Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltschutz im Zeichen des Tauchpioniers Jacques Cousteau

11.06.2010
100. Geburtstag des Umweltaktivisten, Cousteau Society führt Arbeit fort

Ein Leben zum Schutz der Meere - Unter diesem Motto stand die Arbeit und das Wirken des französischen Meeresforschers Jacques Yves Cousteau, der diese Woche seinen 100. Geburtstag feiern würde. Die schillernde Persönlichkeit des umtriebigen Wissenschaftlers, Erfinders, Filmemachers und Umweltaktivisten wird heute von der Cousteau-Society fortgesetzt.

"Viele wissen nicht, dass Cousteau das Unterwasser-Atemgerät erfunden und damit nicht nur die Erforschung der Meere, sondern auch den Tauchsport mitbegründet hat", so Tarik Chekchak, Direktor der Cousteau Society, Science and Environment im pressetext-Interview. Sein Sohn Pierre-Yves Cousteau dreht derzeit gemeinsam mit National Geographic eine Film-Dokumentation über den Zustand des Mittelmeers und bietet damit einen Vergleich zu den ersten Unterwasserfilmen, die sein Vater in den 40er-Jahren dort gedreht hat.

Erzieherische Maßnahmen zum Meeresschutz

"Die Cousteau-Society führt das Erbe des Meerespioniers fort", erklärt Chekchak. Auch Familienmitglieder wie Pierre Yves und die Witwe Francin Cousteau arbeiten aktiv in der Gesellschaft mit. "Gemeinsam mit der UNESCO arbeitet die Cousteau Society am Ecotechnie-Netzwerk, einer Kooperation, bei der es um die Integration der Umwelt mit Wirtschaft, Technologie sowie Natur- und Sozialwissenschaften geht." Dabei sollen Menschen auf die Bedeutung des Meeresschutzes hingewiesen werden, erklärt Chekchak.

"Bei der Expedition im Roten Meer im Jahr 2004 wurde eine enge Kooperation mit der Regierung des Sudan über die zukünftige nachhaltige Erschließung der Küste des Landes begründet", erklärt Chekchak. "Oft sind Küstenregionen schon zerstört, ehe man sich um die Umwelt kümmert. In diesem Fall ist es anders gelaufen", erklärt der Fachmann. Mehr als 40 Experten aus dem In- und Ausland haben dabei miteinander kooperiert.

Interesse für alles, was mit Wasser zu tun hat

Eine wichtige Rolle spielt die Gesellschaft auch beim Census of Marine Life - mit Spezialinteresse für die Erforschung des aquatischen Lebens in der Antarktis. "Natürlich steht auch dabei der Schutz und die Erhaltung der Biodiversität im Vordergrund", so Chekchak. "Die Ozeane machen fast 72 Prozent der Erdoberfläche aus. Bisher sind aber nur rund 20 Prozent des Meeres vom Menschen erforscht und den Großteil dessen haben wir bereits zerstört", so Chekchak.

"Nicht nur das Meer, sondern auch der Schutz bzw. die nachhaltige Entwicklung von Binnengewässern gehören zum Ziel der Cousteau-Society", erklärt der Experte. Im Bioshärenpark Donau-Delta in Rumänien arbeitet die Gesellschaft an der Verringerung der Schadstoffe aus der Landwirtschaft und damit am Schutz der wertvollen Umwelt. In einem Pilotprojekt werden Best-Practice-Beispiele im Ökotourismus und in der Energieversorgung erarbeitet, führt Chekchak aus. Ein ähnliches Projekt gebe es auch in Brasilien.

Unter der Leitung von Pierre-Yves entwickelt die Cousteau-Society ein Beobachtungsprogramm für die Weltmeere. "Dabei wird auch das ehemalige Forschungsschiff, die legendäre Calypso, eine große Rolle spielen", so Chekchak. Das Schiff, das 1943 gebaut wurde und in nahezu allen Cousteau-Filmdokus vorgekommen ist, ist 1996 nach einer Kollision in Singapur gesunken und wird derzeit restauriert.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cousteau.org

Weitere Berichte zu: Cousteau Cousteau-Society Meeresschutz Umweltaktivisten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Smogbekämpfung fördert Solarstrom
06.12.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Von der Arktis bis zu den Tropen: Forscher präsentieren einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde
20.11.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics