Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Algen fressen Klimakiller: Bundes-Algen-Stammtisch bringt neue Energiekonzepte zum Blühen

19.12.2007
Schönheits- und Gesundheitsbewusste pflegen sich mit ihnen die Haut oder genießen sie sogar als Salat: Algen sind buchstäblich in aller Munde.

Inzwischen haben auch Klimaforscher die Wassergewächse entdeckt, denn Mikroalgen können klimaschädliche CO2-Emissionen in Biomasse umwandeln. Beim 1. Bundes-Algen-Stammtisch am 17. und 18. Januar in Hamburg wollen Experten aus Wissenschaft, Industrie, Energiewirtschaft und Politik gemeinsam dieses Zukunftsfeld zum Blühen bringen.

Klimawandel und Umweltschutz nehmen in der Energiewirtschaft immer breiteren Raum ein. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene rückt zunehmend die Nutzung von Mikroalgen in den Blickpunkt. Mikroalgen betreiben Photosynthese mit einem besonders hohen Wirkungsgrad und sind daher hervorragend für die Produktion von Biomasse - nutzbar zur Produktion von Biogas, Biodiesel, Bioethanol - geeignet. Bei der Algenkultivierung können CO2-Abgase aus Kraft-, Zement- oder Kalkwerken genutzt werden.

Im Forschungsprojekt TERM (Technologien zur Erschließung der Ressource Mikroalgen) in Hamburg wird derzeit daran gearbeitet, die Effizienz der CO2-Reduzierung aus Abgasen zu erhöhen und die Produktion der Algenbiomasse um das zwei- bis dreifache zu steigern. Dazu stellt E.ON Hanse auf dem Gelände des Erdgasspeichers Reitbrook/Hamburg eine Fläche von einem Hektar und die CO2-Zuführung aus Abgasen zur Verfügung. Auch international ist das Rennen eröffnet: Anfang 2007 vermeldete das spanische Biotech-Unternehmen Bio-Fuel-Systems den Bau der ersten industriellen Anlage weltweit zur Algensprit-Produktion in der Region Alicante in Spanien. Die Unternehmen Vertigro und SGCEnergia aus Portugal planen eine Pilotanlage für Biodiesel auf der Basis von Mikroalgen in der Nähe von Lissabon. Royal Dutch Shell plc und HR Biopetroleum haben den Bau einer Pilotanlage zum Anbau von Meeresalgen auf Hawaii angekündigt.

... mehr zu:
»Algenbiomasse »Mikroalgen

Um die Forschung und Entwicklung zur Nutzung von Algenbiomasse in Deutschland voranzubringen, werden sich am 17. und 18. Januar 2008 erstmals Experten aus ganz Deutschland zum Bundes-Algen-Stammtisch treffen. Ziel ist es, den Informations-Austausch zwischen Industrie und Forschung über neue technische und wissenschaftliche Entwicklungen zu aktivieren, um so neue Kooperationen und Entwicklungsprojekte für CO2-Emittenten und für künftige Nutzer der Algenbiomasse anzuregen. Der Stammtisch richtet sich an Verfahrenstechniker, Reaktor- und Anlagenbauer sowie Biologen/Biotechnologen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt sich ebenfalls an der Diskussion über Forschungsbedarf in diesem Feld.

Der 1. Bundes-Algen-Stammtisch findet statt am 17. und 18. Januar 2008 im Best Western Queens Hotel, Mexikoring 1, 22297 Hamburg.

Nähere Informationen gibt es bei

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Ute Ackermann
Tel.: 030 310078-113
ackermann@vdivde-it.de
Anmeldung: www.mstonline.de/algenbioverfahrenstechnik

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstonline.de/algenbioverfahrenstechnik

Weitere Berichte zu: Algenbiomasse Mikroalgen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen
20.03.2019 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Künstliche Intelligenz: Ausprobieren und diskutieren
19.03.2019 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Selbstheilender Lack aus Maisstärke lässt kleine Kratzer durch Wärme verschwinden

Ein neuer Lack aus Maisstärke ist wegen der besonderen Anordnung seiner Moleküle in der Lage, durch Wärme kleine Kratzer von selbst zu reparieren: Die Vernetzung über ringförmige Moleküle macht das Material beweglich, sodass es die Kratzer ausgleicht und diese wieder verschwinden.

Oberflächliche Mikrokratzer in der Autokarosserie oder auf anderen Hochglanzoberflächen sind harmlos, aber ärgerlich. Gerade im Luxussegment zeichnen sich...

Im Focus: Self-healing coating made of corn starch makes small scratches disappear through heat

Due to the special arrangement of its molecules, a new coating made of corn starch is able to repair small scratches by itself through heat: The cross-linking via ring-shaped molecules makes the material mobile, so that it compensates for the scratches and these disappear again.

Superficial micro-scratches on the car body or on other high-gloss surfaces are harmless, but annoying. Especially in the luxury segment such surfaces are...

Im Focus: Kartographie eines fernen Sterns

Der am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) gefertigte Spektrograph PEPSI zeigt erste Aufnahmen der Struktur des Magnetfelds auf der Oberfläche eines weit entfernten Sterns. Mittels innovativer Verfahren lassen sich damit neue Erkenntnisse über die Vorgänge auf der Sternoberfläche gewinnen. Die Ergebnisse stellte ein Wissenschaftlerteam nun in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics vor.

Selbst mit den größten Teleskopen erscheinen die Oberflächen entfernter Sterne normalerweise nur als Lichtpunkte. Eine detaillierte Auflösung wird erst mittels...

Im Focus: Stellar cartography

The Potsdam Echelle Polarimetric and Spectroscopic Instrument (PEPSI) at the Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona released its first image of the surface magnetic field of another star. In a paper in the European journal Astronomy & Astrophysics, the PEPSI team presents a Zeeman- Doppler-Image of the surface of the magnetically active star II Pegasi.

A special technique allows astronomers to resolve the surfaces of faraway stars. Those are otherwise only seen as point sources, even in the largest telescopes...

Im Focus: Heading towards a tsunami of light

Researchers at Chalmers University of Technology and the University of Gothenburg, Sweden, have proposed a way to create a completely new source of radiation. Ultra-intense light pulses consist of the motion of a single wave and can be described as a tsunami of light. The strong wave can be used to study interactions between matter and light in a unique way. Their research is now published in the scientific journal Physical Review Letters.

"This source of radiation lets us look at reality through a new angle - it is like twisting a mirror and discovering something completely different," says...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Ausprobieren und diskutieren

19.03.2019 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern

18.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Mit dem Forschungsflugzeug ins ewige Eis - Meteorologen starten Messkampagne

20.03.2019 | Geowissenschaften

Optischer Sensor soll Pflanzenzüchtung beschleunigen

20.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics