Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dem arktischen Klima auf der Spur

16.12.2013
Im deutsch-kanadischen Ausbildungsprogramm ArcTrain erforschen Doktorandinnen und Doktoranden gemeinsam den Klimawandel in der Arktis

Mit einer Auftaktveranstaltung am 16. Dezember 2013 startet das internationale Graduiertenkolleg ArcTrain – Prozesse und Auswirkungen des Klimawandels im Nordatlantischen Ozean und der Kanadischen Arktis.

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem kanadischen National Science and Engineering Research Council (NSERC) geförderten Projekt werden in einem Zeitraum von bis zu neun Jahren Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler auf ihrem Weg zur Promotion ausgebildet.

Es ist zu erwarten, dass sich der globale Klimawandel in den sensiblen arktischen Gebieten stärker als in anderen Bereichen auswirken wird. So nimmt zum Beispiel durch die steigenden Temperaturen das Meereis ab und die Eismasse auf Grönland verringert sich. Das Schmelzwasser gelangt in den Nordatlantik, wo es die vorherrschenden Strömungen beeinträchtigen könnte, was Auswirkungen auf die gesamte Ozeanzirkulation hätte.

Eine verlässliche Vorhersage solcher Reaktionen durch Computermodelle ist gegenwärtig jedoch sehr schwierig, da zahlreiche Rückkopplungsprozesse zwischen dem Eis, dem Ozean und der Atmosphäre miteinbezogen werden müssen. Diese Prozesse sind teilweise nur sehr unzureichend verstanden.

Hier beginnt die Forschung des neuen ArcTrain-Projekts mit dem Ziel, das Verständnis für die Schwankungen und Veränderungen in diesem System auf einer Zeitskala von Jahrzehnten bis zu Jahrtausenden zu verbessern. Mit den Ergebnissen werden sich heutige Veränderungen genauer beurteilen und Klimamodelle zur Vorhersage zukünftiger Auswirkungen verbessern lassen. Auf deutscher Seite sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften (MARUM), der geowissenschaftlichen und physikalischen Fachbereiche der Universität Bremen und dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) an dem Projekt beteiligt.

Die kanadischen Partnereinrichtungen sind in einem Konsortium bestehend aus acht Universitäten zusammengefasst. „Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeiten stehen unsere Doktorandinnen und Doktoranden. Das interdisziplinäre Ausbildungsprogramm kombiniert die Stärke in den marinen Geowissenschaften und der Umweltphysik im Land Bremen mit dem Fachwissen und den Kompetenzen in der Modellierung von Meereis und Eisschilden unserer kanadischen Partner, “ erklärt Michal Kucera, Professor für Mikropaläontologie und Paläozeanographie am MARUM.

Mit einer gemeinschaftlichen Betreuung, Forschungsaufenthalten an Partnerinstituten in Kanada, der Teilnahme an Expeditionen in die Arktis und an verschiedenen Trainingsseminaren bietet das strukturierte Forschungs- und Qualifizierungsprogramm den Promovierenden die Chance, eingebunden in ein internationales Netzwerk auf hohem Niveau zu promovieren. Ziel des Qualifizierungsprogramms ist es, eine neue Generation von Expertinnen und Experten auszubilden, welche für die gesellschaftlich wichtige Aufgabe des Umgangs mit Folgen des Klimawandels in der Arktis optimal vorbereitet ist.

Kucera wird als Sprecher der deutschen ArcTrain-Gruppe bei der Auftaktveranstaltung am 16. Dezember 2013 die ersten zwölf Doktoranden des Graduiertenkollegs begrüßen. Die Nachwuchswissenschaftler aus vier Ländern wurden aus insgesamt über 200 Bewerbungen ausgewählt und beginnen nun ihre Forschungsarbeiten an der Universität Bremen, am MARUM und am AWI.

Weitere Informationen / Interviewanfragen / Bildmaterial:

Jana Stone
MARUM-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0421 218 65541
Email: jstone@marum.de
MARUM entschlüsselt mit modernsten Methoden und eingebunden in internationale Projekte die Rolle des Ozeans im System Erde – insbesondere im Hinblick auf den globalen Wandel. Es erfasst die Wechselwirkungen zwischen geologischen und biologischen Prozessen im Meer und liefert Beiträge für eine nachhaltige Nutzung der Ozeane.
Das MARUM umfasst das DFG-Forschungszentrum und
den Exzellenzcluster "Der Ozean im System Erde".

Albert Gerdes | idw
Weitere Informationen:
http://www.marum.de
http://www.marum.de/Dem_arktischen_Klima_auf_der_Spur.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen
19.02.2020 | Technische Universität Berlin

nachricht Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“
12.02.2020 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Im Focus: Charakterisierung von thermischen Schnittstellen für modulare Satelliten

Das Fraunhofer IFAM in Dresden hat ein neues Projekt zur thermischen Charakterisierung von Kupfer/CNT basierten Scheiben für den Einsatz in thermalen Schnittstellen von modularen Satelliten gestartet. Gefördert wird das Projekt „ThermTEST“ für 18 Monate vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Zwischen den Einzelmodulen von modularen Satelliten werden zur Kopplung eine Vielzahl von Schnittstellen benötigt, die nach ihrer Funktion eingeteilt werden...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Regenrückhaltebecken bringen Artenvielfalt in den besiedelten Raum

20.02.2020 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Hohe Akzeptanz für smarte Produkte

20.02.2020 | Gesellschaftswissenschaften

Heliconius-Schmetterlinge: Flexibler als gedacht

20.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics