Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Abbild der Erde – Deutsche Geophysikalische Gesellschaft tagt in Leipzig

28.02.2013
Die Erde unter unseren Füßen wird permanent auf vielfältigste Weise genutzt.

Ständig kommen neue Nutzungsanforderungen hinzu - sei es bei der Rohstoffförderung, für unterirdische Speicherung oder durch Energiegewinnung. Regelmäßig müssen dabei wirtschaftliche Aspekte und schutzwürdige Güter gegeneinander abgewogen werden. Die 73. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) vom 4. bis 7. März an der Universität Leipzig zeigt, welche Beiträge die Geophysik zur Beantwortung vieler dieser Fragen liefert.

Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten der Konferenz zählen deshalb "Geotomografien" sowie "Ingenieur- und Umweltgeophysik". Auf dem Campus der Universität am Augustusplatz werden dazu mehr als 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet. Die Eröffnungsveranstaltung der 73. DGG-Tagung beginnt um 14:00 Uhr im Audimax.

Durch die Abbildung des Untergrundes mit "tomographischen" Methoden wird die Basis für wissenschaftlich fundierte Entscheidungen zur Nutzung des unterirdischen Raums gelegt, zu der die Ingenieur- und Umweltgeophysik praktische Lösungsansätze liefert. In einem speziellen Kolloquium greift die Tagung auch das politisch umstrittene Thema "Stimulation und Fracking" auf.

Dabei geht es um eine neue Methode, bei der Schiefergestein in der Tiefe mit Wasserdruck unter Zugabe von Sand und Chemikalien aufgesprengt wird um Erdgas daraus fördern zu können. In Politik und Öffentlichkeit wird aktuell intensiv über das "Fracking" diskutiert, für dessen Einsatz es bisher in Deutschland kaum Erfahrungen und keine eindeutigen gesetzlichen Regelungen gibt. Ein weiteres Schwerpunktthema der Tagung ist die Geschichte der Geophysik, die in besonderer Weise mit der Stadt Leipzig verbunden ist.

Die DGG war im Jahr 1922 - damals noch als Deutsche Seismologische Gesellschaft - in Leipzig gegründet worden.

Die Leipziger Tagung wird vom Institut für Geophysik und Geologie der Universität gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ ausgerichtet.

Zuletzt war die DGG kurz nach der deutschen Wiedervereinigung im Februar 1992 an der Universität Leipzig zu Gast und erlebte damals ihre eigene Wiedervereinigung.

Wie Tagungsleiter Prof. Michael Korn vom Institut für Geophysik und Geologie der Universität Leipzig sagte, wurden etwa 400 Vortrags- und Posterbeiträge angemeldet.

"Besonders für die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die etwa die Hälfte der Beiträge stellen, ist die Tagung eine tolle Gelegenheit, ihre Arbeiten der gesamten Fachgemeinde zu präsentieren", sagt er mit Blick auf die starke Beteiligung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Auch die Öffentlichkeit bekommt die Gelegenheit an der Tagung teilzuhaben: Am 6. März 2013 um

20:00 Uhr wird der Wissenschaftsjournalist, Geowissenschaftler und Buchautor Axel Bojanowski (SPIEGEL Online) im Hörsaal 3 des Hörsaalgebäudes am Augustusplatz einen öffentlichen Vortrag zum Thema "Faszinierende Rätsel der Geoforschung - warum sie keiner kennt" halten, der sich ausdrücklich an alle interessierten Leipziger richtet.

Pressevertreter sind herzlich eingeladen, am 4. März 2013 um 12:30 Uhr an der Veranstaltung zur Enthüllung des Gedenksteins für die Gründungsversammlung der DGG im Jahr 1922 am Ort des ehemaligen Geophysikalischen Instituts in der Talstraße, Ecke Liebigstraße (in 04103 Leipzig) teilzunehmen. Im Anschluss daran wird es Gelegenheit zu Gesprächen mit dem Tagungsleiter und weiteren Vertretern der DGG sowie Leipziger Geophysikern geben.

Links:
Internetseite der Tagung und ausführliches Tagungsprogramm:
www.dgg-2013.de
Deutsche Geophysikalische Gesellschaft: www.dgg-online.de
Universität Leipzig, Institut für Geophysik und Geologie:
www.uni-leipzig.de/~geo
Helmholtz Zentrum für Umweltforschung UFZ: www.ufz.de
Weitere Informationen:
Dr. Udo Barckhausen
DGG-Komitee Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 511 / 643-3239
E-Mail: udo.barckhausen@bgr.de
Prof. Dr. Michael Korn
Telefon: +49 341 97-32803
E-Mail: mikorn@uni-leipzig.de
www.geo.uni-leipzig.de

| Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics