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Arktis, Antarktis und Hochgebirge unter Druck

16.03.2018

Internationale Polarforscher tagen an der Universität Rostock

Die kalten Regionen der Erde – Arktis, Antarktis und Hochgebirge – sind durch die globale Erwärmung, verursacht durch die Menschen, unter massivem Druck. Nie gefror in der Arktis weniger Meereis als diesen Winter. Ein Grund dafür waren die ungewöhnlich hohen Temperaturen. Sie lagen in der Zentralarktis höher als 10°C im Vergleich zum langjährigen Mittelwert.


Entwicklungen wie diese und die sich daraus ergebenden Konsequenzen werden Polar- und Klimaforscher vom 25. bis zum 29. März 2018 auf der 27. Internationalen Polartagung an der Universität Rostock diskutieren. Auf der wichtigsten Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung e.V. werden rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammenkommen.

Professor Ulf Karsten, Leiter der Abteilung Angewandte Ökologie und Phykologie des Instituts für Biowissenschaften an der Universität Rostock, und sein Mitarbeitenden organisieren die Konferenz vor Ort.

Professor Karsten und sein Team arbeiten oft auf Spitzbergen und beobachten bereits seit Jahren Veränderungen. „Die Klimasignale sind im marinen Bereich und an Land am deutlichsten zu beobachten“, berichtet Professor Karsten. „Als Wissenschaftler ist es unsere Aufgabe, diese Signale zu verstehen und zu interpretieren, nicht zuletzt um bisher unbekannte Auswirkungen für polare physikalisch-chemische, biochemische und geologische Prozesse sowie für polare Organismen und ihre Ökosysteme abschätzen zu können.“

Die Vegetationsperioden in den Polargebieten verändern sich ebenso wie die Niederschlagshäufigkeit. Statt Schnee gibt es immer öfter Regen. Der terrestrische Permafrost taut auf und führt zu erhöhten Treibhausgasemissionen. Diese Anzeichen deuten bereits auf fundamentale Veränderungen hin, die die Wissenschaftler rund um den Globus beschäftigen, denn die Konsequenzen für Lebensräume unterschiedlicher Organismen werden beträchtlich sein.

Diese Entwicklungen werden das Vortrags- und Workshop-Programm der Tagung bestimmen. Zudem wird über den Projektfortschritt des DFG-Schwerpunktprogramms „Antarktisforschung mit vergleichenden Untersuchungen in arktischen Eisgebieten“ in einem Kolloquium berichtet werden.

Die sich verändernden Polarmeere sind ebenfalls Thema eines öffentlichen Abendvortrages. Die deutsche Meeresbiologin Antje Boetius, Professorin der Universität Bremen und Direktorin des Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, spricht am 26. März um 19:30 Uhr in der Aula im Universitätshauptgebäude zum Thema „Polarmeere im Wandel: Was wissen wir über die Tiefsee“.

Interessenten sind herzlich eingeladen. Im Atrium im Konrad-Zuse-Haus können interessierte Besucher während der Tagung eine Fotoausstellung zu Forschungen in polaren Gebieten besuchen.

Das Programm der 27. Internationalen Polartagung wird durch die Reederei F. Laeisz GmbH, zu deren Flotte auch das Forschungsschiff Polarstern gehört, und die Störtebeker Braumanufaktur GmbH unterstützt.

Kontakt:
Prof. Dr. Ulf Karsten
Institut für Biowissenschaften
Angewandte Ökologie & Phykologie
Tel.: +49 381 498-6090
E-Mail: ulf.karsten@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

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