Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimaschutz konkret: Vom Vorsatz zur Tat

31.03.2010
Interessierte Bremerinnen und Bremer können bei internationalem Klimaschutz-Projekt noch mitmachen.

Weltweit abgestimmte Aktionen zum Klimaschutz wie das einstündige Abschalten der Lichter am 27. März 2010 haben eine hohe Signalwirkung, führen selbst aber noch nicht zu nachhaltigen Einsparungen. Dazu müssen wir unser Verbrauchsverhalten bei Energie, Verkehr und Ernährung dauerhaft ändern. Gute Vorsätze sind schnell gefasst, aber auch schnell wieder vergessen.

Ein international vergleichendes Projekt, das vom Institut für Informationsmanagement Bremen an der Bremer Universität koordiniert wird, soll praktisch zeigen, welche Hilfen zur Umsetzung guter Vorsätze beim Klimaschutz wirken. In jeweils drei Städten in Deutschland, Österreich und Spanien verpflichten sich zehn Unternehmen, zehn Stellen der öffentlichen Verwaltung und mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger, jährlich zwei Prozent Kohlendioxid (CO2) einzusparen - und dies regelmäßig überprüfen zu lassen.

Dazu wird ein so genannter CO2-Rechner eingesetzt, in den alle zwei Monate die Verbrauchswerte für Energie, die Benutzung von Verkehrsmitteln und Einkaufsgewohnheiten eingegeben und der damit erzeugte CO2-Ausstoß ausgegeben werden. Die Teilnehmer erhalten Tipps und können sich untereinander austauschen. Über einen Fortschrittsbericht können sie alle zwei Monate ihre eigene CO2-Ausstosskurve verfolgen und sich mit dem Durchschnitt vergleichbarer Haushalte messen. "Dieses Feedback und der Vergleich mit anderen," so Projektleiter Professor Herbert Kubicek, "ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass man sein Verhalten ändert."

Internetrechner oder Haushaltsbuch

CO2-Rechner gibt es auf einer Reihe von Internetseiten. Sie erlauben bisher aber nicht, solche Verläufe aufzuzeigen und den Fortschritt der eigenen Bemühungen zu verfolgen. Dies, so Kubicek, werde mit dem groß angelegten Feldexperiment erstmals möglich. Weil aber nicht alle zum Klimaschutz bereiten Menschen einen Internetzugang haben oder für die Eingabe personenbezogener Daten nutzen möchten, bietet das Projekt alternativ ein CO2-Haushaltsbuch an. Die Projektteilnehmer tragen ihre Verbrauchsdaten alle zwei Monate in Tabellen in einem Ringbuch ein und werden von Projektmitarbeitern angerufen, die die Daten in den Computer eingeben.

Bremen kann mehr Klimaschutz

Bremen nimmt als erste deutsche Stadt mit dem Partner Bremer Energiekonsens an dem Projekt teil. Daneben startet in Kürze das Projekt in Bregenz, Österreich, und in Saragossa, Spanien. Der Bremer Umweltsenator Dr. Reinhard Loske hatte im Februar zufällig ausgewählte Bremerinnen und Bremer zur Beteiligung eingeladen. Zur gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der Bremer Bürgerschaft waren ca. 50 Interessierte gekommen. Auf der Internetseite http://www.e2democracy.eu haben sich inzwischen mehr als 150 Teilnehmende registriert. Die meisten Onliner haben auch bereits ihre Daten für die Basiserhebung eingegeben. In der vergangenen Woche wurden nun auch die gedruckten CO2-Haushaltsbücher ausgegeben. Noch bis Ende April können sich weitere Interessenten auf der Internetseite oder telefonisch unter 0421/218-7375 informieren und registrieren.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Institut für Informationsmanagement Bremen
Prof. Dr. Herbert Kubicek
Tel. 0421 218 7375
E-Mail: ifib@uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de
http://www.e2democracy.eu

Weitere Berichte zu: Informationsmanagement Internetseite Klimaschutz Vorsatz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Controlling superconducting regions within an exotic metal

Superconductivity has fascinated scientists for many years since it offers the potential to revolutionize current technologies. Materials only become superconductors - meaning that electrons can travel in them with no resistance - at very low temperatures. These days, this unique zero resistance superconductivity is commonly found in a number of technologies, such as magnetic resonance imaging (MRI).

Future technologies, however, will harness the total synchrony of electronic behavior in superconductors - a property called the phase. There is currently a...

Im Focus: Ultraschneller Blick in die Photochemie der Atmosphäre

Physiker des Labors für Attosekundenphysik haben erkundet, was mit Molekülen an den Oberflächen von nanoskopischen Aerosolen passiert, wenn sie unter Lichteinfluss geraten.

Kleinste Phänomene im Nanokosmos bestimmen unser Leben. Vieles, was wir in der Natur beobachten, beginnt als elementare Reaktion von Atomen oder Molekülen auf...

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

Aktuelle Trends an den Finanzmärkten im Schnelldurchlauf

09.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IZM setzt das E-Auto auf die Überholspur

11.10.2019 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt auf der COMPAMED 2019: Keine Digitalisierung in der Medizintechnik ohne Mikrotechnologien

11.10.2019 | Messenachrichten

Kryptografie für das Auto der Zukunft

11.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics