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Gequetschtes Licht

10.01.2008
"Saturday Morning Lecture" enthüllt die Quantenphysik von Lichtteilchen

Kann man die Ankunft eines Lichtteilchens vorhersagen? Wie beeinflusst die Quantenphysik die Beobachtung von Gravitationswellen mit Laserinterferometern?

Und was hat "gequetschtes" Licht damit zu tun? Juniorprofessor Dr. Roman Schnabel erläutert am Sonnabend, 12. Januar 2008, 11 Uhr, im Großen Physiksaal (E214) der Leibniz Universität Hannover, Welfengarten 1, die Quantenphysik des Lichts und berichtet über aktuelle Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der angewandten Quantenoptik.

Licht gilt als das Medium des 21. Jahrhunderts. Es wird in der optischen Kommunikation und zur äußerst präzisen Messung von Entfernungen genutzt. Bei allen Anwendungen zeigen sich jedoch Grenzen, die dadurch verursacht werden, dass Licht in kleinste Energieteilchen, die Photonen, aufgeteilt ist. Nach dem Zufallsprinzip der Quantenphysik verhalten sich die Photonen normalerweise vollkommen ungeordnet. Das führte bisher dazu, dass Messungen mit derartigen Lichtquellen nicht über eine bestimmte Genauigkeit hinauskamen.

Die Quantenphysik sagt jedoch die Existenz von sogenanntem "gequetschten Licht" voraus, mit dem diese Probleme gelöst werden können. Bei der Herstellung von "gequetschtem Licht" wurden in Hannover enorme Fortschritte erzielt, sodass dieses neue Licht nun im Gravitationswellendetektor GEO600 eingesetzt werden soll.

Juniorprofessor Roman Schnabel leitet die Arbeitsgruppe "Nichtklassische Interferometrie" am Albert-Einstein-Institut, dem Institut für Gravitationsphysik der Leibniz Universität Hannover und der Max-Planck-Gesellschaft. Zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern untersucht er Quantenphänomene des Lichts.

Unter dem Motto Physik für Aufgeweckte bietet die Fakultät für Mathematik und Physik der Leibniz Universität in Saturday Morning Lectures allen Interessierten Einblicke in den aktuellen Stand der Wissenschaft.

Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Juniorprofessor Roman Schnabel, Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), unter Telefon 0511/762-19169 oder per E-Mail unter roman.schnabel@aei.mpg.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.physik.uni-hannover.de

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