Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie viel Schmutz verträgt die Spree?

16.04.2010
Auftaktveranstaltung zu Monitoringprojekt in Berlin-Charlottenburg

Bei starkem Regen läuft ein Gemisch aus Regen- und Schmutzwasser an dafür vorgesehenen Stellen aus der Kanalisation in die Spree. Die Berliner Wasserbetriebe betreiben viele unterirdische Speicherbauwerke, um solche Belastungen möglichst zu vermeiden.

Bis zum Jahr 2020 werden weitere umfassende Maßnahmen zum Rückhalt von Mischwasser ergriffen. Mehrfach wurde in letzter Zeit über das Modellvorhaben SPREE2011 berichtet, das als Alternative zu unterirdischen Rückhaltebauwerken die Wirkung von am Ufer angebrachten Speichertanks untersucht.

Trotz umfangreicher Maßnahmen können "Mischwasserentlastungen" in die Spree nicht vollständig vermieden werden. Für die Verantwortlichen des Berliner Wassermanagements ist es daher eine besondere Herausforderung, weitere Rückhaltemaßnahmen mit einem gut ausbalancierten Verhältnis zwischen Kosten, ökologischen und weiteren Nutzungsinteressen zu entwickeln. Um diesen Prozess effizient voranzubringen, wird jetzt an einem großen Mischwasserkanal in Berlin-Charlottenburg vom Kompetenzzentrum Wasser Berlin gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben systematisch untersucht, welchen messbaren Einfluss solche Einleitstellen auf die Qualität der Spree haben.

Ein gerade in Betrieb genommener Messcontainer mit modernen Online-Sensoren wird zwei Jahre lang kontinuierlich Wasserqualitätsparameter und Durchflussmengen erfassen. Darüber hinaus werden unterhalb der Einleitstelle in der Spree Sonden installiert, die Aufschluss über die biologische Wirkung von Mischwasserüberläufen liefern sollen. Die Ergebnisse dienen perspektivisch auch dem Aufbau und der Verbesserung eines Modells zur Untersuchung der Wirkung von verschiedenen Maßnahmen auf die Wasserqualität der Spree. Die Projektergebnisse befähigen letztendlich die Entscheidungsträger, weitergehende Maßnahmen zur Mischwasserspeicherung unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten zu planen.

Als Teilnehmer erwarten wir u.a. Dr. Georg Grunwald (Technischer Vorstand Berliner Wasserbetriebe), Dr. Birgit Fritz-Taute (Leiterin des Referats Wasserrecht, Wasserwirtschaft und Geologie in der Senatsverwaltung für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz), Xavier Chazelle (stellv. Forschungsdirektor Veolia Environnement) und Ludwig Pawlowski (Geschäftsführer Kompetenzzentrum Wasser Berlin).

Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Die Auftaktveranstaltung mit Besichtigung des Messcontainers findet am 20. April 2010 von 11:00 - 13:00 Uhr statt.

Ort: Abguss-Sammlung Antiker Plastik, Schloßstr. 69b, 14059 Berlin-Charlottenburg.

Dr.-Ing. Bodo Weigert | idw
Weitere Informationen:
http://www.kompetenz-wasser.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Smogbekämpfung fördert Solarstrom
06.12.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Von der Arktis bis zu den Tropen: Forscher präsentieren einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde
20.11.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics