Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Astroteilchen und Kosmologie: 12. TAUP findet in München statt

05.05.2011
Astroteilchen und ihre Bedeutung für unser Verständnis des Universums stehen im Mittelpunkt der TAUP: Vom 5. bis 9. September 2011 diskutieren 350 Wissenschaftler neue Forschungsansätze und Ergebnisse aus diesem Themenfeld im Münchner Künstlerhaus.

Journalisten sind herzlich dazu eingeladen, an der 12. TAUP in München teilzunehmen. Interessenten werden gebeten, sich bis zum 15. August 2011 unter http://taup2011.mpp.mpg.de/?pg=Press anzumelden.

Aktuelle Entwicklungen in der Astroteilchenphysik – unter diesem Motto steht die Konferenz „Topics on Astroparticle and Underground Physics“. Diese internationale Tagung findet seit 1989 im zwei-Jahres-Turnus an wechselnden Orten statt und kommt in diesem Jahr erstmals nach Deutschland, wo die Astroteilchenphysik in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erfahren hat.

Die TAUP, zu der in diesem Jahr etwa 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt erwartet werden, behandelt Themen wie Kosmologie, Gravitationswellen und die Dunkle Materie – sowohl unter theoretischen als auch experimentellen Gesichtspunkten. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Laborexperimenten zu, die von der natürlichen kosmischen Strahlung abgeschirmt tief unter der Erde durchgeführt werden („Untergrundphysik“). Ein Beispiel dafür ist das Experiment CRESST, mit dem Wissenschaftler die Teilchen der Dunklen Materie identifizieren wollen.

Die Organisatoren der diesjährigen TAUP sind Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Physik, der Technischen Universität München und des Exzellenzclusters „Universe“. Das wissenschaftliche Plenarprogramm untergliedert sich in die Themenschwerpunkte Kosmologie, Dunkle Materie, die Physik der Neutrinos sowie Gravitationswellen, hochenergetische Teilchen und Photonen, die als astrophysikalische Botschafter wichtige Informationen bergen. Daneben gibt es sieben parallele Vortragsreihen, in denen diese Hauptthemen vertieft werden. Insbesondere das Thema Dunkle Materie verspricht spannend zu werden: Seit Jahren versuchen Wissenschaftler, Teilchen aufzuspüren, aus denen die Dunkle Materie besteht. Als aussichtsreiche, aber nicht ausschließliche Kandidaten gelten die WIMPs, schwach wechselwirkende schwere Teilchen. Aber auch mit der „gewöhnlichen“ Materie werden sich die Teilnehmer der TAUP befassen: Bis heute ist nicht geklärt, wie sich im frühen Universum der winzige Überschuss an Materieteilchen gegenüber Antimaterie herausgebildet hat – der Grund, warum wir in einem Materie-dominierten Weltall leben.

Als Vortragende konnten die Organisatoren renommierte internationale Experten gewinnen. So spricht Francois Bouchet, der wissenschaftliche Leiter der 2009 gestarteten „Planck“-Satellitenmission, über die aktuellen Forschungsergebnisse zum kosmischen Mikrowellenhintergrund. Eli Waxman vom Weizman Institute in Israel berichtet über neue Erkenntnisse aus der Astronomie mit hochenergetischer Strahlung. Mit Manfred Lindner vom Max-Planck-Institut für Kernphysik und Angela Olinto von der University of Chicago heißen die Organisatoren zwei weitere namhafte Forscher aus dem Feld der Astroteilchenphysik willkommen. Als Schlusssprecher wird Hitoshi Murayama, Leiter des Institute for Mathematics and Physics of the Universe in Tokio, die Ergebnisse der Plenarsitzungen zusammenführen und einen Ausblick auf die kommenden Jahre geben.

„Wir freuen uns, dass wir die TAUP 2011 nach München holen konnten“, sagt Dr. Georg Raffelt, einer der beiden Hauptorganisatoren. „Die internationale Konferenz findet in diesem Jahr zum 12. Mal statt – und zum ersten Mal in Deutschland. In den vergangenen Jahren haben sich hier bedeutende Zentren mit Schwerpunkt Astroteilchenphysik gebildet.“ „Deutsche Institute und Wissenschaftler sind federführend an großen, internationalen Experimenten wie zum Beispiel Borexino, CRESST und Double-Chooz beteiligt“, ergänzt Co-Organisator Prof. Lothar Oberauer. „Überdies entwickelt sich die Astroteilchenphysik mehr und mehr zu einer interdisziplinären Wissenschaft zur Erforschung grundlegender kosmologischer und astrophysikalischer Prinzipien. Entsprechend groß ist das Interesse an der diesjährigen TAUP.“

Barbara Wankerl | idw
Weitere Informationen:
http://taup2011.mpp.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"
25.09.2018 | German Graduate School of Management and Law

nachricht 4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“
21.09.2018 | BusinessForum21

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kupfer-Aluminium-Superatom

Äußerlich sieht der Cluster aus 55 Kupfer- und Aluminiumatomen aus wie ein Kristall, chemisch hat er jedoch die Eigenschaften eines Atoms. Das hetero-metallische Superatom, das Chemikerinnen und Chemiker der Technischen Universität München (TUM) hergestellt haben, schafft die Voraussetzung für die Entwicklung neuer, kostengünstiger Katalysatoren.

Chemie kann teuer sein. Zum Reinigen von Abgasen beispielsweise benutzt man Platin. Das Edelmetall dient als Katalysator, der chemische Reaktionen...

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"

25.09.2018 | Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bisher unbekannter Mechanismus der Blut-Hirn-Schranke entdeckt

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Suche nach Grundwasser im Ozean - Neues deutsch-maltesisches Forschungsprojekt gestartet

25.09.2018 | Geowissenschaften

Auf dem Weg zur Prothese der Zukunft

25.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics