Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018

EU-Projekt ESMERALDA zielt auf Umsetzung der Biodiversitätsstrategie ab

Das fragile Gleichgewicht der Natur zu stärken und so die biologische Vielfalt zu erhalten: Das ist das Ziel der Biodiversitätsstrategie, die die Europäische Union (EU) im Jahr 2011 beschlossen hat. Dass dies mit ganz einfachen Methoden gelingen könnte, zeigt das Forschungsprojekt ESMERALDA, das nun abgeschlossen worden ist und über die Dauer von 3,5 Jahren mit insgesamt drei Millionen Euro von der EU finanziert wurde.


PhyGeo, LUH

Die Koordination des gesamten Projektes lag bei Prof. Dr. Benjamin Burkhard vom Institut für Physische Geographie und Landschaftsökologie (PhyGeo) der Leibniz Universität Hannover. Das Akronym ESMERALDA steht dabei für Enhancing ecoSysteM sERvices mApping for poLicy and Decision mAking. An dem Vorhaben waren sämtliche 28 EU-Länder sowie die Schweiz, Norwegen und Israel beteiligt.

Die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie soll in insgesamt sechs Einzelschritten erfolgen. Ein Kernpunkt der Strategie ist die Tatsache, dass Biodiversität und gesunde Ökosysteme die Basis für das menschliche Wohlergehen, aber auch für die Wirtschaft bilden.

Die EU hat daher ihre Mitgliedsstaaten aufgefordert, insbesondere die Nachhaltigkeit zu fördern und die vielfältigen Nutzungen der Natur, wie zum Beispiel Land- und Forstwirtschaft, entsprechend auszurichten. Kernpunkte der Biodiversitätsstrategie sind daher die Erfassung und Bewertung von Ökosystemen und ihren Leistungen.

Genau an diesem Punkt hat ESMERALDA angesetzt. Ziel des Projektes war es, eine flexible Methodik zur Kartierung und Bewertung von Ökosystemleistungen als Bausteine für paneuropäische und regionale Bewertungen zu entwickeln. Ökosystemkarten zeigen Nutzungsrisiken, aber auch Potenziale der unterschiedlichen Regionen, beispielsweise wird erfasst, ob die Gegend wasserreich ist, ob es einen Baumbestand gibt oder welche Beschaffenheit der Boden hat. Die Arbeiten am PhyGeo erheben dafür ein einfaches Prinzip zur Methode: vorhandene Potentiale erkennen, nachhaltig nutzen und erhalten.

Um Ökosysteme zu erhalten oder auch wiederherzustellen, wurden diese zunächst flächenhaft erfasst und bewertet; dies bildete die Datengrundlage für weitere Arbeiten und wurde in allen EU-Ländern umgesetzt. Das Projekt sollte die einzelnen Länder dabei unterstützen, Netzwerke zu schaffen, in denen sowohl die vorhandenen Ressourcen als auch die vorhandenen Kompetenzen erfasst und gebündelt werden sollten.

Die meisten Daten waren bereits vorhanden und mussten daher lediglich aufbereitet und koordiniert werden. In einem zweiten Schritt wurden den Beteiligten in den Ländern dann die wissenschaftlichen Methoden und Daten zur Verfügung gestellt, um das vorhandene Wissen zu bündeln, zu koordinieren und aufzubereiten. Auf diese Weise ist ein Maßnahmenkatalog entstanden, der per Open Access allen teilnehmenden Partnern und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden konnte.

„Die Menschen vor Ort direkt abzuholen, war der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Professor Burkhard, der das Gesamtprojekt ESMERALDA sowie die Teilprojekte am PhyGeo geleitet hat. So sei es insbesondere gelungen, das Bewusstsein für bereits vorhandene Ressourcen zu wecken. Zwei Nachfolgeprojekte sind bereits von der EU bewilligt worden.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Dr. Benjamin Burkhard, Institut für Physische Geographie und Landschaftsökologie der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 3537 oder per E-Mail unter burkhard@phygeo.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Smogbekämpfung fördert Solarstrom
06.12.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

nachricht Von der Arktis bis zu den Tropen: Forscher präsentieren einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde
20.11.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Data use draining your battery? Tiny device to speed up memory while also saving power

The more objects we make "smart," from watches to entire buildings, the greater the need for these devices to store and retrieve massive amounts of data quickly without consuming too much power.

Millions of new memory cells could be part of a computer chip and provide that speed and energy savings, thanks to the discovery of a previously unobserved...

Im Focus: Quantenkryptographie ist bereit für das Netz

Wiener Quantenforscher der ÖAW realisierten in Zusammenarbeit mit dem AIT erstmals ein quantenphysikalisch verschlüsseltes Netzwerk zwischen vier aktiven Teilnehmern. Diesen wissenschaftlichen Durchbruch würdigt das Fachjournal „Nature“ nun mit einer Cover-Story.

Alice und Bob bekommen Gesellschaft: Bisher fand quantenkryptographisch verschlüsselte Kommunikation primär zwischen zwei aktiven Teilnehmern, zumeist Alice...

Im Focus: An energy-efficient way to stay warm: Sew high-tech heating patches to your clothes

Personal patches could reduce energy waste in buildings, Rutgers-led study says

What if, instead of turning up the thermostat, you could warm up with high-tech, flexible patches sewn into your clothes - while significantly reducing your...

Im Focus: Tödliche Kombination: Medikamenten-Cocktail dreht Krebszellen den Saft ab

Zusammen mit einem Blutdrucksenker hemmt ein häufig verwendetes Diabetes-Medikament gezielt das Krebswachstum – dies haben Forschende am Biozentrum der Universität Basel vor zwei Jahren entdeckt. In einer Folgestudie, die kürzlich in «Cell Reports» veröffentlicht wurde, berichten die Wissenschaftler nun, dass dieser Medikamenten-Cocktail die Energieversorgung von Krebszellen kappt und sie dadurch abtötet.

Das oft verschriebene Diabetes-Medikament Metformin senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern hat auch eine krebshemmende Wirkung. Jedoch ist die gängige...

Im Focus: Lethal combination: Drug cocktail turns off the juice to cancer cells

A widely used diabetes medication combined with an antihypertensive drug specifically inhibits tumor growth – this was discovered by researchers from the University of Basel’s Biozentrum two years ago. In a follow-up study, recently published in “Cell Reports”, the scientists report that this drug cocktail induces cancer cell death by switching off their energy supply.

The widely used anti-diabetes drug metformin not only reduces blood sugar but also has an anti-cancer effect. However, the metformin dose commonly used in the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Rittal heizt ein in Sachen Umweltschutz - Rittal Lackieranlage sorgt für warme Verwaltungsbüros

14.12.2018 | Unternehmensmeldung

Krankheiten entstehen, wenn das Netzwerk von regulatorischen Autoantikörpern aus der Balance gerät

14.12.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics