Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

28. Ernst Klenk Symposium in Molekularer Medizin

05.09.2012
Die Zukunft der Genomischen Medizin
vom 30. Sept. – 02. Okt. 2012 an der Universität zu Köln

Forscher von internationalem Ruf berichten über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Genomischen Medizin.

Erst wenn man die Ursachen einer Krankheit versteht, wird man in der Lage sein, Eingriffsmöglichkeiten abzuwägen und effektive Behandlungsstrategien einzusetzen. Die Fortschritte der Molekularen Medizin, die auf der technologischen Weiterentwicklung der molekularen Genetik basieren, eröffnen bereits heutzutage zukunftsweisende neue Perspektiven in Diagnose und Therapie.

Mit den neuen Technologien des „next generation sequencing“, die immer schneller und immer günstiger die Sequenzierung des gesamten menschlichen Genoms erlauben, haben sich die Möglichkeiten der klinischen Diagnostik und Therapie rasant verändert. Daher ist das diesjährige Ernst Klenk Symposium über „Die Zukunft der Genomischen Medizin“ von höchster Aktualität.

Veranstaltungsprogramm

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, den 30. September 2012, um 13.00 Uhr, und wird am Dienstag, den 02. Oktober 2012, gegen 13.00 Uhr enden.

Plenarvortrag – Klenk Lecture am Montag, den 01. Sept. 2012 um 18.00 Uhr
„Wie die Genomik die medizinische Praxis verändert“
von Prof. Dr. Han Brunner (Direktor des Medizinischen Humangenetischen Zentrums in Nijmegen, Niederlande)
Das Programm und weitere Informationen über das 28. Ernst Klenk Symposium 2012 sind abrufbar unter:

http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2012/index_ger.html

Veranstaltungsort:
MTI-Hörsaalgebäude der Medizinischen Fakultät zu Köln (Geb. 44b) Joseph-Stelzmann-Str. 52, 50931 Köln (Zugang über den Studentenweg – Robert-Koch-Str.)
kostenfreie Anmeldung und Teilnahme:
Das Ernst Klenk Symposium ist öffentlich und jeder Teilnehmer ist ohne Zahlung einer Tagungsgebühr herzlich willkommen. Die Veranstaltung wird in englischer Sprache durchgeführt. Um eine Anmeldung wird gebeten:

http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2012/online_formular

Veranstalter:
Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln (ZMMK)
www.zmmk.uni-koeln.de
Die Zukunft der Genomischen Medizin
Es ist abzusehen, dass der Einzug der Genomik in den klinischen Alltag die Abläufe in der Diagnosebestimmung erheblich verändern wird. Die evidenzbasierte Medizin beruht auf klinischen Studien, die bisher immer auf Gruppen von Kranken, nicht aber auf den einzelnen Patienten individuell eingehen können. Heute können jedoch schon individuell erhobene genomische Daten in Diagnostik- und Therapieentscheidungen einfließen. Dieser Ansatz - auch als „personalisierte genomische Medizin“ bezeichnet - zielt darauf ab, die Effektivität der Behandlung zu steigern, die Kosten zu reduzieren und die Patientensicherheit zu erhöhen. Die Möglichkeit, Vorhersagen zu Wirksamkeit / Unwirksamkeit und zur Verträglichkeit / Unverträglichkeit von Medikamenten zu machen, ist ein wichtiger Aspekt. Patienten insbesondere mit seltenen Erkrankungen können schneller und kostengünstiger ihre Diagnostik erhalten. Therapien von Krebspatienten können basierend auf Biomarker eine Stratifizierung ermöglichen, wodurch wirkungsvollere, speziell auf den Patienten angepasste Therapiestrategien entwickelt werden, die auf die ausgewählte Medikation ansprechen.

Aber auch Genom-spezifische Therapien für seltene Erkrankungen basierend auf der Korrektur von Spleißen mittels „antisense Oligos“ scheinen sich mehr und mehr durchzusetzen. Die ersten klinischen Studien konnten hierzu vielversprechende Ergebnisse aufzeigen. Dieses hochaktuelle biomedizinische Forschungsgebiet, das in den Medien zurzeit größte Aufmerksamkeit erfährt und kritisch diskutiert wird, ist das Thema des diesjährigen 28. Ernst Klenk Symposiums 2012.

Prof. Brunhilde Wirth (Direktorin des Instituts für Humangentik und ZMMK, Universität Köln) konnte Prof. Han Brunner (Direktor des Medizinischen Humangenetischen Zentrums, Radboud University Nijmegen) als wissenschaftlichen Koordinatoren des diesjährigen Ernst Klenk Symposiums gewinnen. Er zählt zu den bedeutendsten Experten auf dem Gebiet der Untersuchung der Molekularen Genetik von verschiedenen humanen Erkrankungen, die die Entwicklung der Skelettmuskulatur, des Gehirns und des Verhaltens beeinflussen. Prof. Han Brunner ist Vorreiter auf dem Gebiet der translational genomischen Technologie und der Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse zur Entwicklung von spezifischen diagnostischen Testverfahren.

Prof. Han Brunner und Prof. Brunhilde Wirth haben für dieses Symposium die international führenden Experten aus dem Gebiet der Genomischen Medizin als Gastredner für das diesjährige Ernst Klenk Symposium gewinnen können.

Die Themenauswahl wurde bewusst vielfältig gehalten, sie reicht über die neusten Erkenntnisse der Genomanalyse und deren evolutionären Aspekten über die Darstellung von verschiedenen Krankheitsbeispielen von hoher und weitreichender Relevanz und bindet die neusten Erkenntnisse über die Therapien von zwei seltenen Erkrankungen und funktioneller Genomik ein. Das Symposium ist in folgende Themenbereiche aufgegliedert:

I. Das persönliche Genom, Genomstruktur und Evolution
Marjolein Kriek (Leiden, NL), Evan Eichler (Seattle, USA), Matthew Hurles (Cambridge, UK), Markus Pembrey (Bristol, UK), Jennifer Graves (Melbourne, Aus), Johannes Krause (Tübingen, DE), Kevin Campbell (Manitoba, CA)
II. Genetische Medizin
Sir John Burn (Newcastle, UK), Bart Loeys (Antwerpen, BE), Friedhelm Hildebrandt (Ann Arbor, USA), Bernd Wollnik (Köln, DE), Joris Veltman (Nijmegen, NL), David Goldman (Bethesda, USA), Nazneen Rahman (London, UK), Thomas Hudson (Toronto, CA)
III. Genregulation und Gentherapie
Vivian Cheung (Philadelphia, USA), Stylianos Antonarakis (Genf, CH), Stanislas Lyonnet (Paris, FR),. Gert-Jan van Ommen (Leiden, NL), Brunhilde Wirth (Köln, DE)

Das Vortragsprogramm wird für Studenten der Humanmedizin, Doktoranden und für bereits erfahrene Forscher, Kliniker und praktizierende Ärzte von großem Interesse sein, da es auf der einen Seite eine hervorragende Einführung in die „State-of-the-Art“ des Gebietes darstellt und auf der anderen Seite Spezialisten Raum für fach-spezifische Diskussionen geben wird. Für die teilnehmenden Mediziner ist das 28. Klenk Symposium als Fortbildungsveranstaltung mit 18 Punkten von der Nordrheinischen Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung anerkannt. Das ZMMK dankt der Fritz Thyssen Stiftung für die Bereitstellung von Mitteln zur Ausrichtung des 28. Klenk Symposiums 2012 und des Info-Tags „Eine Reise in die Zukunft der Gene“.

Info-Tag „Eine Reise in die Zukunft der Gene“
am 29. Sept. 2012 von 15.00 – 18.00 Uhr im ZMMK-Forschungsgebäude
Um Schüler, Jugendliche und interessierte Erwachsene über das hochaktuelle Thema des diesjährigen Klenk Symposiums 2012 zu informieren, wird ein Info-Tag „Eine Reise in die Zukunft der Gene“ angeboten. Dieser Info-Tag findet am Samstag, den 29. Sept. 2012 von 15.00 – 18.00 Uhr im Vorfeld des 28. Klenk Symposiums im ZMMK-Forschungsgebäude (Robert-Koch-Str. 21, 50931 Köln) statt. Das Programm und weitere Information sind auf der Homepage des ZMMK hinterlegt: http://www.zmmk.uni-koeln.de
Die Teilnahme am Veranstaltungsprogramm ist kostenlos, um eine Anmeldung für das Kids-Programm (SchülerInnen 8-12 Jahre) wird gebeten.

http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/seminare/info_tag

Namensgeber des Symposiums ist Professor Ernst Klenk, der erste Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie an der Medizinischen Fakultät der Universität Köln und Pionier in der Erforschung des Fettstoffwechsels. Der Veranstalter des Symposiums ist das Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln (ZMMK). Seit seiner Gründung veranstaltet das ZMMK unter der Leitung von Prof. Thomas Benzing (Sprecher des ZMMK) jährlich im Herbst ein internationales wissenschaftliches Symposium, um über ein aktuelles Thema des bio-medizinischen Fortschritts zu diskutieren.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Dr. Debora Grosskopf-Kroiher (wissenschaftliche Koordinatorin des ZMMK) unter Tel.: +49 221/478-5552, Fax: +49 221/478-4833 und E-Mail: klenk-symposium@uni-koeln.de zur Verfügung.

Dr. rer. nat. Debora Grosskopf-Kroiher | Uni Köln
Weitere Informationen:
http://www.zmmk.uni-koeln.de
http://www.zmmk.uni-koeln.de/content/klenk_symposium_2012/index_ger.html

Weitere Berichte zu: Anmeldung Diagnostik Genetik Genom Molekulare Medizin Molekularer Schalter ZMMK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

nachricht Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht
17.07.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics