungen"

Insbesondere in den westlichen Industrienationen erkranken nicht zuletzt wegen der gestiegenen Lebenserwartung immer mehr Menschen an Demenzen - Alzheimer beispielsweise zählt heute bereits zu den am häufigsten auftretenden Volkskrankheiten.

Das bedeutet nicht nur für viele Betroffene und deren Angehörige eine grundlegende Veränderung ihres Alltagslebens. Aufgrund der demographischen Entwicklung erweist sich diese Erkrankung zugleich als gesellschaftliche Herausforderung, etwa im Hinblick auf das Gesundheits- und Pflegesystem.

Parallel arbeiten Wissenschaftler daran, Demenzerkrankungen zu verstehen und Therapien zu entwickeln. Ein Symposion im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg (IWH) mit 35 Teilnehmern aus fünf europäischen Ländern und den USA beleuchtet jetzt aktuelle Erkenntnisse zu den molekularen Grundlagen dieser Krankheit.

"Jede Nervenzelle im Gehirn ist im Durchschnitt mit mehreren Tausend anderen Nervenzellen über meist sehr lange, weit verzweigte Ausläufer verbunden. Die Aufrechterhaltung dieser komplexen und zugleich sehr dynamischen Verschaltungen setzt voraus, dass die synaptischen Endigungen fortwährend mit neuen Proteinen und anderen Substanzen, wie zum Beispiel Lipiden oder Neurotransmittern, versorgt werden. Störungen in diesem Versorgungssystem führen zum Funktionsverlust und schließlich zum Absterben der Nervenzellen", erklärt Privatdozent Dr. Stefan Kins vom Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH). Und diese Störungen, so der Wissenschaftler weiter, könnten möglicherweise ursächlich bei verschiedenen Demenzerkrankungen beteiligt sein. Das jedenfalls legen neue Untersuchungen nahe.

Ziel der Heidelberger Tagung mit dem Titel "Axonaler Transport und neurodegenerative Erkrankungen", die Stefan Kins organisiert hat, ist es, diese aktuellen Erkenntnisse aus der biologischen Grundlagenforschung zu intraneuronalen Transportprozessen auf die biomedizinische Forschung an neurodegenerativen Erkrankungen zu übertragen, zu denen neben Alzheimer auch Polyglutamin-Erkrankungen, Frontotemporale Demenzen oder auch die Amyotrophe Lateralsklerose gehören. Das Symposion im IWH bietet eine hervorragende Plattform, um international ausgewiesene Nachwuchswissenschaftler sowie renommierte Forscher aus unterschiedlichen Forschungsdisziplinen in einem kleinen überschaubarem Rahmen zusammen zu bringen. Dabei werden auch technologische Entwicklungen der letzten Jahre - etwa im Bereich der Visualisierung - präsentiert, die zu einem Wissensgewinn bei der Ursachenforschung geführt haben.

Journalisten sind als Zuhörer willkommen und wenden sich bitte vorab an Privatdozent Dr. Stefan Kins. Einzelinterviews mit den Wissenschaftlern können auf Wunsch vereinbart werden.

Hier das Programm der Veranstaltung:
http://www.uni-heidelberg.de/presse/news08/pm280111-2.pdf .
Kontakt:
Privatdozent Dr. Stefan Kins
Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg (ZMBH)
Im Neuenheimer Feld 282
D-69120 Heidelberg
Tel. 06221 546847, Fax 545891
s.kins@zmbh.uni-heidelberg.de
Dr. Ellen Peerenboom
Geschäftsführerin
Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg
Hauptstraße 242, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 543690, Fax 165896
iwh@uni-hd.de
Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
Irene Thewalt
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de/presse/news08/pm280111-2.pdf

Weitere Berichte zu: Biologie Demenzerkrankung Wissenschaftsforum ZMBH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Effizientes Wertstoff-Recycling aus Elektronikgeräten
24.05.2019 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Früherkennung 2.0: Mit Präzisionsmedizin Screeningverfahren weiterentwickeln
23.05.2019 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Direkte Abbildung von Riesenmolekülen

Physiker am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) konnten riesige zweiatomige Moleküle erzeugen und mit einem hochaufgelösten Mikroskop direkt abbilden.

Die optische Auflösung einzelner Konstituenten herkömmlicher Moleküle ist aufgrund der kleinen Bindungslänge im Sub-Nanometerbereich bisher nicht möglich....

Im Focus: New studies increase confidence in NASA's measure of Earth's temperature

A new assessment of NASA's record of global temperatures revealed that the agency's estimate of Earth's long-term temperature rise in recent decades is accurate to within less than a tenth of a degree Fahrenheit, providing confidence that past and future research is correctly capturing rising surface temperatures.

The most complete assessment ever of statistical uncertainty within the GISS Surface Temperature Analysis (GISTEMP) data product shows that the annual values...

Im Focus: Geometrie eines Elektrons erstmals bestimmt

Physiker der Universität Basel können erstmals zeigen, wie ein einzelnes Elektron in einem künstlichen Atom aussieht. Mithilfe einer neu entwickelten Methode sind sie in der Lage, die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons im Raum darzustellen. Dadurch lässt sich die Kontrolle von Elektronenspins verbessern, die als kleinste Informationseinheit eines zukünftigen Quantencomputers dienen könnten. Die Experimente wurden in «Physical Review Letters» und die Theorie dazu in «Physical Review B» veröffentlicht.

Der Spin eines Elektrons ist ein vielversprechender Kandidat, um als kleinste Informationseinheit (Qubit) eines Quantencomputers genutzt zu werden. Diesen Spin...

Im Focus: The geometry of an electron determined for the first time

Physicists at the University of Basel are able to show for the first time how a single electron looks in an artificial atom. A newly developed method enables them to show the probability of an electron being present in a space. This allows improved control of electron spins, which could serve as the smallest information unit in a future quantum computer. The experiments were published in Physical Review Letters and the related theory in Physical Review B.

The spin of an electron is a promising candidate for use as the smallest information unit (qubit) of a quantum computer. Controlling and switching this spin or...

Im Focus: Optische Superlinsen aus Gold

Oldenburger Forscher entwickeln neues optisches Mikroskop mit extrem hoher Auflösung

Eine kegelförmige Spitze aus Gold bildet das Kernstück eines neuen, extrem leistungsfähigen optischen Mikroskops, das Oldenburger Wissenschaftler in der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Effizientes Wertstoff-Recycling aus Elektronikgeräten

24.05.2019 | Veranstaltungen

Früherkennung 2.0: Mit Präzisionsmedizin Screeningverfahren weiterentwickeln

23.05.2019 | Veranstaltungen

Kindermediziner tagen in Leipzig

22.05.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Schweißen ohne Wärme

24.05.2019 | Maschinenbau

Bakterien in fermentierten Lebensmitteln interagieren mit unserem Immunsystem

24.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Wie Einzelzellen und Zellverbünde beim Navigieren zusammenwirken

24.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics